Europ. Fernwanderweg E1

78. Tag von Singen nach Engen

Ein gewittriger Tag.

Beim Aufbruch in Singen schien noch die Sonne und der Hohentwiel grüßte schon von weitem.

Dieses interessante Gebäude ist ein Museum

Art & Car

Weiter ging es durch den Stadtpark und auf den Hohentwiel. Dort befindet sich neben einer Burg, die Napoléon schleifen ließ, auch Deutschlands höchst gegelegenes Weingut. Zumindest steht es so am Eingang. Hier ist Vulkangegend und damit verbunden, gibt es etliche bizarre Berge und fast auf jedem steht eine Burg bzw. deren Reste.

Der Blick zurück auf Siegen.

Natürlich musste ich auf fast jeden Berg rauf. Das ist schon der nächste.

Kurz nach dem Aufbruch begann das Donnergrollen. Später sah ich auch die ersten Blitze und den schwarzen Himmel.

So langsam schlich sich ein mulmiges Gefühl ein, denn bei einem solchen Unwetter wollte ich zumindest ein Dach über dem Kopf. Das Ganze zog sich dann zwei Stunden hin. Kein Tropfen fiel, aber immer finsterer wurde es. Die Aussichten waren toll und ein paar Fotos gibt es trotzdem.

Und dann, als ich schon dachte es wird wieder heller, setzte der Regen ein und das Unwetter war nur noch zwei Kilometer weg. Im Tal lag ein Ort vor mir und ich hetzte den Berg hinab in der Hoffnung auf ein Bushäuschen oder Ähnliches. Vor lauter Eile hätte ich den super Grillplatz am Sportgelände fast übersehen. Ein Platz mit Dach und Bänken, was wollte ich mehr.

Jetzt wurde die Brotzeit ausgepackt und tief durchgeschnauft. Ich hatte es noch einigermaßen rechtzeitig geschafft. Im Trockenen zu sitzen und den wild gewordenen Elementen zuzuschauen, da war ich schon wieder entspannt.

Nach einer halben Stunde Pause und einem Nickerchen konnte ich wieder weiter.

In dieser Gegend stehen überall Obstbäume. Hauptsächlich Äpfel und Birnen. Teilweise sind die Birnbäume 10-12 Meter hoch. Alle tragen sie reichlich Früchte.

Der letzte Berg vor Engen, wieder ein Vulkan hatte es in sich. Schwül war es inzwischen und bis ich oben war, war ich klitschnass. Eine super Aussicht war die Belohnung.

Nach einem Abstieg kam ich in das Städtchen Engen. Hier noch ein paar Impressionen von der Altstadt.

Europ. Fernwanderweg E1

77. Tag von Güttingen nach Singen

Heute bin ich nur eine kurze Strecke unterwegs gewesen. Oberhalb des Zeller Sees verlief der Weg.

Fast die ganze Zeit begleitete mich Donnergrollen. Aber die Schleusen öffneten sich entweder vor oder hinter mir und ich bekam nur ein paar Tropfen ab. Dafür waren die Mücken extrem angriffslustig und meine Arme und Beine sind regelrecht zerstochen. Da bin ich froh um eines meiner Geschenke für meine Reise. Der Spitzwegerichbalsam wird dafür sorgen das bis morgen abend alles vergessen ist.

Interessant, ein Maisfeld mit einem Elektrozaun eingezäunt.

Wozu das wohl gut sein soll.

Den Nachmittag verbrachte ich mit einem Stadtbummel in Singen. Es ist eine junge moderne Stadt. Über allem trohnen eine Festungsreste auf einem Vulkanberg, dem Hohentwiel.