Maximiliansweg

12. Tag 11.7.19 von der Tutzinger Hütte nach Lengries

Heute lege ich einen flotten Schritt hin. Das Wetter soll am Nachmittag in Regen umschlagen und da will ich den Bergen runter sein.

Von der Hütte aus geht es hinauf auf den Rotohrsattel und weiter auf den Latschenkopf. Alles schmale Bergpfade im Auf und Ab zwischen Latschen und großen Felsbrocken. Immer wieder mit toller Fernsicht.

Von Brauneck geht es dann steil auf Schotterpiste bergab, auch nur ein kleines Vergnügen. Aber das Ziel naht in Lengries. Noch kurz über die Isar und dann ist es nicht mehr weit.

Ich darf heute bei einer Freundin übernachten, darauf freue ich mich schon . Kaum bin ich im Haus setzt der Regen ein, und so wie es aussieht ist damit nicht so schnell Schluß.

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11. Tag 10.7.19 vom Walchensee zur Tutzinger Hütte

Ein rundum traumhafter Tag. Endlich mal wieder weißblauer Himmel bei angenehmen Temperaturen. In der Früh vom Zeltplatz weg in den Ort Walchensee.Im Dorfladen gibts in der Früh um 7.30 Uhr schon Kaffee und eine Breze. So gestärkt wandere ich am See entlang. Um diese Uhrzeit ist auch kaum Verkehr. Mein Weg führt nach Urfeld vorbei an dem Filmkullissendorf Flake für Wiki und die starken Männer.In Urfeld geht es zur Jochalm hinauf. 500 Hm sind es. Das ist aber für heute auch der längste Aufstieg des Tages. Inzwischen sind die Wege abgetrocknet und wunderbar zu gehen. Die Alm ist sogar bewirtschaftet und ich lasse es mir bei Kaffee und Kuchen gut gehen. Danach jagt ein Aussichtspunkt den nächsten und obwohl dies auch ein langer Tourentag ist wird mir heute nichts zuviel. Einfach nur schön. Eimal dachte ich als ich von Ferne diesen Holzbalken sah, daß ich darüber balancieren müsste. Aber das war nur die Sicherung für das Stromkabel. Wir Wanderer mussten runter und über Ttittsteine über den Bach.Vorbei führte der Weg an der Staffelalm. Dort war der Maler Franz Marc häufiger zu Gast und hat dort, wenn er nicht bezahlen konnte die Wände bemalt. Zwei Gemälde sind wieder freigelegt worden.Und jetzt gibt es nur noch Bilder von grandiosen PanoramenDas ist der Blick hinauf zur Benediktenwand von der Tutzimger Hütte aus, auf der ich heute schlafe

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10. Tag 9.7.19 von Eschenlohe zum Walchensee Nähe Walchensee

Ein ganz entspannter Tag. Nur 16km im Tal der Eschenlaine. Ein Flüsschen zumindest im Moment. In Eschenlohe ist vom Wasser gar nichts zu sehen. Scheinbar fließt es unter dem Kies durch.Da der Flußsich auch aus vielen Zuflüssen der Berge speist ist im Frühjahr bestimmt mehr los. Teilweise eine Klamm, ist der Weg ein wahres Naturschauspiel.Schon um 13 Uhr war ich am Campingplatz, der zu diesem Zeitpunkt natürlich Mittagspause hatte. Also machte ich es mir am Eingang gemütlich und wartete. Der Lohn ein Platz direkt am See. Ein kühler, aber trockener Tag ging damit entspannt zu Ende. Leider ist es einfach zu kalt zum Baden und der Badeanzug ist das einzige Teil das ich bis jetzt nicht benutzt habe. Ansonsten habe ich alles gebraucht und nichts zu viel geschleppt.

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8. Tag 7.7.19 vom Ahornsattel zum Pürschling

In der Früh dachte ich noch was für ein Glückspilz ich doch bin. Meine erste Nacht allein draußen in der Natur auf ca 1700m Höhe bestens überstanden. Ein Sonnenstrahl blitzt bereits über dem Berg.

Kein Regen mehr in der Nacht, sodass ich das Zelt trocken einpacken konnte. Draußen wacht man früh auf, ich bin also um halbsechs bereit zum Aufbruch gewesen. Kurze Zeit später komme ich an eine Weggabelung die ich am Nachmittag vorher bestimmt in der Hektik des nahenden Gewitters übersehen hätte. Also war ich immer noch bester Dinge. Ja und dann kündigte sich erneut ein Gewitter an. Ausser ein paar Latschen kein Schutz in Sicht. Also habe ich alles an Regenhüllen hervorgeholt und mich unter den paar Latschen verkrochen. Die hielten zwar den Regen nicht ab, aber sie verminderten doch sehr den Wind. In einer kurzen Windpause bin ich weiter gehetzt bis zu einem Fels der mehr Schutz gegen den stürmischen Wind und den Regen bot. Da dachte ich immer noch, echt Glück gehabt, alles zur richtigen Zeit. Irgendwann war auch mal Schluß mit dem sch… Wetter und ich konnte mich wieder auf den Weg machen. Sogar ein paar Fotos von dem beeindruckenden Panorama gibt es.

Dann traten natürlich die Folgen des Regens zu Tage. Das Wasser sucht sich den leichtesten Weg zum Abfließen und das waren nun mal meine Wege. Also wurden meine Bergschuhe und ich auf eine harte Probe gestellt. Ständig im Wasser auf Steinen und Geröll zu gehen ist extrem anstrengend und rutschig. Zu allem Überfluss habe ich mich noch verlaufen und bin ins falsche Tal abgestiegen. Da hat alles nicht geholfen, ich musste wieder umkehren und rauf. 500 Hm extra.

Dann plötzlich mitten in einer Geröllhalde setzen sich hinter mir Steine in Bewegung. In meiner Hektik ob jetzt der Hang hinter mir runter kommt bin ich ausgerutscht und auf einen meiner Stöcke gefallen. Der ist leider abgebrochen. Den ganzen Tumult haben ein paar Gemsen die hinter mir den Hang entlang liefen, ausgelöst. Glück im Unglück, der Stock ist zwar jetzt etwas kurz, aber ich kann ihn noch verwenden.

Nachmittags um zwei kam ich ziemlich ausgepumpt am Schloß Linderhof an. In der dortigen Gaststätte habe ich mich dann praktisch gedopt. Mit Kaiserschmarrn und einem großen Cola. Die erste Mahlzeit des Tages, zum Frühstück hatte es nur eine trockene Semmel gegeben. Ja und der Tag war noch nicht zu Ende. Ich musste noch den Pürschling zur dortigen Hütte aufsteigen. Kaum hatte ich damit begonnen kam wieder ein kurzes Gewitter aber jetzt mit nachfolgendem Dauerregen. Nach 2,5 stündigem Aufstieg war ich nach einer 13h Tour endlich mit völlig durchnässten Schuhen oben. Meine Regenjacke hat, bis auf den Trägerbereich des Rucksackes dicht gehalten. Oben wurde ich dann liebevoll versorgt. Die pitschnassen Schuhe, Socken und Hose in den Heizungsraum gehängt. Nach einer komplett Wäsche meinerseits wurde ich mit einer warmen Mahlzeit und heißer Zitrone von den Pächtern der Hütte aufgepäppelt. Später kamen nur noch zwei Leute, sodass ich ein eigenes Zimmer bekommen habe. Die Hütten Geher unter euch wissen, das ist ein Luxus.

Also weiß ich eigentlich immer noch nicht genau ob das ein Glückstag war. Wahrscheinlich schon, denn vieles hätte deutlich schlechter ausgehen können.

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7. Tag 6.7.19 von Füssen zum Ahornsattel

Ein Tag mit Überraschung.In der Früh nach einem ausgiebigen Frühstück unter lauter Italienern wanderte ich gutgelaunt los. Im Hotel hatte eine etwa 30 Mann starke Motorradfahrergruppe aus Italien übernachtet. Dementsprechend war der Geräuschpegel beim Frühstück. Ein fröhliches Palaver an allenTischen. Die gute Laune steckte jeden anIch musste eigentlich nur nach Hohenschwangau und den Tegelberg hinauf. Es war mir schon klar das in der Nähe von Schloß Neuschwanstein einiges los sein würde, aber ich war dann doch überrascht. Erst mal kam ich am Lechfall vorbei.Sehr beeindruckend .Der Weg entlang des Alpsees und des Schwansees war noch friedlich und idyllisch.Dann kam Hohenschwangau in Sicht. Da Neuschwanstein praktisch in der Nähe liegt nimmt die Welt kaum Notiz von diesem Bauwerk.Dann war es soweit, das Getümmel begann. Ursprünglich hatte ich ja mit einer Führung auf Neuschwanstein geliebäugelt, das Vorhaben aber sehr schnell aufgegeben. Schätzungsweise 75% Asiaten und der Rest andere Ausländer. Deutsch sprechende Leute waren auch dabei, gefühlt max. 5%.Um auf den Tegelberg zu kommen musste ich über die Marienbrücke die über die Pöllatschlucht führt. Tja, und dafür musste man tatsächlich bestimmt 10 Minuten anstehen. Drüber gehen war auch sehr schwierig weil jeder ein Selfie von sich mit dem Schloß im Hintergrund brauchte.Nach der Brücke wurde es schnell ruhiger und ich konnte den anspruchsvollen Aufstieg auf den Tegelberg in Angriff nehmen. Gegen 15.00 Uhr war ich oben angekommen wo mir der Wirt kurz und bündig mitteilte das er zwar meine Reservierung hatte aber kein Bett. Er verwies mich auf eine Schutzhütte die in zwei Stunden zu erreichen wäre, wo ich dann ja schlafen könne. Also machte ich mich auf den Weg. Leider überraschte mich etwa nach einer guten Stunde ein Gewitter und ich beschloß mein Zelt mitten in den Bergen aufzustellen, denn das war mir zu heftig um noch weiter zu gehen. Fast trocken habe ich den Aufbau und die Unterbringung meiner Sachen im Zelt geschafft. So bin ich also, etwas unfreiwillig zu meiner ersten freien Outdoorübernachtung gekommen. Wollte ich ja sowieso bald mal in Schottland ausprobieren, habe ich das halt jetzt schon gehabt. Nach zwei Stunden war das Gewitter rum, aber ich beschloß jetzt da zu nächtigen.

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6. Tag 5.7.19 von Pfronten nach Füssen

Der Morgen beginnt mit einem traumhaften Sonnenaufgang über den Zirmgrad.

Da muss ich dann später auch hinauf.

Zuerst ist allerdings der Falkenstein dran. Eine Ruine steht dort oben zu der eine Straße hinauf führt. Später lese ich, die Straße wurde gebaut weil der König Ludwig II auch dort ein Märchenschloss, noch größer als Neuschwanstein, bauen wollte. Das Geld wurde knapp und mit seinem Tod konnten die Pläne ad acta gelegt werden. Statt dessen wurde später ein Hotel hingestellt.

Vom Zirmgrad Richtung Saloberalpe jede Menge grandioser Ausblicke auf die Seeenlandschaft mit Weissensee, Forggensee und Hopfensee.

Der Blick zurück zum Zeltplatz.

Dann war der Akku vom Handy und der Solarpowerbank leer. Mehr Bilder gibt es also heute nicht.

In Füssen schlafe ich heute in einem Hotel, auch mal wieder schön ein eigenes Zimmer zu beziehen.

Maximiliansweg

5. Tag 4.7.19 von Sonthofen nach Pfronten Steinach

Meine Königsetappe mit 35 km mehr als 1100 Hm rauf und runter. Landschaftlich ist das Allgäu ein Traum. Einmal in der Höhe sind auch die 2500 m hohen Berge sichtbar, leider etwas im Dunst.Da ich als erstes quer durch Sonthofen laufen musste, gab es einmal einen gscheidn EsdpressoWeiter ging es über den ersten Buckel an einer Burgruine, der Turm istder kümmerliche Rest, vorbei.Dann 2h lang auf Teer in der Sonne bergauf.Die Aussichten sind atemberaubend.Dann war endlich Schluß mit der Straße aber im Wald wurde es extrem steil. Ohne die Baumwurzeln würde dieser Hang abrutschen, glaube ich.Am Tiefenbacher Eck dann ein Naturschauspiel für Pflanzenliehaber. Ein ganzer Hang fast nur Bergarnika, der Anblick ist eine Rarität.Zu dem Zeitpunkt befinde ich mich auf 1570 Meter. Da oben gibt es große Feuchtgebiete. Da ist dann eine ganze Wiese mit Wollgras.Orchideen verschiedenster Art und viele andere seltene Pflanzen. Ich bin vor Staunen nicht allzu schnell vorwärts gekommen. Irgendwann sind auch die schönsten Blumen ausgiebig bestaunt worden, dann musste ich das Tempo mal forcieren. Die Etappenlänge geht sich nicht von allein.Nach 10 Stunden war ich endlich an einem landschaftlich tollen Zeltplatz.

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4. Tag 3.7 19 vom Staufner Haus nach Sonthofen

Ein spektakulärer Weg. Leider war die Sicht nicht besonders. Viele aufsteigende Wolken verhinderten eine gute Sicht , was aber den Vorteil von angenehmen Temperaturen mit sich brachte. Schroffe Abbruchkanten und ein schmaler Gratweg waren ein Erlebnis.

Sechs Berggipfel habe ich erstiegen 900 Hm aufwärts und 1600 Hm abwärts. Mit Einkaufen in Sonthofen bin ich insgesamt neun Stunden auf den Beinen gewesen. Der etwas schwerere Rucksack und die schwereren Bergschuhe wie letztes Jahr bedeuten schon Einiges an Mehrbelastung für meine Muskeln.

Um die stabilen Schuhe war ich heute extrem froh, da ein Großteil des Abstiegs auf dem zerfallenen Nagelfluh der Berge, also lauter runde Kiesel, zu bewältigen war.

Aber alles gut überstanden und nach einer Dusche und trockenen Kleidern schaue ich einem entspannten Abend entgegen.