E1 von Göteborg zum Nordkap

86. Tag 22.7.22 von der Tjåkkelestugan zur Åtnikstugan

Ein trockener Tag, juchu.

Der Weg war gut zu gehen und schon um kurz nach zwei war ich bei der Hütte. Dort traf ich auf drei Angler beim Mittagessen. Das ist jetzt schon die zweite Gruppe die mir erzählt das sie sich mit ihrem ganzen Equipment per Hubschrauber herfliegen lassen und ein paar Tage bleiben

Diese hier, haben die Hütte nur zwecks dem Ofen und der Einrichtung genutzt. Zu dritt haben sie zwei Fische mittels Fliegenfischen am Vormittag gefangen und davon haben sie mir einen geschenkt. Der wurde dann gleich küchenfertig ausgenommen, sodass ich mir den sofort anbraten konnte. Ein Traum! Brot und Butter bekam ich auch noch.

Super lecker

Dann tauchte noch eine große Wandergruppe mit 14 Leuten auf. Interessante Gespräche hatte ich da und ich bekam noch eine Führung zum Bestaunen der vielen teilweise extrem teuren Zelte und Rucksäcke. Einige von ihnen konnten ganz gut deutsch und so war es ein buntes Durcheinander zwischen englisch, deutsch und schwedisch weil nicht in jeder Sprache der geeignete Wortschatz zur Verfügung stand. Wir kamen super zurecht und gür mich war es leichter viel zu erzählen. Ein schöner unbeschwerter Abend.

E1 von Göteborg zum Nordkap

87. Tag 23.7. Von Åtnikstugan zur Hochebene in der Nähe vom Råaktjoenjaevrie

Ich bin wieder zurück in Norwegen auf der Originalroute. Von der Hütte aus immer Richtung Westen durch das Tal.

Rentierzaun
Grenzstein, die Norweger begnügen sich mit Holzpflöcken

Auf norwegischer Seite war es mit der Markierung vorbei, aber der Pfad war trotzdem gut zu erkennen. 5km nach der Grenze dann der Richtungswechsel nach Norden, immer den Berg hinauf. Die meiste Zeit nicht sehr steil aber bis auf knapp 1100 Meter. Hier habe ich auch mein Zelt im Windschatten von Felsen aufgeschlagen. Unterwegs traf ich tatsächlich einen Fernwanderer der vom Nordkap nach Süden unterwegs ist und mir von zwei Deutschen die Richtung Norden unterwegs sind erzählte. Dann kam eine spannende Überfahrt, laut Karte eine Hängebrücke. In Wirklichkeit eine Seilwinde mit Boot an dem man sich selber ans andere Ufer holte. Jkappte echt gut, habe nur nicht gleich am richtigen Seil gezogen. Das alles unter den wachsamen Augen eines Anglers auf seinem Boot der mich dann nebenbei auch noch über meine Wanderung ausfragte.

Danach immer weiter bergauf, teilweise habe ich wieder mal die Markierungen nicht gefunden und dadurch einige Umwege in Kauf nehmen müssen. Mir Hilfe der Offline Karten auf meinem Smartphone war ich aber bald wieder zurück auf dem Weg.

Immer entlang des Wasserfalls, der weiter oben zu queren war

Im Schatten von teilweise noch schneebedeckten Hängen steht mein Zelt. Auch heute hat es nicht geregnet, die Sonne war allerdings auch nicht zu sehen.