Olavsweg

15. Tag

17. Juli Auf nach Lillehammer     (23 km)

Wir haben keinen großen Unterschied gemerkt zwischen einem Untergrund aus Gras oder den Brettern unseres Gapahuk.

Premiere hatten allerdings unsere Mückennetze, die wir über den Kopf ziehen können. Da gab es ja heute keine Zeltwand zwischen den Plagegeistern und uns. Ein ungewohntes Gefühl die Tiere zu hören mit dem Wissen sie kommen nicht ran an die Haut.

Nachdem heute kein Zelt abzubauen war sind wir schon um 7.15 Uhr aufgebrochen.

Ein letztes Mal am Mjosasee entlang. Am nördlichen Ende liegt Lillehammer und ab hier wird der See zu einem Fluss in Norwegens mit 329 km längsten Tal, dem Gudbrandsdal.

Heute übernachten wir am Campingplatz in einer Hütte mit festen Betten. Alfons ist etwas lädiert und da schläft es sich schon erholsamer. Es ist allerdings gar nicht so einfach etwas zu erhalten,  denn hier ist Hochsaison

Fast am Ende des Sees gibt es noch 2 Brücken.

Das ist der Blick zurück von der Brücke aus

Das die Aussicht ins Gudbrandsdal

Olavsweg

14. Tag

16. Juli von Veldre Kirke in die Nähe von Bynstua (29km)

Genauer lässt sich unser Übernachtort nicht beschreiben. Die Siedlung besteht nur aus 3 Häusern und zu welchem Ort die gehören das erschließt sich einem nicht so leicht. Ortsschilder sind absolute Ausnahmen.

Wir hatten heute eine stürmische Nacht ohne Regen, das Zelt und die Heringe haben super gehalten obwohl ich schon mal rausgekrabbelt bin um alles zu kontrollieren.

Wir hatten heute öfter die Gelegenheit auf den Mjosasee zu sehen. Die letzten Bilder sind von weiter oben, heißt gegen Ende waren wieder stramme Höhenmeter zu überwinden. Aber wir merken es geht sich immer leichter, also die Konditionen steigt. Entstandene Blasen vom Alfons sind verheilt, manchmal zwickt etwas, meistens aber nicht lang was nicht eine Pause beheben kann.

Hier die gesammelten Bilder

Wie ihr sehen könnt keine Wolke am Himmel und deshalb auch heute 30 Grad.

Das ist unser heutiger Übernachtungsplatz. Das wollten wir auf jeden Fall mal ausprobieren. Auf dem Holzboden liegen unsere Schlafmatten mit Schlafsack. Mit der Bank daneben zum Kochen und Essen fast ein Luxus. Wenn wir etwas vermissen dann das wir uns richtig hinsetzen können. Immer alles auf dem Boden erledigen, da meutert der Rücken schon mal.

Morgen geht es nach Lillehammer und danach wird die Strecke einsamer.

Olavsweg

13. Tag

15. Juli

Von Hamar nach Veldre Kirke ca. 23 km wir sind schließlich auf einem Pilgerweg da sind einige Kirchen dabei. Allerdings stehen hier bis jetzt deutlich weniger davon als in Bayern.

Nicht weit von  unserer Unterkunft entfernt steht wohl das berühmteste Gebäude von Hamar.

Ein gigantischer Glasbau der seit 1998 die Reste des im 12 Jhrd. erbauten und von den Schweden 1567 zerstörten Doms, schützt. Hauptsächlich wurde dieser Bau über Spenden finanziert.

Unterwegs werden die Pilger schon mal mit Bänken verwöhnt.  Dieser Sitzplatz mit Flagge ist aber besonders aufwändig gestaltet und bietet auch noch eine tolle Aussicht.

Ansonsten sind wir heute praktisch gegrillt worden.  33 Grad im Schatten,  aber dank des oft wehenden Windes war die Hitze gut auszuhalten. In der Fußgängerzone von Brumunddal haben wir unseren müden Füßen ein Bad gegönnt, wir hatten einige neidische Zuschauer.

Ein berühmtes 17 stöckiges Holzhaus gibt es dort zu bewundern. In der Stadt ist ein Foto leider immer unvollständig und bis wir das Gebäude wieder komplett im Blick hatten waren wir schon wieder 5 km entfernt.

Das Hotel ist 84 m hoch und steht direkt am Hafen.

Den Schlusspunkt bietet heute die Veldre Kirke ein Neubau aus dem Jahr 2000. Die vorherige brannte 1996 ab.

Nicht weit entfernt davon steht ein Haus für Pilger, hier nutzen wir die Küche und die Dusche. Unser Zelt haben wir daneben aufgebaut.

Olavsweg

12. Tag

14.Juli mehr als 6km sind es nicht geworden

Von Kapp über den Mjosasee nach Hamar. Wir wählen ab diesem Zeitpunkt die östliche Variante des Olavsweges. Dazu setzen wir mit einem der ältesten Schaufelraddampfer, der Welt (für die Norweger ist es natürlich der Älteste, allerdings behauptendie Dänen Ähnliches), dem Skipladner über den Mjosasee über.

Auf Grund der schlechten Wetterlage, ein Gewitter ist im Anzug, sind wir die einzigen Gäste an dieser Anlegestelle.

Nach kurzer Zeit schüttet es richtig und wir beschließen, weil die Aussichten für heute auch nicht besser werden mal die Pilgerunterkunft des Pilgercenters in Hamar auszuprobieren. Es sind noch Plätze frei und wir haben dadurch auch Zeit Hamar näher kennenzulernen.

Im 2. Zimmer übernachtet auch nur ein Herr, also eine gemütliche, preiswerte und feste Unterkunft ist das für heute.

Zu der größten Attraktion der mit einem riesigen Glasdach überdachten Kirchenruine kommen wir morgen.

Einkaufen war auch wieder angesagt. Hier gibt es eine Gemeinschaftsküche und wir sind doch froh einmal etwas aufwändiger zu essen zu können. Natürlich kommt dann frischer Fisch auf den Tisch. Deswegen bin ich trotzdem nicht lange in der Küche gestanden.

Olavsweg

11. Tag

13. Juli

von Dyste nach Kapp ca. 24km

Gemütlicher Tagesanfang bei Sonnenschein und trockenen, warmen Aussichten. Den gestrigen langen Wandertag haben wir gut überstanden außer das Alfons jetzt 2 Blasen mehr hat durch den hohen Anteil an Teerstraßen. Aber er beißt sich tapfer durch.

Wir passieren einen uralten Baum

Wir wissen jetzt warum die großen Abstände zwischen den Gräbern nötig sind. Der Rasenmäher bei der Arbeit.

Danach kommt das Tagesziel in Sicht, der Mjosasee. Gigantische Landschaft.

Der Zeltplatz den wir eigentlich benutzten wollten bietet keine Zeltplätze. An der Rezeption wusste das junge Mädel erstmal überhaupt nicht was wir wollten. Wir sind dann in einer Pilgerherberge gelandet, besser gesagt in deren Garten. Denn es war schon keiner mehr anzutreffen bis wir angekommen sind. Telefonisch haben wir uns die Erlaubnis geholt hier unser Zelt aufstellen zu dürfen. Ein sehr idyllisches Fleckchen mit Wasser, Strom und Seezugang. Ein Bad war da natürlich drin.

Olavsweg

10. Tag

12. Juli

Überraschend wurde ein langer Wandertag daraus.

Der ursprüngliche Plan war, bis Hogkorsplassen zu laufen. Von den knapp 15km führten 11 nur bergauf, nicht sehr steil aber flache Abschnitte gab es halt auch nicht. Unten im Tal mussten wir uns noch für 2 Tage mit Proviant versorgen also doch mehr Gewicht als gewöhnlich. Dann waren wir schon um14.00 Uhr fertig und beschlossen erstmal weiter zu wandern. Berab führte der Weg zum Einafjord.

Unten am Fjord fanden wir sogar ein idyllisch gelegenes Gapahuk. Das sind Unterstände meist offen, teilweise möbliert mit Feuerstelle. Das hier war die einfache Ausführung.

Ein trockenes Dach bietet das hier auf jeden Fall.

Aber wir waren heute einfach irgendwie gut in Form und beschlossen dieses Etappe noch fertig zu laufen. In Summe wurden es dann 31km. Da sind wir jetzt doch froh das uns ein Bauer erlaubt hat auf der Wiese in der Nähe seines Hofes unser Zelt aufzuschlagen.

Jetzt am Abend scheint sogar die Sonne und schon wieder hat uns kein Regen erwischt, obwohl es den ganzen Tag danach ausgeschaut hat.

Olavsweg

9. Tag

11. Juli

Eine kürzere Tagestour vom Slovika Campingplatz nach Tingelstad ohne Regen mit Kaffeepause und netten Gesprächen. Wandererherz was willst du mehr.

Gleich mal bergauf dafür mit schönen Ausblicken zurück

Weiter durch eine Kulturlandschaft fast wie bei uns zu Hause. Kühe auf den Weiden, einzelne Bauernhöfe, weite bergige Landschaften. Allerdings alles einige Nummern größer und imposanter.

Dann führte der Weg nach Granavollen. Das liegt auf einer Anhöhe mit zwei Kirchen nebeneinander, die werden die Schwesternkirchen genannt.

Da oben war richtig was los. Eine kleine Ausstellung mit Kunsthandwerkern, ein Pilgerzentrum und ein Hotel mit Cafe. Da gab es heute für uns Espresso bzw. Tee mit Waffel und selbstgemachten Schokokuss. Extrem gut. Eine nette Dame empfing uns gleich und eine angeregte Unterhaltung in einem Mischmasch aus Englisch und Deutsch begann. Sie ist ab und zu in München deshalb sprach sie auch ein wenig Deutsch.

Auch in det 2. Kirche steht eine deutsche Orgel aus Göttingen.

Danach ging es zur letzten Kirche für heute und gleichzeitig unser Schlusslichtpunkt der heutigen Etappe.

Dort kommen auch Besucher vorbei und ein Ehepaar erzählte mir dann, dass sie schon die Alpenstrasse mit dem Auto gefahren sind und in Ruhpolding ihnen jemand erzählt hat sie müssten unbedingt das Schloss auf der Insel im Chiemsee anschauen. Sie waren schwer begeistert von der Gegend.

Von unserem gewählten Zeltplatz sehen wir wieder auf den heute morgen verlassenen Randsfjord hinunter.

Olavsweg

7. und 8. Tag

9./10. Juli

Nach einer erholsamen Nacht kamen wir heute schon um 8.00 Uhr los. Wir haben uns noch nicht an die langen Tage gewöhnt. Vor 24 Uhr wird es nicht dunkel und um 4 Uhr ist es schon wieder hell.

Sonnenschein was wollen wir mehr. Allerdings ändert sich hier das Wetter schnell und 2h später war es mit der Herrlichkeit vorbei. Meistens legt der Regen gleich richtig los und wir treten die Flucht nach einem Unterstellplatz an. Die Rucksäcke sind immer mit der Regenhülle eingepackt aber wir nicht. Dieses Mal fanden wir Zuflucht unter zwei riesigen Ahornbäumen am Eingang eines Bauernhofes. Da der Himmel entfernt schon wieder weißblau wurde richteten wir es uns gemütlich mit einer Knabberrunde Nüsse ein. Da kam die Hausbewohnerin mit 2 Tassen sehr guten und starken Espresso zu uns raus, leider war die Verständigung schwierig. Eigentlich können hier alles super gut Englisch, hier hat es nur mit einem Kauderwelsch aus drei Sprachen geklappt, aber auch so kommt man schon weiter und alle wissen was gemeint ist. Einfach toll wenn man so überraschend verwöhnt wird.

Weiter ging es über eine Baustelle, hier wir eine neue Überlandstrasse gebaut.

Eine extra Umleitung für die Wanderer war ausgeschildert, sehr angenehm wenn wir nicht selber nach einem Weg suchen müssen, aber leider sehr matschig.

Immer wieder Ausblicke ins weite Land

Weiter führte der Weg durch einen verwunschen wirkenden Wald mit vielen Flechten an den Bäumen.

Danach war einkaufen für 3 Tage angesagt. Hinterher kommt einem der Rucksack doppelt so schwer vor, obwohl wir schon sehr sehr genau überlegen was wir benötigen. Wir haben uns trotzdem den Luxus von frischen Nudel, Garnelen und Avocadocreme geleistet, allein das wiegt ein extra Kilo. Unser Weg führte nur noch 8km am Randsfjord entlang und dann auf einen Campingplatz wo wir uns ein Zimmer für 2 Tage gemietet haben, denn das Wetter verkündete nur Dauerregen für den nächsten Tag. Wir können einen Ruhetag gebrauchen und unsere Kleidung eine Wäsche und unbegrenzt Strom ist auch recht nützlich.

Der Fjord ist eigentlich einer der größten Binnenseen, sehr idyllisch gelegen.

Der Blick von unserem Balkon und wie unschwer zu erkennen, es schüttet wieder kaum das wir da waren. Ein erhebendes Gefühl frisch geduscht und gemütlich im Trockenen zu sitzen.

Und heute?

Ja, der Wetterbericht hat nicht gelogen und es gießt in Strömen. Das Faulenzerdasein führt dazu das wir es bedauern gestern nicht mehr eingekauft zu haben. Wir haben zuviel Zeit zu essen und der winzige Kiosk am Campingplatz bietet nur Alkohol, Chips, Eis und ein wenig Süßes, aber dazu sagen wir auch nicht nein.

Morgen geht es dann frisch erholt und gestärkt weiter.

Olavsweg

6. Tag

8. Juli

Von Kleistuva ging es entlang des Flusses steil bergab durch eine malerische Schlucht, immer mit dem Blick auf den Steinsfjord.

Im Tal in Sundvollen haben wir uns erstmal wieder mit Proviant eingedeckt und natürlich reichlich eingekauft. Wir haben gleich mal auf den Bänken davor Brotzeit gemacht, damit due Rücksäcke nicht zu schwer werden. Im Moment ist das mit der Wasserversorgung nicht so einfach, sodass jeder immer 2 Liter schleppt.

Danach überquerten wir den Fjord über eine Brücke, Fußgänger und Radler u ten, Autofahrer oben.

Den Fjord haben wir noch öfter gesichtet

Natürlich führt ein Pilgerweg auch an alten Kirchen vorbei, wo wir uns heute auch mal einen Stempel in unserem Pass abgeholt haben.

Dort haben wir auch die ersten Pilger auf unserem Weg getroffen. 3 Erwachsene mit etlichen Jugendlichen, waren alle noch motiviert obwohl die ein oder andere Blase schon verarztet werden musste. Die Friedhöfe hier sind immer riesig, kleine Gräber, eigentlich meist nur ein Stein und ein paar Blümchen davor. Dazwischen jede Menge Platz mit Rasen.

Natürlich sind wir heute auch wieder so richtig nass geworden, denn ein Gewitter hat uns ereilt. Wir konnten uns unter einen gemauerten Friedhofseingang unterstellen. Leider waren die nachfolgenden Wege dann extrem matschig und führten durch hüfthohes feuchtes Gras, da wurden unsere Hosen und Schuhe erst richtig nass. Aber 1h später strahlender Sonnenschein und der abendliche Stellplatz bot wieder eine traumhafte Kulisse.