Europ. Fernwanderweg E1

71. Tag von Hohlengraben bis Feldberg 1190 Meter

Das Fleckchen Land mit dem Namen Hohlengraben besteht nur aus ein paar Häusern. Es erhielt seinen Namen durch Schanzen und Gräben. Die ersten wurden im 30jährigen Krieg geschaffen und immer wieder hergerichtet wenn Bedarf war. Das letzte Mal im zweiten Weltkrieg. Heute bedeckt gnädig ein Wald die Anlagen und alles fällt nicht mehr auf.

Der Felder, das ist der mit dem Turm drauf, da komme ich heute noch hin. Schaut noch weit entfernt aus.

Die Aussicht direkt neben dem Graben.

Das Wetter ein Traum, blauer Himmel trotzdem nur bis zu 22 Grad und fast stürmischer Wind. Dann durfte ich ein unfassbares Schauspiel erleben. Ich stand auf einer Anhöhe und sah zwei roten Milanen beim Fliegen zu, als aus der Senke noch mindestens zehn weitere aufstiegen. Für mich als Beobachter wirkte es so, als spielten sie mit dem böig wirbelnden Wind. Kreuz und quer, auf und nieder vollführten sie ihre Flugkünste. Unglaublich zum Zuschauen. Nach drei, vier Minuten war alles vorbei und die Vögel wieder in alle Richtungen verschwunden. Von weitem der Blick auf Hinterzarten mit der Skisprungschanze.

Hinab ins Tal zum Titisee.

Hinauf auf den Berg. Der Weg führt über mehrere Berge bergauf zum Feldberg. Da kam ich direkt unter den Sprungschanzen durch. Schaut schon gewaltig aus, wenn man daneben steht.

Wegränder gesäumt mit Blumen begleiten mich den Berg hinauf. Traumhaft!

In meinem Gasthaus gibt es heute nur noch eine Mutter mit Tochter als Gäste und so entkomme ich dem Rummel um das deutsche Aus bei der WM. Der Wirt, ein Holländer, hofft für sich und seine Kollegen darauf, daß die Deutschen jetzt wieder mehr Zeit für die anderen Dinge des Lebens haben. Sie, als Gastwirte, leiden sehr unter der WM, so seine Aussage.

Europ. Fernwanderweg E1

70. Tag von Wilhelmshöhe bis Hohlengraben

Mit neuem Schwung legte ich am Morgen los in der Hoffnung das heute alles besser laufen würde.

Als erstes verlief der Weg über Holzstege durch ein Hochmoor.

Der erste Berg, der Brend, bot mit seinem Turm einen neuen Ausblick. Zum ersten Mal waren sie zu sehen.

DIE SCHWEIZER ALPEN

auf dem Bild auch ????

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Der Günther Felsen mitten im Wald.

Teilweise führte der Weg neben der Hochstrasse entlang. Zu meinem Glück wird sie in diesem Abschnitt gerade mit einer neuen Teerdecke versehen. Also idyllische Ruhe. Ansonsten ist da ja schon eine Menge Verkehr.

Inzwischen bin ich ja im Hochschwarzwald immer auf ungefähr 1000 Meter über NN angekommen . Die Landschaft verändert sich fast unmerklich. Zwischen den Wäldern sind befinden sich die Bauernhöfe inmitten ihrer Wiesen. Getreideanbau ist kaum zu sehen. Kühe weiden draußen, teilweise läuten die Kuhglocken.

Hier gibt es jetzt noch einen Dank an meine Socken

Lange Zeit waren war wir allerbeste Freunde und keine Konkurrenz konnte euch etwas anhaben. Ihr hattet es nicht leicht mit mir und am Schluß ein wenig geschwächelt, aber noch tapfer durchgehalten. Täglich meine Füße wunderbar gewärmt und vor Sand, Tierchen und Tannennadeln geschützt und keine unangenehmen Gerüche verbreitet. Nach jeder Wäsche wieder wie neu und bereit für den Tag. Ihr wart mit das Beste was ich dabei hatte.

Für alle die es genau wissen wollen. Sie waren aus einem Gemisch aus Merinowolle, Seide und ein wenig Polyacryl. Sehr weich und fast unverwüstlich.