E1 von Göteborg zum Nordkap

48. Tag 14.6.22 von der Smågankojan nach Sälen 670 m Höhe

Heute ist es schwierig zu beschreiben wo ich zelte. Ein riesiges Skigebiet, es gehört noch zu Sälen. Der Ort liegt im Tal auf 350 Meter. Der Beginn des südlichen Kungsleden beginnt am Hägfjallhotel das ist noch gut 1km und 130 Hm entfernt. Hunderte von Ferienhütten gibt es hier. Eigentlich ist es ein Feuchtgebiet. Fast alle haben riesige Holzterrassen und keinen Garten max noch der Parkplatz fürs Auto. So findet sich halt auch nicht wirklich ein Stellplatz fürs Zelt. Um diese Jahreszeit ist alles ziemlich verlassen. Wenn man aber denkt die paar Hotels die überhaupt offen haben wären günstig weil so gut wie keiner da ist, der täuscht sich. Das war mir einfach zu viel und so habe ich neben einem Wanderweg der so wie es ausschaut eh nicht begangen wird auf niedrigen Blaubeersträuchern mein Zelt aufgestellt. Wasser gibt es, das ist immer wichtig. Der Rest vom Vasaloppsleden war tatsächlich noch anstrengend mit vielen steilen Auf und Abs. Am Schluss lief man wieder auf der Originalroute die auch die Langläufer absolvieren. Nach 87km ist man am höchsten Punkt 528 Meter und 1,5km später mit 4x 90° Kurven auf 350 Meter im Tal. Das müssen die auf ihren schmalen Latten absolvieren und dann noch 1,5km Zielsprint. Dieses Jahr waren es fast 16000 Teilnehmer, das muss ein Spektakel sein.

Da musste ich erst ins Tal um dann darauf zu marschieren

Schon mal zur Vorwarnung.

Es wird jetzt wahrscheinlich nicht mehr jeden Tag einen Bericht geben. Ich komme ins Gebirge, hier heißt das Fjäll und erst am Sonntag wieder an eine Steckdose. Also muss ich mit dem Strom sparen. Für 10 Tage laufe ich jetzt entlang der schwedisch-norwegischen Grenze auf dem südl. Kungsleden (zu Deutsch: Königsweg). Natürlich musste ich auch für 10 Tage Proviant einkaufen. Das trägt sich den Berg rauf dann schon mühsamer. Aber inzwischen bin ich fit und es schafft mich nicht mehr so wie am Anfang

E1 von Göteborg zum Nordkap

47. 13.6.22 Tag von Tennängskojan zur Smågankojan

Tatsächlich habe ich heute länger geschlafen und bin erst um kurz vor sieben aufgestanden. Mark ist eine richtig nette Quasselstrippe und so hatten wir ein unterhaltsames Frühstück zu zweit. Anfangs war ich mir überhaupt nicht sicher wie weit ich heute laufen wollte. Das Wetter hat es dann entschieden. Der Vasaloppsleden geht bis zum Ort Sälen, das wären 29km gewesen. Ich habe nach 19km bei det letzten Hütte Schluss gemacht. Die Regenwolken waren im Anmarsch. Tatsächlich waren es heute zum größten Teil Wanderpfade die zu absolvieren waren. Der Weg verläuft nicht neben der Loipe und die kontinuierlichen Kilometerangaben haben mir fast gefehlt, ich fand sie echt motivierend.

geheimnisvolle Stimmung
Flechtenmuster auf Felsen
Funktionstüchtige Mühle, sie wird nur 1x im Jahr, am Heimattag in Betrieb genommen
lange, bequem zu gehende Bohlenwege
Ydie Schneise läsdt es erkennen, hier kreuzt die Langlaufloupe
Schön schaut so ein gerodetes Stück nicht aus, die dunklen Wolken sind auch schon im Anmarsch

Die letzten 4km waren dann breite Schotterstrassen und dafür war ich tatsächlich dankbar. Da bin ich praktisch doppelt so schnell und so langsam wollte ich doch ein Dach über dem Kopf. Es gibt einen Wanderverein für den Vadaloppsleden der die Hütten betreibt und instand hält. Die Benutzung kostet knapp 5€ und als Ausländer zahlt man an der Endstation. Das läuft auf Vertrauensbasis. Scheinbar wurden dir Hütten, meist liegen Straßen nicht so weit entfernt auch schon von Autofahrern und ausländischen Gastarbeitern genutzt. Es hängen überall Hinweise das sie nur für die Wanderer da sind.

Der Ofen schaut winzig für den großen Raum aus, aber er verbreitet eine gemütliche Wärme
So hats dann geregnet, von drinnen in der warmen Stube lässt sich das entspannt beobachten
Abendstimmung