E1 von Göteborg zum Nordkap

74. Tag 10.7.22 von Bjørneggen nach Teveltunet

Zu den gestrigen Verhältnissen hatte ich gedacht sei nicht mehr viel Steigerung möglich. Weit gefehlt! Mehr Sumpf, mehr Wasser und mehr Matsch geht leicht. Richtig rechnen sollte ich auch können, es waren leider 17 km und nicht nur 15 km. Bei einer lächerlichen Durchschnittsgeschwindigkeit von 2km/h macht das dann leider 1h mehr aus.

mehr waren es nicht beim Start um 8 Uhr

In der Ferne lockte blauer Himmel, leider nur dort

Ansonsten das immer gleiche, der Regen beginnt nach 1 Stunde und hält sich den ganzen Vormittag. Dann war allerdings Schluss für heute.

Markierung mitten im Fluss
So schaue ich aus wenn es durch den Fluss geht
Geschafft
Die rote Pflöcke sind die Markierung

Ausblick

Heute bin ich in meinen Schuhen geschwommen, soviel Wasser hatte ich nur einmal in Schweden.

Dann mal kein Sumpf dafür kraxeln

schöne Ausblicke, mit steilen Anstiegen erkämpft

Der Abstieg ins Tal zum Ziel teilweise empfand ich ihn als ganz schön gefährlich. Lag aber einfach an den wahnsinnigen Mengen Wasser und Matsch. Da war kein sicherer Stand möglich.

Nachdem ich so versunken war, war ich am fluchen

Eigentlich hat mich nur noch die Aussicht auf die Hütte motiviert. Selbst da hatte ich Pech. Das ist eine riesige Anlage und die Rezeption war nicht besetzt. Nur eine Rufnummer war angegeben und da war man kurz und bündig mit mir. Kein Zimmer frei, Zelt darf ich auf dem Gelände nicht aufstellen, obwohl jede Menge Wiesen rundrum sind. Ich soll mir doch einen Platz im Wald suchen. So viel Unfreundlichkeit ist mir bis nicht begegnet. Derweil waren viele Zimmer dunkel, es hat nach keine Lust sich um mich zu kümmern ausgeschaut. Ich habe mir jetzt gleich hinterm Zaun einen Platz gefunden. Zwar eigentlich zu nah an der Bebauung, aber da ist niemand da und ich hatte keinen Nerv mehr noch länger nach einem einigermaßen trockenen und ebenem Plaz zu suchen.

Morgen mache ich für 2 Tage Urlaub vom Wandern und das habe ich dringendst nötig. Mein Bruder mit Frau holen mich und wir werden 2 Tage in Trondheim verbringen. Da kann ich mal Wäsche waschen und auf andere Gedanken kommen. Das Wetter soll endlich besser werden und dann sehe ich weiter.

Da unten im Tal, das Ziel

3 Gedanken zu „74. Tag 10.7.22 von Bjørneggen nach Teveltunet“

  1. Oh, das ist ja eine Tortour! Das man gelegentlich die Lust verliert, ist nur zu verständlich. Die Wanderbeschreibung hat mich bestätigt, dass es gut für mich ist, im August den parallel verlaufenden Södra Kungsleden zu wählen. Die Aussicht auf eine warme STF-Hütte am Abend hat ja was!

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  2. Hallo Martina.
    Ich kann nur vermuten wie sich das anfühlt: wochenlang durch karge Landschaft zu wandern und bei Regen zu zelten. Wir waren nur 2 Tage am Berg und sind schon einigermassen geschafft.
    Wie hältst du das aus? Pass auf dich auf!
    Grüße Hans

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    1. Tatsächlich ist das nicht immer leicht und eine Frage des Willens . Wenn der nicht mehr reidann müssen kleine Wohltaten her. Eine Dusche, Wäsche waschen und etwas gutes zum Essen dann gehts auch meistens wieder. Wenn die Landschaft dir noch ein Highlight schenkt dann ist sowieso alles vergessen

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