E1 von Göteborg zum Nordkap

36. Tag 2.6.22 von Björsjö nach Smetjebacken

Gestern Nachmittag erzählt mir meine Wetterapp das es wolkig bis sonnig wird. Heute morgen diese Bild

trüb aber geht noch

Um sieben war ich startklar und mach 150 Metern fing es das Nieseln an. Söso Rucksack wieder runter Regenjacke raus, ja und dabei blieb es. Von wegen sonnig bis wolkig. Beim Nachchecken des Wetters wurde nur noch Regen bis nachmittags angezeigt.

Eine überaus einfallslose Etappe stand an. Erst um den See rum, das war noch das Schönste. Danach ein Forstweg

Na ja und dann 8km unter oder neben der Hochspannungsleitung.

Über Berg und Tal, immer geradeaus . Miiten drin traf ich Anja wieder und die letzten 3km unter der Leitung gingen wor gemeinsam. Beide haben wir uns ein festes Dach über den Kopf gebucht, nur bei verschiedenen Unterkünften. Der Vorteil so eine Strecke hat was Meditatives und ich war ganz schön schnell. Mittag um 12 Uhr war ich schon da, trotz der 22km, kaum zu glauben. Mein heutiges Lied im Kopf „Azurro“, wenn schon keine Sonne dann halt in Gedanken der blaue Himmel. So früh konnte ich noch gar nicht in meine Unterkunft, aber hier war endlich mal ein geöffnetes Café und bei einem Stück Kuchen bleibt es bei mir auf dieser Wanderung nicht.

Dann habe ich die Küche in meinem Vandrerheim begutachtet und beschlossen

ICH KOCHE HEUTE SPINATKNÖDEL

Dann gleich zum Einkaufen um die Ecke, danach duschen und kochen.

Inzwischen liege ich vollgefuttert auf dem Bett. Die Sonne überlegt sich gerade ein paar Strahlen zu schicken, damit ich nicht vergesse, dass sie auch noch da ist. Mehr gibts heute einfach nicht zu vermelden.

E1 von Göteborg zum Nordkap

35. Tag 1.6.22 Von Kloten nach Björsjö, Badestrand

Ich war richtig froh heute Nacht ein festes Dach über dem Kopf und ein warmes Bett zu haben.  Eigentlich hat es noch die ganze Nacht geregnet. Morgens ein gutes Frühstück serviert zu bekommen ist auch nicht zu verachten. So gestärkt ging ich um acht in voller Regenmontur los. Es regnete nicht mehr stark aber stetig. Heute lief es wie ausgewechselt, warum das gestern so ein Fiasko war, kann ich mir nicht erklären. Egal, Hauptsache es mit einem schlechten Tag getan.

sehr selten, Steinhäuser
Riesige Kreuzung, Teerstraßen sind die Ausnahme

Kurz vor dieser Kreuzung kam ich an einem Haus mit freilaufendem Hund vorbei. Eine Schäferhund Promenademisching, deutlich größer als ein Schäferhund. Morz Gebell aber sein Herrchen rief ihn von der Tür aus in Unterhemd und kurzer Hose zur Ordnung. 300 Meter weiter war eine Bank, da machte ich eine kurze Trinkpause. Scheinbar wohl recht üblich, denn jetzt kamen Hund mit ausgehfeinem Herrchen vorbei und quetschten mich regelrecht aus. Er war schon am Bodensee in Urlaub. Dann erzählte er mir noch das er bei einer Gruppe mitarbeitet, die versucht gegen die großflächigen Rodungen etwas zu unternehmen. Ist scheinbar ein heißes Thema in Schweden. Rein theoretisch wäre es staatlich reguliert, aber es klappt wohl nicht alles wie es soll. Mit Holz lässt sich im Moment halt viel Geld verdienen und er war erbost und resigniert das sich so schwer etwas erreichen lässt.

Wild schauts aus, aber es regnet seit kurz vor Mittag nicht mehr, der Wind ist stürmisch und treibt die Wolken vor sich her, sodass sie keine Zeit zum Abregnen haben

Hier wurde extra für die Wanderer gemäht, welch ein Luxus.

Ich weiß nicht ob man die Goldammer erkennt.

Die Vögel fliegen deutlich näher an einem vorbei, oder später weg. Mit einer guten Kamera wären tolle Bilder möglich. Überhaupt habe ich schon jede Menge verschiedener Spechte beobachtet, den Kuckuck höre ich seit Wochen fast den ganzen Tag und auch so ist viel Gezwitscher zu hören.

Kurz vor Björsjö beginnt ein neuer Wanderweg, der Smeleden. Er soll nicht so gut ausgebaut und markiert sein wie die bisherigen Wege. Auch aufcden europäischen Fernwanderweg, ein Hinweis.
Die Beschilderung führte zu dieser Brücke, bloß drüber kam man nicht.

Na ja, die Straße war nicht weit entfernt und der Umweg hielt sich in Grenzen.

Kurz hinter dem Ort gibt es am See einen Badestrand, den ich als Zeltplatz wähle. Wie ihr seht, sogar blauer Himmel ist zeitweise zu sehen.

Heute bin ich einige Kilometer mehr in der gleichen Zeit wie gestern gelaufen. , so war ich am Nachmittag da und konnte meine Schuhe noch ein wenig in die Sonne zum Trocknen stellen damit sie morgen vielleicht nicht mehr ganz so nass sind.