E1 von Göteborg zum Nordkap

6. Tag 3.5.22 vom Abborrsjön zum Mölnesjön

Sozusagen von einem Ser zum anderen, aber so ist die Wasserversorgung am einfachsten sicherzustellen.

Die Nacht im Unterstand war erstaunlich entspannt, der Wind ist spät Abends fast eingeschlafen, sodass ich bekleidet mit Mütze und langärmeligen Teilen warm und bis zur Nasenspitze eingekuschelt in meinen Schlafsack friedlich geschlummert habe bis…

Ja bis mich diese zwei Gesellen mit ihrem ohrenbetäubenden Rufen um 4 Uhr geweckt haben.

Danach war nicht mehr viel mit Schlafen da der Wind sich wieder stürmisch gemeldet hat. Dafür gibt es ein paar schöne Sonnenaufgangsbilder

und dafür musste ich nicht aus meinem Schlafsack raus, sonst hätte es keine gegeben.

Denn das Aufstehen war der reine Willensakt bei der Kälte.

Ein warmer Kaffee und Porridge wärmten auf und kurz vor acht bin ich dann losgestiefelt.

Bei diesem Belag bin ich um meine festen Wanderschuhe froh

Ansonsten könnten viele Aufnahmen auch aus dem Alpenraum stammen

Eine hart verdiente Aussicht, aber sie war es natürlich wert
Meine heutige Aussicht

Um 14.30 Uhr war ich am Ziel. Da ich morgen auf einem Campingplatz nächtigen möchte, war hier der richtige Platz gefunden. Fast windstill in der Nachmittagssonne habe ich den heutigen Tag gemütlich im Sonnenschein bei Vogelgezwitscher, einer Tasse Kaffee und Müsliriegel genüsslich ausklingen lassen. Nur der Liegestuhl und der Masseur haben gefehlt, meine Schultermuskulatur mekkert ein bisschen. Aber das wird auch noch, ansonsten gehts mir erstaunlich gut.

E1 von Göteborg zum Nordkap

5. Tag 2.5.22 vom Langetjärn zum Abborrsjön

In der Nacht bin ich vor Kälte aufgewacht. Dann kam meine langes Merinoshirt und die lange Merinohose samt Socken zum Einsatz und schon war es wieder kuschelig warm. Nur hatte ich dann Bedenken was ich mache wenn es mal wirklich kalt wird. In der Früh beim Aufstehen hat sich das dann geklärt. Leichter Raureif lag auf der Wiese da darf mir schon mal kalt werden.

Der quasi Ruhetag mit dem Ende gegen 14.30 Uhr gestern, hat mir gut getan. Heute morgen ging gleich alles leichter und der Muskelkater hat sich auch verabschiedet. Bis jetzt war ich in naturbelassenen Wälder mit vielen Eichen, Birken und wenig Nadelbäumen unterwegs. Im Laufe des Tages wandelte dich das zu einem Nutzwald, hauptsächlich Nutzwald mit Nadelbäumen bepflanzt. Auch die ersten Siedlungen kamen in Sicht und meine erste Einkaufsmöglichkeit in Hindas. Natürlich habe ich mir gleich mal frisches Obst, Semmeln, Käse und eine Limo zum sofortigen Verzehr gegönnt. Ansonsten für die Reise Kaffeepulver, auf das Koffein in der Früh kann ich schlecht verzichten. Das ist wohl die Macht der Gewohnheit, der Kreislauf kommt einfach schneller in Schwung. Dann noch Couscous für meinen Vorrat an Soßen und das wars. Mehr will ich nicht schleppen.

Heute war es den ganzen Tag sehr windig und wenig Sonne, da war ich um meine warme Kleidung froh, ohne Jacke, Stirnband und Buff ging nichts.

Witzig fand ich die Trabstrecke, der Boden war dafür wohl nicht immer vorteilhaft.

Begegnet sind mir keine Traber nur am Pferdegestüt bin ich noch vorbeigewandert.

Interessant fand ich auch den höchsten Berg. Scheinbar schon sehr lange besiedelt . Unglaublich viele Abgrenzungen aus Steinwällen, die auch heute noch als Grenzen dienen nur halt zusätzlich mit Elektrozäunen versehen.

Leider kommt die smaragdgrüne Farbe nicht richtig rüber, lange Zeit hat mir diese Schönheit für ein Foto nicht gelassen.

Heute schlafe ich in einem Unterstand am See mitten im Wald. Der Wind bläst immer noch ordentlich und für das Zelt findet sich einfach keine einigermaßen ebene Fläche. Bin gespannt wie es wird.

Der Ausblick aus meinem Schlafplatz

Super gemütlich schauts nicht aus, aber es passt schon