E1 von Göteborg zum Nordkap

11. Tag 8.5.22 von Aras kvarn nach Mullsjö

Vogelgezwitscher zum Einschlafen und Aufwachen. So wünscht man sich das Outdoor Leben. Sehr erfrischend war es heute morgen noch dazu. Nach der morgendlichen Routine, die sich auch langsam einstellt gings mit Elan los.

Besitzergreifende Umarmung

Weiter auf den berühmten Schotterstraßen

Bei dieser Aussicht kommt Freude auf, denn ich habe ja schon gewusst. Jede einzelne diesr Kurven muss durchschritten werden. Mit Teer war auch bald Schluss und das berühmte Schotter-Sandgemisch bildete die Unterlage. Das schwierige an diesem halbrunden Straßenprofil ist, es gibt außer in vielen Kurven keine ebene Fläche. Also geht man immer schief und das ist für mein Gestell nicht besonders angenehm, da schmerzt schnell mal die Hüfte. Also laufe ich immer Zickzack den kurzen ebenen Abschnitten entlang. B

Bei solchen Abschnitten summe ich immer ein Lied mit schwungvollen Rhythmus dann läuft es sich gleich schneller. Es wird dann nur immer ein Ohrwurm drauß der mir dann nicht mehr aus dem Kopf will.

Gestern war es das Lied das mir meine Enkel zum Abschied auf Video aufgenommen haben. Töff, töff, töff die Eisenbahn…, da sind natürlich auch die dazugehörigen Bilder mit im Kopf. Es gibt also Schlimmeres und ich erinnere mich gerne. Allerdings war ich heute morgen schon bemüht mir eine andere Melodie zu suchen, sonst wirds doch eintönig.

Kirchen sind selten
ausgiebige Mittagsrast am See einschließlich einem Nickerchen

Schaut schön aus aber es bläst ein eisiger Wind und ohne Jacke geht nix.

Dann für die letzten 5km doch noch ein Wanderweg und dann gleich ein richtiger. Mit Seilversicherung, Stufen extrem steilen Auf -und Abstiegen und schönen Aussichten.

Heute mal kein Bild vom See, obwohl der Campingplatz an einem solchen liegt und ich ihn auch zwischen den Bäumen sehen kann. Dafür ein Bild vom Zeltplatz, der liegt in einem Waldgebiet.

E1 von Göteborg zum Nordkap

9. Tag 6.5.22 vom Stora Mögasjön nach Ulricehamn

Heute morgen war es sogar mir zu kalt um draußen zu frühstücken.  Ich habe es vorgezogen mit Jacke im Zelt zu sitzen. Windig, klamm, nebelig echt ungemütlich. Tatsächlich habe ich so rumgetrödelt das es 8.15 Uhr wurde bis ich loskam. Aber das Wetter schlug um und ein schöner sonniger Vormittag wurde daraus.

Ein Rastplatz, in dieser Hütte haben vor 150 Jahren noch Leute gewohnt

So schaut es aus wenn der Harvester sein Werk getan hat. 25 Sekunden für einen Baum. Absägen, entasten in 3 Abschnitte zersägen und  Stämme ablegen bzw Baumspitzen auf einen Haufen schmeißen.  Auch wenn ich weiß das diese Holz sinnvoll verwertet wird, es tut einem trotzdem leid wie schnell ein jahrzentelanges Baumleben zur Neige geht.

Darauf ist die Vorwärtsbewegung  schwierig

Die Buschwindröschen blühen einfach gar zu schön und in solchen Massen, da brauchts nochmal ein Foto

Wenn der Wegweiser nicht mehr steht wirds spannend

und die Navigationsapp kommt zum Einsatz.  Im Normalfall ist alles gut markiert, aber heute wurde es 2x recht spannend.  Noch dazu weil der Weg verlegt wurde und in meiner App noch der alte Verlauf, der nicht mehr begehbar war, eingetragen war. Allzuviel Zeit hat es nicht gekostet.

Leider waren ab Nachmittag der Weg und das Wetter nicht mehr besonders .

Der Himmel zog zu und der bekannt stürmische und kühle Wind setzten ein. Der Weg bestand aus 12km Straßen, teils Schotter meist Teer. Da bewegt es sich zwar deutlich schneller, man will es schließlich hinter sich bringen, aber Spaß machst nicht wirklich .

Das Ziel heute, ein Campingplatz an einem riesigen See, den Äsunden bei Ulricehamn. Von meinem Zelt aus sehe ich ihn allerdings nicht, ich kann nicht alles haben. Dafür eine warme Dusche. Der Wind pfeift immer noch, also verkrieche ich mich ins Zelt. Der Campingplatz liegt am Stadtrand neben dem Gewerbegebiet da ist es mit Bummeln und Ausgehen auch nichts.

Die höchsten Häuser der Stadt stehen am See

Seit Mittag laufe ich auch endlich nordwärts .