Europ. Fernwanderweg E1

86. Tag Mythen

Zuerst ging es mal von der einen Hütte zur nächsten. Von der Haggenegg zur Hexenegg. Fast auf gleicher Höhe.

Dort habe ich nachgefragt, ob ich schon einen Teil meines Gepäcks deponieren darf. Ich wollte nicht mit dem komplett vollen Rucksack den großen Mythen raufklettern. Ich durfte und so maschierte ich nur halb beladen los. Für das, das heute ein Werktag ist, sind eine ganze Menge Leute unterwegs. Es ging in Serpentinen steil den Berg, der eigentlich ein Fels ist, hinauf. Herzklopfen hatte ich schon. Aber ich habe es geschafft. Runter gehen fand ich dann nicht so schlimm, da gibt es auch ein paar Fotos dazu.

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Gipfelaussicht, ganz klar war es nicht. Trotzdem beeindruckend.

Das ist der kleine Mythen. Er besteht aus drei Gipfeln. Einen Zwischenmythen hast es auch noch.

Da der Ausflug nicht so lang gedauert hat wie ich dachte, habe ich noch eine Wanderrunde um den großen Mythen herum über den Zwischenmythen unternommen. Was in Summe dann doch ganz schön Höhenmeter waren.

Abends zeigte sich der Hüttenwirt extrem aufmerksam. Außer mir war noch eine ganze Gruppe da. Er hat sich ausgiebig mit mir unterhalten, damit ich nicht so eisam rumsitze.

Gemsen bekam ich gezeigt, sogar ein Fernglas dazu weil sie weiter weg ästen.

Das späte Abendrot am nächsten Berg, der deswegen übersetzt „der rote Fluch „heißt. Manchmal betrifft es den ganzen Hang. So war es auch schon sehenswert. Ein ganzes Menü weil die Gruppe eines gebucht hat, da fielen Portion auch mit ab.

Besser kann es einem einfach nicht gehen.

Europ. Fernwanderweg E1

85. Tag von Einsiedeln nach Haggenegg

Heute eine absolut entspannende Etappe. Ist auch gut so, denn es plagt mich schon seit vier Tagen eine Erkältung. Aber es wird besser.

Praktisch immer bergauf, erst die letzten Kilometer wurde es steil.

Das Gelände wird erkennbar alpiner.

Außerdem möchte ich morgen eine Bergtour auf den großen Mythen unternehmen. Der große und der kleine Mythen sind die Wahrzeichen des Kantons Schwyz beide über 1800 Meter hoch. Angeblich in Serpentinen hinauf ohne größere Schwierigkeiten zu gehen. Wenn es mir zu heiklig wird kehr ich um. Das Wetter soll ab morgen wieder sonnig und klar werden und da hätte ich etwas von der Aussicht.

Ich übernachte heute auf der Haggenegg, ein Paß auf 1414 Meter Höhe mit traumhaftem Ausblick, auch wenn die Sicht nicht besonders war. Der See im Tal ist der Vierwaldstädter See. Für die Jakobsweg Pilger ist das der höchste Punkt nördlich der Pyrenäen.

Jetzt der aktuelle Ausblick aus meinem Schlafzimmer um 22.00 Uhr.

Die Lichter im Tal sind der Ort Brunnen, da komme ich übermorgen vorbei.