E1 von Göteborg zum Nordkap

18. Tag 15.5.22 von Skackastugan zu Stora Kalven

Heute war ein richtiger warmer Tag mit überwiegend blauem Himmel.  Das galante Lüftchen begleitete mich, war aber heute eher willkommen als sonst. In der prallen Sonne hatte es bestimmt 25°C.  Aber da ich die meiste Zeit im Wald unterwegs war, war heute ein optimaler Wandertag.

Morgenstimmung

Der Weg führte durch Forsvik. Eigentlich eine kleines Dörfchen, aber historisch ein unglaublich interessanter Ort.

Hier führt der Gotakanal durch und die Schleuse wird immer noch benutzt.  Die Anfang des 19. Jhrd. Gebaute  Klappbrücke steht offen da  und funktioniert noch. Daneben haben sie eine neue gebaut. Ich die 2 Infotafel abfotografiert.  Wen es interessiert liest sich das durch.

Dann hat Forsvik auch noch eine sogenannte Bruck. Das ist ein schwedischer Ausdruck der sich nur schwer übersetzten lässt. Hier wurde die Wassekraft genutzt. Anfang des 15. Jhrd. als Hammerschmiede, später als Gießerei und danach als Papierindustrie. Eine 500jährige Geschichte bis Mitte des 20. Jhrd. wurde hier geschrieben. Schon sehr bald nach Gründung bauten die Besitzer Häuser für die Arbeiter mit ihren Familien. Inzwischen steht alles unter Denkmalschutz und wurde um die Jahrtausendwende restauriert. Eine kleine Ausstellung im alten Bezriebsgebäude zeigt die Entwicklung durch die Jahrhunderte. Die Arbeiterhäuser werden immer noch bewohnt.

Das erste Betriebsgebäude
Hier finde ich das hölzerne wasserrohr interessant
Arbeiterhäuser

Hier gab es sogar eine kleine deutsche Leihbroschüre, sodass ich alles gut nachvollziehen konnte.

Tolle Farbe im Sonnenlicht
Kiefernast
Der Obstbaum blüht noch
Sogar eine Kraxelei war dabei

Die offizielle Streckenlänge ab Forsvik waren mit ca 10km angegeben. Die Wegeführung war allerdings so verschlungen, gefühlt wurde jeder Baum, Wurzelstock oder größerer Felsbrock einzeln umrundet. Für einen dermaßen in engen Bögen führender Schlangenlinienkurs eine korrekte km Angabe zu bestimmen dürfte schwierig sein. Zeitmässig war es aufwändig, dafür aber sehr abwechslungsreich.

Heute befindet sich mein Lagerplatz zwischen zwei Seen.

Schlafpatz mit Seeblick

und eigenem Badesteg, den ich aber nur für ein Fußbad benutzt habe

E1 von Göteborg zum Nordkap

17. Tag 14.5. Vom Röasjön zur Skackastugan am Bottensjön

Die vergangene Nacht war regnerisch und wenns schon sein muss dann ist das die beste Zeit dafür. Ich habe bis jetzt echt Glück gehabt, wenn es losgelegt hat, dann erst wie ich im Zelt oder anderweitig gut untergebracht war. In der Früh wars rum und das Zelt wurde auch fast trocken bis ich los gegangen bin. Heute war wieder ein wildes Wolkenspiel geboten. Durch den immer noch heftigen Wind fliegen sie nur so dahin.

So sah es hinter mir aus, da war das eindeutig schlechtere Wetter

Überhaupt ist es ab und zu von Vorteil wenn man auch zurück schaut, sonst verpasst man die tollsten Aussichten.

Zur Seite
Nach vorne
Zurück,
das ist wieder der Vättern an dem laufe ich ja schon einige Tage entlang. Bis auf Hjo immer mit gehörigem Abstand

Heute war ein Großteil des Abschnittes nur schmale Trampelpfade, da bin ich dann nicht so schnell.  Macht ja nichts, ich habe Zeit und Muße.

Dadurch lässt sich aber manch Unscheinbares entdecken

Blühender Sauerklee,  Duftveilchen in riesiger Anzahl und die winzigen Pilze. Für die musste ich mich auf den Boden knien, da ist das Aufstehen mit dem Rucksack durchaus anstrengend.

Während der Etappe war ich für die nächste 4 Tage Proviant einkaufen,  da erhöht sich das Rucksackgewicht deutlich. Zum ersten Mal bin ich nicht an den Süßigkeiten vorbei gegangen,  eine Packung Lakritz fand den Weg zu mir. Auf die große Auswahl im Norden habe ich mich schon von zu Hause aus drauf gefreut. Das ist bei uns  im Süden unseres Landes nicht so leicht zu finden.

Auch heute habe ich mein Zelt in der Nähe eines offenen Unterstand aufgeschlagen. Ganz so abgeschieden wie sonst oft ist es hier nicht. Etliche Ferienhäuser sind am See entlang gebaut und zwei Spaziergänger sind schon vorbei gekommen.

Mitten unter Kiefern und Blaubeeren. Diese hier sind schon grün und die Früchte hängen auch schon dran

Der traditionelle Blick auf den See