E1 von Göteborg zum Nordkap, Taubertal

37. Tag 3.6.22 von Smetjebacken nach Krischerbo am Långsjön

Im Moment sitze ich bei Sonnenschein und schreibe meinen Bericht. Aber Wetter mässig war heute alles dabei. Früh um sieben, nach einem opulenten Frühstück mit 4 Spiegeleiern, 300gr Joghurt mit frischen Kiwistückchen und jede Menge Knäckebrot zusammen mit bestimmt 100gr Butter und Käse und frisch gebrühten Kaffee aus der Unterkunft. Das musste alles weg sonst hätte ich das tragen müssen. Gesund ist das in der geballten Form bestimmt nicht, aber geschmeckt hats köstlich und die nächsten Tage werden eh magerer. Also voll bis zum Anschlag ging es schwungvoll in den Tag. Fast nur schöne Waldwege, etwas Forststrassen da läuft es sich flott und die zu laufenden Kilometer schrumpfen schnell .

Viele Pferdekoppeln und weitläufige Landschaften, die Obstbäume blühen gerade

In Väster Silfberg kam ich an einem aufgelassenen Bergwerk vorbei. Sogar in den Stollen kann man einfach rein gehen. Die damaligen Arbeitsbedingungen lehren einem schon das Grausen.

die Kamera gleicht selbstständig aus. Eigentlich ist es fast stockfinster
Der unverschlossene Eingang

Zu diesem Zeitpunkt war es etwa elf und ich bestieg den Aussichtsturm

um festzustellen, die angesagten Gewitter sind im Anmarsch. Erst mal habe ich in dem nahestehenden Unterstand Brotzeit gemacht und die Lage mit dem ständigen Donnergrollen beobachtet. Nach einer Dreiviertelstunde habe ich mir eingebildet das sich das Meiste im Süden abspielt und bin wieder weiter gezogen. Aber es kam ständig Nachschub mit dunklen Wolken und das Grollen war zwar meist hinter aber halt auch rechts und links von mir. Inzwischen habe ich mal die Regenmontur rausgeholt, nur um dabei festzustellen, das die Salzdose aufgegangen und das Salz überall im ganzen Rucksack verteilt war. Eigentlich hat in der Dose gar nicht viel gefehlt, aber es hatte sich gut verteilt. Also alles ausgeräumt und sauber gemacht. Wie alles wieder drin war und ich umgezogen fing es auch leicht aber stetig zu regnen an immer begleitet vom Donner. Das ging bestimmt 2h so aber wirklich erreicht hat mich das Gewitter nicht. Dann wars auch wieder rum und die Sonne ließ sich blicken. Eigentlich war das Etappenende nach 24km geplant aber es war halt erst 3 Uhr und ich beschloss noch 4-5km weiter zu gehen, je nachdem wo sich ein Platz zum zelten finden würde. Seen kamen mehrere im Sicht.

Zu der Bank muss man als Angler erst mal kommen
Alles bereit für den gefangenen Fisch

Zwischendurch war der Weg dann einfach weg und ich navigierte mich mit dem Handy durch den Sumpf, also doch zumindest wieder feuchte Schuhe. Irgendwann war der Weg auch wieder da und ich bin hier auf einer weich gepolsterten Wiese, leider recht nah bei der Autobahn untergekommen. Wie ich so am Aufbauen bin zieht der Himmel sich wieder zu und kaum bin ich fertig regnet es ganz ordentlich. Nach einer Stunde war wieder alles vorbei und inzwischen habe ich mir meine restlichen Spinatknödel von gestern warm gemacht und auch opulent zu Abend gespeist und der Rucksack wird morgen spürbar leichter sein.

Heute habe ich interessante blaue Steine gesehen

Bin gespannt auf morgen, denn ich muss durch viel Sumpf und laut den Berichten von Kai gibts keine Planken, also eine nasse Angelegenheit . Er war sich allerdings nicht sicher ob er immer auf der richtigen Fährte war.

Es wird spannend

Taubertal

Panoramaweg Taubertal und romantische Straße

           23. September 2021

Den Beitrag von gestern gibt es erst heute. In dem tiefen engen Tal des Herrgottsbaches war eine Verbindung mit der Außenwelt nicht möglich.

Heute war ich hauptsächlich auf Weitwanderweg romantische Straße unterwegs. Der gestrige und heutige Zeltplatz lagen immer abseits des Taubertals.

Überhaupt ein anstrengender Tag. Ich war kilometerweit auf Graswegen unterwegs.

Das Obst der Bäume wird leider auch nicht immer verwertet
Weickersheim
Sternwarte, gefördert mit EU-Mitteln zur Entwicklung des ländlichen Raumes.  Wohl nur für einen sehr begrenzten Teil der Bevölkerung zu nutzen

Creglingen an der Tauber
Kurz vor Münster, das Fingerhutmuseum
Der Blick vom Staudamm auf den Badesee auf der anderen Seite liegt der Zeltplatz
Taubertal

Panoramaweg Taubertal

           22. September 2021

In der Früh war es echt kalt, da habe ich aufs Frühstück verzichtet.  Konnte ich leicht machen der nächste Ort Lauda war nur 7km entfernt. Da habe ich mich in ein warmes Café gesetzt und ein Schlemmerfrühstück bestellt die Portion hat mich dann  gleich überfordert und obwohl ich mir etwas eingepackt habe, war mein Bauch am Ende so voll, das ich nachher nur langsam in Gang gekommen bin.

Ich bin schon um 7 Uhr gestartet

Leider wurde es erst gegen Mittag warm und sonnig, dann aber gleich richtig.

Die Wege heute einfach traumhaft. Nur auf Feld -, Wald -und Wiesenwegen unterwegs, selten mal geschotterte Forstwege oder Teerstraßen. Vielfach führten sie zwischen Streuobstwiesen, Vogelschutzhecken und Weinberge entlang.

Auf so einem Boden wächst nicht viel. Die Weinlese muss auch bald starten. DieTrauben sind reif.

Nachdem ich ja viele der Informationstafeln lese, habe ich gelernt das es nicht nur in Bayern Franken gibt, auch in Baden leben die Franken.

Heute übernachte ich wieder auf einem Campingplatz, er liegt 4km südlich von Bad Mergentheim im Willingertal. Leuder etwas abseits vom Wanderweg was mir dann doch wieder eine Strecke von 32km beschert hat.

Taubertal

Panoramaweg Taubertal

21. September 2021

Ein wunderschöner, in jeder Beziehung. Sonnenschein, viel Panorama, nette Leute getroffen, schöne Landschaften und sehenswerte Ortschaften.

Gleich in der Früh führte der Weg nach Wertheim in die Innenstadt. Von weitem grüßt die Burg, leider im Gegenlicht schlecht zu erkennen.

Endlich bin ich an der Tauber angekommen

Erst einmal gings in die Altstadt.

Kunstvoller Anschluss an den Turm
Schmäler gehts kaum noch

Interessante Kirchturmspitze

Oben im Hintergrund sind die Bausünden aus den 70tigern noch zu erkennen
Da hinauf führte der Weg
Sonnenlichtstrahlen die durch das Laub dringen, einfach schön

Da der Weg teilweise auf den Höhnrücken entlang führt, sind traumhafte Ausblicke reichlich gegeben.

Kloster Bronnbach

Der Unterhalt ist scheinbar kaum zu leisten. Ist zwar inzwischen auch Tagungsstätte aber die Einnahmen reiwohl nicht.

Die ehemalige Orangerie

Weiter gings nach Gamburg, wieder ein Ort fürs Auge

Da dürfen immer noch Autos drüber fahren

Natürlich verläuft der Weg hinauf auf die Burg, obrn entschädigt der Ausblick für die Mühen des Aufstiegs

Berberitzensträucher im Wald, jabe ich schon ewig nicht mehr gesehen

Etappenziel ist der Höhberg bei Tauberbischofsheim. Hier zelte ich heute gut getarnt hinter Holzstapeln auf einer Lichtung. Gleich unter mir verläuft ein Weinhang, natürlich habe ich genascht. Das einzige Manko, die Autobahn, obwohl bestimmt 2km entfernt, ist unüberhörbar.

Ich kann nicht alles haben

Der Ausblick

Taubertal

Panoramaweg             Taubertal

         20. September 2021

So der offizielle Name, leider waren großartge Aussichten Mangelware.

Ansonsten verlief der Weg fast immer im Wald. Die meiste Zeit ein vielfältiger Mischwald mit vielen verschiedenen Laub -und Nadelbäumen.

Auch Streuobstwiesen sind hier allgegenwärtig und ein paar Äpfel habe ich probiert. Keiner schaut perfekt aus aber der Geschmack war immer ein unvergleichliches Erlebnis.  Da kommt die Einheitsware aus dem Supermarkt nicht mit.

Auch die letzten wilden Brombeeren besitzen noch viel Aroma.

Dem roten Zeichen mit dem Wanderschuh folge ich.

Herbstzeitlose am auf der Wiese
So werden die Äpfel bis zur Pressung gelagert. In der rechten Rinne rollen sie unterirdisch bis zur Presse

Der Saft läuft in Tanks im Haus und auf dem Förderband liegr der Trester. Alles automatisiert.

Der Baum ist mir nur wegen der am Boden liegenden Früchte aufgefallen. Allerdings war das die einzige Edelkastanie die ich gesehen habe.

Pilze gibt es auch im Überfluss.  Dieses Exemplar finde ich aber  schon besonders schön.

Getroffen habe ich nur 3 Leute ansonsten konnte ich die Natur voll genießen,  wenn auch der Verkehrslärm vom Maintal im Hintergrund  allgegenwärtig war. Es ist zwischen den Bergen und dem Fluss nur wenig Platz und wenn mal mehr Fläche zur Verfügung steht, dann haben sich Siedlungen bzw. Städte gebildet.

Auf dieses Panorama hätte ich gerne verzichtet. Die einzige ebene grüne Fläche bei Faulbach wird versiegelt, ein riesiges Areal.

Erschütternd!

Verschiedene Varianten mobiler Jägerstände sind mir auch begegnet, alle Marke Eigenbau.

Grundsätzlich wird dieser Wanderweg wohl nicht viel begangen, teilweise war er recht zugewachsen, aber dadurch natürlich interessant zu erwandern.

Mein heutiges Ziel der Campingplatz in Wertheim liegt immer noch am Main, allerdings ist der Zufluss der Tauber nicht mehr weit.

Taubertal

Wanderweg liebliches Taubertal

19. September 2021

Für ein paar Tage mache ich mich noch einmal auf. Dieses Mal nach längerer Zeit wieder allein.

Nachdem die Zeit etwas knapp bemessen ist, ist meine Wahl auf den Wanderweg entlang der Tauber gefallen. Dieser führt oft auf die sie begleitenden Höhen und hinab ins Tal. Laut Plan sind in 5 Tagen 145km und 3100 Höhenmeter hinauf und 2800 Hm hinab zu bewältigen. Doch ein sportlicheres Programm.

Ich habe bis auf einen Tag auch immer die Möglichkeit auf einem Zeltplatz zu schlafen, sodass ich mich entschieden habe wieder mit kompletter Tekkingausrüstung zu wandern. Inzwischen bin ich gut mit leichter Ausrüstung ausgestattet und so bringt der Rucksack incl. 5 Essen für morgens und abends 9,5kg auf die Waage.

Heute also die Anreise mit der Bahn bis Freudenberg- Kirschfurt. Das liegt erst einmal am Main der hier die Grenze zwischen Bayern und Baden Württemberg bildet.

Morgendliche Nebelschwaden am Bahnhof
Vor den Häusern einheitliche Garagen mit Terrassen. Platz für den zeitgemäßen Bedarf. Grund ist praktisch nicht dabei
Eine Wand gespart. Die Stadtmauer wurde bei den Häusern integriert.

Leider sind die meisten verputzt und das ursprüngliche Fachwerk ist nicht zu sehen.

Schmale Gassen aufwärts

Die Mauern mussten nicht nur kriegerischen Auseinandersetzungen, sondern auch verschiedentlich auftretenden Hochwasser standhalten

Allee mit alten Platanen entlang des kanalisierten Mains.

Olavsweg

15. Tag

17. Juli Auf nach Lillehammer     (23 km)

Wir haben keinen großen Unterschied gemerkt zwischen einem Untergrund aus Gras oder den Brettern unseres Gapahuk.

Premiere hatten allerdings unsere Mückennetze, die wir über den Kopf ziehen können. Da gab es ja heute keine Zeltwand zwischen den Plagegeistern und uns. Ein ungewohntes Gefühl die Tiere zu hören mit dem Wissen sie kommen nicht ran an die Haut.

Nachdem heute kein Zelt abzubauen war sind wir schon um 7.15 Uhr aufgebrochen.

Ein letztes Mal am Mjosasee entlang. Am nördlichen Ende liegt Lillehammer und ab hier wird der See zu einem Fluss in Norwegens mit 329 km längsten Tal, dem Gudbrandsdal.

Heute übernachten wir am Campingplatz in einer Hütte mit festen Betten. Alfons ist etwas lädiert und da schläft es sich schon erholsamer. Es ist allerdings gar nicht so einfach etwas zu erhalten,  denn hier ist Hochsaison

Fast am Ende des Sees gibt es noch 2 Brücken.

Das ist der Blick zurück von der Brücke aus

Das die Aussicht ins Gudbrandsdal

Olavsweg

14. Tag

16. Juli von Veldre Kirke in die Nähe von Bynstua (29km)

Genauer lässt sich unser Übernachtort nicht beschreiben. Die Siedlung besteht nur aus 3 Häusern und zu welchem Ort die gehören das erschließt sich einem nicht so leicht. Ortsschilder sind absolute Ausnahmen.

Wir hatten heute eine stürmische Nacht ohne Regen, das Zelt und die Heringe haben super gehalten obwohl ich schon mal rausgekrabbelt bin um alles zu kontrollieren.

Wir hatten heute öfter die Gelegenheit auf den Mjosasee zu sehen. Die letzten Bilder sind von weiter oben, heißt gegen Ende waren wieder stramme Höhenmeter zu überwinden. Aber wir merken es geht sich immer leichter, also die Konditionen steigt. Entstandene Blasen vom Alfons sind verheilt, manchmal zwickt etwas, meistens aber nicht lang was nicht eine Pause beheben kann.

Hier die gesammelten Bilder

Wie ihr sehen könnt keine Wolke am Himmel und deshalb auch heute 30 Grad.

Das ist unser heutiger Übernachtungsplatz. Das wollten wir auf jeden Fall mal ausprobieren. Auf dem Holzboden liegen unsere Schlafmatten mit Schlafsack. Mit der Bank daneben zum Kochen und Essen fast ein Luxus. Wenn wir etwas vermissen dann das wir uns richtig hinsetzen können. Immer alles auf dem Boden erledigen, da meutert der Rücken schon mal.

Morgen geht es nach Lillehammer und danach wird die Strecke einsamer.