E1 von Göteborg zum Nordkap

10. Tag 7.5.22 von Ulricehamn zum Jogen Nähe Aras kvarn

Heute morgen habe ich zum ersten Mal mein Innenzelt mit sämtlichen Habseligkeiten zusammengepackt ohne sozusagen vor die Tür zu gehen. Draußen hats geregnet und natürlich sollte nichts nass werden. Hat super geklappt. Am Schluss nur noch das nasse Außenzelt extra in einen wasserdichten Packsack gesteckt und alles war trocken verstaut. Ich bin schon 1h länger liegen geblieben weil ich von der Vorhersage wusste, der Regen würde im Laufe des Vormittags aufhören. Frühstück gabs dann in einem kleinen Pavillon am Campingplatz, also im Trockenen und windgeschützt. Bis ich fertig war, hat sich der Regen auch verzogen.

Wieder ziemlich windig heute

Gleich neben der normalen Tankstelle, das muss bei uns noch werden
Zwei kleine Rasthütten, nicht zum Schlafen
So wars heute fast immer
Zwerg Goldstern, ein wirklich passender Name
Heute mal weitläufige Landschaften
Ich musste mir den Weg glücklicherweise mit niemandem teilen

Man beachte, in Schweden , die Abstandshalter gelb blau nicht rot weiß

Entweder Teer, Schotter oder feinster Kies fast Sand, also unglaublich staubig und monoton zu laufen. Die Autos sind alle wirklich dreckig und benutzen scheinbar niemals ihren Heckscheibenwischer. Raussehen können sie hinten auf jeden Fall nicht.

Dafür dann der bisher schönste Übernachtungsplatz, einfach ein Traum. Unglaubliches Vogelgezwitscher, idyllische Landschaft, alle Stunde mal ein Auto in der in einiger Entfernung vorbeilaufenden Schotterstraße.

Ein Unterstand mit Holzbänken und Tisch und natürlich einer Grillstelle. Werden im Sommer wohl von Fischern die alles gebaut haben benutzt. Jede Menge Boote liegen daneben.

E1 von Göteborg zum Nordkap

9. Tag 6.5.22 vom Stora Mögasjön nach Ulricehamn

Heute morgen war es sogar mir zu kalt um draußen zu frühstücken.  Ich habe es vorgezogen mit Jacke im Zelt zu sitzen. Windig, klamm, nebelig echt ungemütlich. Tatsächlich habe ich so rumgetrödelt das es 8.15 Uhr wurde bis ich loskam. Aber das Wetter schlug um und ein schöner sonniger Vormittag wurde daraus.

Ein Rastplatz, in dieser Hütte haben vor 150 Jahren noch Leute gewohnt

So schaut es aus wenn der Harvester sein Werk getan hat. 25 Sekunden für einen Baum. Absägen, entasten in 3 Abschnitte zersägen und  Stämme ablegen bzw Baumspitzen auf einen Haufen schmeißen.  Auch wenn ich weiß das diese Holz sinnvoll verwertet wird, es tut einem trotzdem leid wie schnell ein jahrzentelanges Baumleben zur Neige geht.

Darauf ist die Vorwärtsbewegung  schwierig

Die Buschwindröschen blühen einfach gar zu schön und in solchen Massen, da brauchts nochmal ein Foto

Wenn der Wegweiser nicht mehr steht wirds spannend

und die Navigationsapp kommt zum Einsatz.  Im Normalfall ist alles gut markiert, aber heute wurde es 2x recht spannend.  Noch dazu weil der Weg verlegt wurde und in meiner App noch der alte Verlauf, der nicht mehr begehbar war, eingetragen war. Allzuviel Zeit hat es nicht gekostet.

Leider waren ab Nachmittag der Weg und das Wetter nicht mehr besonders .

Der Himmel zog zu und der bekannt stürmische und kühle Wind setzten ein. Der Weg bestand aus 12km Straßen, teils Schotter meist Teer. Da bewegt es sich zwar deutlich schneller, man will es schließlich hinter sich bringen, aber Spaß machst nicht wirklich .

Das Ziel heute, ein Campingplatz an einem riesigen See, den Äsunden bei Ulricehamn. Von meinem Zelt aus sehe ich ihn allerdings nicht, ich kann nicht alles haben. Dafür eine warme Dusche. Der Wind pfeift immer noch, also verkrieche ich mich ins Zelt. Der Campingplatz liegt am Stadtrand neben dem Gewerbegebiet da ist es mit Bummeln und Ausgehen auch nichts.

Die höchsten Häuser der Stadt stehen am See

Seit Mittag laufe ich auch endlich nordwärts .