E1 von Göteborg zum Nordkap

105. Tag 10.8.22 von der Tjoarvihytta zur Tjallaneshytta

Ein kurzer Bericht 

Der versprochene Regen kam im vollem Ausmaß.  Zwischendurch war für 10 Minuten Pause, da gab es dorse zwei Bilder.

Auf mittlerer Höhe sollte man langgehen. Das habe ich verweigert.

Also Schuhe ausziehen und durch den See gehen. Da habe ich leider die Tiefe unterschätzt und meine Hosenbeine wurden von innen nass.

War aber egal, weil ich am Ende vom Schwitzen überall nass war. Eigentlich war es kalt und auf der Seite wo der Wind herkam war der Arm und die Finger schon kalt.

Diese Brücke war nichts für schwache Nerven, allerdings eher der Anblick.

Drüber zu laufen war nicht so unangenehm wie über die extrem wackeligen Hängebrücken
So schauts bei Regen aus
So war es die meiste Zeit

Die Hütte haben wir für uns allein. Dort  haben wir noch eine Fertigmischung für Waffeln gefunden und mangels Waffeleisen Pfannkuchen draus gemacht,  eine köstliche Nachspeise.  Sozusagen der Lichtblick des Tages.

Morgen hole ich auf dem Weg ein Versorgungspaket ab und gehen dann weiter in ein Hotel. Nach 10 Tagen endlich mal wieder eine Dusche.

E1 von Göteborg zum Nordkap

104. Tag 9.8.22 von Balvashytta zur Tjoarvihytta

Nachdem ich nicht immer jammern möchte wird der Tagesbericht mal anders aufgezogen.

Die Vorhersage lautete viel Wind und Regen

Ich war also froh über nur ca 2h Regen. Der Wind blies mir nur 3h von vorne entgegen. Die Tour dauerte nur 8h statt der gedachten 9h. Auf die 100 Bergrücken die ich rauf durfte folgten 100 Täler und da war eins gewiss. Dort erwartete mich immer Wasser. Entweder in Form von Bächen Flüssen, Sumpf oder Matsch.

Also keine bösen Überraschungen. Ich bekam 4 Brücken spendiert, eine durfte ich sogar nur anschauen, denn der markierte Weg führte 800 Meter entfernt daran vorbei und deshalb querte ich den Fluss durchs Wasser was insgesamt nur 3x nötig war. Der Rest war immer mit Trittsteinen oder großen Schritten möglich.

Meine Schuhe wurden erst nachmittags undicht. Einmal gab es für 10 Minuten ein Stück blauen Himmel zu sehen.

Von den 20km waren bestimmt 10km trockener Weg.

Da der Weg um den Ballvattnet See herumführte war die Aussicht auf Wasser und Berge immer gegeben

Eine spektakuläre Schlucht war zu sehen

Wir haben in der Hütte den einzigen Schlafraum ergattert. Die anderen müssen im Aufenthaltsraum schlafen.

Ich war auch heute mit Heidi unterwegs und manchmal konnten wir sogar lachen. Als wir nicht mehr konnten spendierte ich uns einen Becher heißen Kaffee. Danach schalteten wir den Turbo ein, was uns den privaten Schlafraum gesichert hat. Denn die nächsten kamen nur 10 Minuten nach uns.

Ich habe heute Netzempfang , kann also all die guten Neuigkeiten los werden.

Wenn ich mir was wünschen dürfte?

Mehr als 3 Minuten Sonne am Tag.

Aber ihr ahnt es?

Genau, für morgen und die nächsten Tage sind Regenfälle vorausgesagt. Deshalb habe ich meinen Plan geändert und werde nicht zelten, sondern gehe zu einer Hütte und übermorgen ins Hotel.

Laut einer Facebook Nachricht des norwegischen Wanderverbandes DNT Narwik war der Juli der Zweitnasseste seit 100 Jahren.

Nun ja, es hätte also auch noch schlimmer kommen können.