E1 von Göteborg zum Nordkap

32. Tag 29.5.22 von Nyberget nach Stärnfors am Ljusnaren

Nach 6 Tagen nasskalten Wetters heute viel Sonnenschein bei weißblauem Himnel. Mit 15°C und frischem Wind nicht besonders warm aber unglaublich wie die Seele aufatmet. Natürlich sind viele Abschnitte nass und matschig, aber allein mal wieder die normale Hose anzuziehen und keine Regenklamotten war schon ein Genuss. Gut habe ich nicht wirklich geschlafen, heute Nacht. Wahrscheinlich nicht ausgelastet genug und so bin ich schon um 6.30 Uhr gestartet. Anja und ich haben beschlossen erst mal getrennt unterwegs zu sein, da wir uns sicher sind uns wieder zu treffen und wir das Alleinsein auch genießen. Heute standen über 1000 Hm hoch und 987 Hm abwärts bei 21,5km Länge auf dem Programm. Ich hatte schon gehörigen Respekt. Aber tatsächlich war es nur halb so schlimm. Das ganze hat sich auf mehrere Berge verteilt. Der große Unterschied zu den bisherigen Etappen, mit viel Aussicht gespickt.

Da muss man demütig auf die Knie, sonst passt man mit Rucksack nicht unten durch

Ungewöhnliche Rasse, schwarz mit weißer Bauchbinde, außer der einen Ausnahme

Na ja, von der Karte her wusste ich. Da muss ich runter und drüben wieder hoch. Die meiste Zeit auf den abgeholzten Flächen. Auf der Sonnenseite waren schon viele abgetrocknete Bereiche, aber der Rest, großflächige tiefe Wasserlöcher. Die Schuhe wurden nass aber bei mir ging nichts durch. Die 3 Tage mit nassen Socken und Schuhen haben mir nämlich die ersten Blasen beschert, der Ruhetag hat nicht ganz gereicht für die komplette Abheilung.

Welches Holzstück soll man da wählen?

Mittag um 13.30 Uhr war ich schon am Ziel. Eine ganze Zeit lang habe ich überlegt doch noch in den 8km entfernten Ort zu gehen. Dort gibt es Cafes und einen Supermarkt. Aber dann muss ich mir auch noch einen Zeltplatz suchen und schon wäre ich wieder bei über 30km. Ich habe mich entschieden einen ruhigen Nachmittag mit teilweisem Sonnenschein zu genießen. Aufs Einkaufen freue ich mich schon. Endlich mal wieder Käse, Joghurt und frisches Obst. Anja hat mir da ihre Technik verraten, nachdem ich erzählt habe das ich mir immer schwer tu das richtige Maß nach vielen Tagen zu finden. Einmal reingehen, kaufen was sie draußen gleich mal verspeist und dann ein ein zweites Mal rein um den benötigten Vorrat zu besorgen. Ich denke das werde ich morgen ausprobieren. Ich hoffe das morgen auch ein Cafe offen hat, denn auf ein Stück Kuchen hätte ich schon große Lust.

Gestern haben wir die Möglichkeit in unserem Hostel genutzt, und ein Abendessen gebucht. Es wird frisch gekocht aber man weiß nicht was es gibt. Wir hatten uns schon riesig drauf gefreut und ein wenig wurden wir enttäuscht. Das Essen war super lecker, aber die angebotene Menge hätte jede von uns allein essen können. So haben noch die Süßigkeitenvorräte herhalten müssen.

Wie immer zum Abschluss das Bild mit dem Blick auf den See mit privatem Sandstrand. Ich war sogar baden, na ja zumindest bin ich einmal kurz komplett drin gewesen, ganz schön kalt ist das Wasser.

Die Bachstelzen stolzieren in 2m Abstand vor mir

Wie ihr seht werde ich noch mindestens 2h lang den Sonnenuntergang genießen können

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