Europ. Fernwanderweg E1

30. Tag von Bad Nenndorf nach Bad Müden (am Deister)

Bad Nenndorf hat am Ende seines Kurparks noch etwas Besonderes zu bieten.

Eine Süntelbuchenallee.

Das ist eine Mutation der Rotbuche. Die Bäume wachsen weniger als einen Meter gerade. Völlig verkrümmt , geht schon mit dem Stamm los. Die Äste hängen teilweise bis zum Boden, schaut bizarr aus. Der Wuchs führt dazu, das ständig Äste abbrechen die Bäume werden also nicht so alt

Weiter ging es bergauf, endlich.

Der Höhenzug „der große Deister“ macht den Anfang auf meiner Wanderung. Es ging bis auf 340 Meter hoch. Teilweise als Kammweg, aber auch auf und ab.

Zwischendurch ein Wegweiser, bei dem ich erfahre, wo es noch alles hingehen kann.

Denn nicht immer ist klar wo es hingehen soll.

Aber zur Not hilft die Navigation über die gespeicherten Karten auf dem Smartphone. Ein Lob auf die Technik, im Notfall hilft sie auf jeden Fall.

Heute hatte ich Glück, unterwegs gab es zwei Einkehrmöglichkeiten.

Die erste beim Nordmannturm. Der heißt so, weil sein Erbauer Nordmann hieß. Sehr kurios. Erst wurde der Turm erbaut, später das Haus drum herum.

Also, erst muss man ins Gasthaus um dann den Turm zu besteigen.

Zeitweise sind hier viele Gäste. Ca. 200 Stühle stehen im Garten. Der Parkplatz ist riesig und nur zwei km weg, also alles bequem erreichbar.

Auf dem nächsten Turm gibt es dann eine tolle Aussicht, er ist höher als die Bäume rund herum.

Auf dem Weg einige Besonderheiten.

Eine Albino Nacktschnecke, die meisten hier sind schwarz.

Ganze Berge sind bedeckt mit blühendem Bärlauch.

Eine säulenförmig wachsende Eiche.

Ein Angeber?

Die gewonnenen Schützenscheiben des Ehepaares müssen aussen angebracht werden.

Ansonsten gewinnt dieser Ort keinen Schönheitspreis. Obwohl ein Kurort, die Tourist Information besteht aus einem Prospektstand in der Lobby des Kurhauses. Scheinbar ist die Nachfrage nicht sehr groß.

Europ. Fernwanderweg E1

29. Tag von Steinhude nach Bad Nenndorf

Leider war heute ein trüber regnerische Tag.

So schaut das Steinhuder Meer am Morgen bei diesem Wetter aus.

Wie ihr seht, auch da gibt es eine Insel. Sie ist künstlich aufgeschüttet und verfüllt. Das mussten seinerzeit Häftlinge erledigenden.

Jeder Wald hat seinen eigenen Geruch bzw. Stimmung. Dieser Buchenwald war wieder ganz besonders.

Jetzt habe ich mich ja doch öfter über die langweiligen, geteerten oder steinigen Wege beklagt. Das hier ist das Gegenteil davon.

Das schaut auf dem Foto besser aus als in Natura. Fast nicht zu erkennen.

Ab und zu scheint schon jemand auf diesem Weg unterwegs zu sein. Ich treffe ja fast niemanden, aber der Hauch einer Spur ist da.

Gut das ich heute lange Hosen anhabe. Durch dieses Brombeerranken -und Brennnesselgestrüpp zu waten, wäre sonst recht schmerzhaft.

Dieser Berg begleitet mich den ganzen Tag. Ich umrunde in quasi und natürlichen Ursprungs scheint er nicht zu sein.

Später komme ich an den Mittellandkanal. Da ist richtig was los. Jede Menge Frachtschiffe und Freizeitkapitäne. Die Frachtschiffe haben den halben Hausstand dabei, mit Geranien und Spitzengardine am Fenster, sogar das Auto steht auf dem Kajütendach.

Nachdem mein Zielort ein Badeort ist, habe ich mir, zur Feier des Tages, die hiesige Therme mit Sauna und Dampfbad gegönnt. Ein Massagetermin war leider nicht mehr frei, schade! Aber auch so hatte ich einen entspannten Abend. Ich bin auch noch Essen gegangen, was ich nicht jeden Tag mache. So habe ich diesen Feiertag doch zu etwas Besonderen gemacht, auch ohne Gäste oder Familie.