Europ. Fernwanderweg E1

64. Tag von Pforzheim-Eutingen nach Dobel

So, jetzt bin ich also angekommen, beim letzten großen Waldgebiet in Deutschland das mir noch fehlt. Der Schwarzwald! So schnell vergeht die Zeit, jedenfalls für mich. Gute vierzehn Tage noch dann bin ich am Bodensee und das erste große Ziel ist erreicht, einmal der Länge nach durch Deutschland zu Fuß!

Sehr heiß war es heute und wenn der Wald seinen Schatten bot, wurde es erträglich. Immer noch verläuft der Weg, der sich hier Westweg nennt, die meiste Zeit auf befestigten breiten Schotterwegen. Inzwischen wünschen sich meine Füße den weicheren Waldboden schon sehr. Die Bezeichnung europäischer Wanderweg fehlt völlig was ich echt schade finde. Der Gedanke Teil eines großen Ganzen zu sein ist doch bestechend. In anderen Gegenden war eine Mehrfachmarkierung möglich, deswegen geht die Regionalität und der Wiedererkennungswert ja nicht verloren. Der Westweg ist der älteste Weitwanderweg in Deutschland. Die erste Route wurde schon 1902 umgesetzt. Der originale Weg führt von Pforzheim bis Basel. Ich bin bis zum Feldberg dabei, dann trennen sich die Wege wieder.

Ab und an gab es schöne Ausblicke

Leider muss ich einige Tage fest voraus planen, die Quartiersuche ist schwierig, freie Schlafplätze sind Mangelware. Übers Wochenende bin jetzt versorgt, das beruhigt.

Europ. Fernwanderweg E1

63. Tag von Bretten nach Pforzheim

Einige Impressionen vom Kraichtal. Kirschbäume, Obstbaumwiesen tolle Ausblicke.

Für diese Nacht eine Unterkunft zu finden war schwierig. Ich wohne in einem Vorort, deshalb wird es heute etwas weiter. Inzwischen bin ich fit und es dauert nicht mehr so lang wie am Anfang.

Pforzheim wurde im Krieg ziemlich zerstört, deshalb Bilder einer modernen Stadt die in den 70igern alles dem Verkehr untergeordnet hat und jetzt versucht das optisch zu verbessern.

Theater, Kirche, Hotelzimmer, Park und Spielflächen auf dem Stück Land zwischen dem Zusammenfluss zweier Flüsse.

Leider sind die Bilder teilweise recht hell.

Mehrere Flüsse fließen durch die Stadt und im Rahmen einer Gartenschau gab’s auch langfristige Konzepte für die Einbindung. Die Mauern auf beiden Seiten sind ganz schön hoch.

An der Enz führt ein Radweg lang.

Überhaupt kommen Radfahrer und Fußgänger auf dem gleichen Weg gut zurecht. Rücksichtnahme herrscht vor. Übergänge, selbst auf vierspuriger Straße werden mit einer Verkehrsinsel gelöst, saß klappt obwohl was los ist auf der Straße.

Das ist ein ehemaliges Hallenbad, gebaut Anfang des 20. Jahrhundert gestiftet von einer Frau. Heute wird es als Kreativ Zentrum und für Start ups genutzt. Der Eingangsbereich ist noch im Original erhalten.

Deckenbeleuchtung

Da ich vier Kilometer am Fluss lang gelaufen bin, habe ich diesig verändernde Bebauung gut verfolgen können. Anfangs Wohnhäuser, verschiedene Spielplätze für jedes Alter, später Industrie, dann Biergarten. Danach ein Blockheizkraftwerk das sich sehen lassen kann und mit toller Bepflanzung .

Gasometer, neu genutzt

Also einmal Bilder einer modernen Stadt.

Erklärungen über Tafeln, die eine Seite mit Zeitangaben und Bildern vor dem 2. Weltkrieg, die andere für die Zeit danach. Immer am jeweiligen Platz aufgestellt.