Europ. Fernwanderweg E1

46. Tag von Kirchen nach Burbach

Richtig packen will gut überlegt sein. In diesem Fall schichtet Alfons zum vierten Mal um.

Aber dann ist alles endgültig entschieden und es kann losgehen. Zuerst fahren wir mit dem Auto nach Kirchen. Dort bleibt es jetzt einige Tage stehen. Natürlich geht es die nächsten drei Kilometer ordentlich bergauf und uns wird warm, was ja angenehm ist, denn der Himmel ist bedeckt und die Temperaturen bewegen sich nur um die zehn Grad.

Der steile Bergweg ist gleichzeitig ein Kreuzweg und führt zum sogenannten Druidenstein. Obendrauf und daneben ein Kreuz, damit der Okkultismus nicht die Oberhand gewinnt.

Heute liegt tatsächlich mal ein größerer Ort auf dem Weg und wir steigen nach Herdorf ab. Unten angekommen setzen wir uns zu einem Espresso und im selben Augenblick fängt es an zu schütten.

Wir sind richtig froh über unser Glück im Trockenen zu sitzen und genießen die Pause.

Danach geht es über einen Bremsberg schnurgerade den Berg hinauf. Wir sind noch im Sauerland der Wittgensteiner und die Spuren des Bergbaus sind überall zu sehen.

In diesem Fall führt der Weg zu einer Bergkuppe die um 1920 als Steinbruch genutzt und deshalb vierzig Meter abgetragen wurde.

Zum Materialtransport wurden Schienen nach oben verlegt . Die vollen Förderwägen rollten nach unten, mussten abgebremst werden und im Gegenzug wurden die Leeren nach oben befördert. An diesem Berg waren die Gleise einspurig und nur an den Ausweichstellen zweispurig verlegt.

Verschiedene Gesteinssorten wurden gefördert. Wassersteine für den Deichbau in Holland und Steine für den Innenausbau von Hochöfen, sowie Pflaster.

Leider war uns der Wettergott nicht wohlgesonnen und es regnete den ganzen Nachmittag.

Wir kamen noch durch ein Waldgebiet in dem wir bestimmt dreißig Waldameisenhügel gesehen haben. Alle mit einer Höhe von mehr als 80 cm.

Sehr beeindruckend und ein unvorstellbares Gewimmel.

Unseren Zielort Burbach liegt abseits des E1, da wieder einmal die einzige zur Verfügung stehende Unterkunft am Fuchskaute keine freien Zimmer zu bieten hatte.

Europ. Fernwanderweg E1

45. Tag von Siegen nach Kirchen an der Sieg

Trübes Wetter, damit beginnt unser erster gemeinsamer Wandertag. Wir haben die recht lange und mit vielen Höhenmetern versehene Etappe geteilt, damit der Spaß für meinen Mann nicht gleich am ersten Tag vorbei ist.

Am Ende der Tour sind wir mit dem Zug nach Siegen zurück gefahren und wollten hier den Abend bei einer Open Air Veranstaltung in der Fußgängerzone ausklingen lassen. Leider setzte Regen ein und wir verkürzten den Plan.

Heute habe ich richtig Lehrgeld bezahlt. Alfons hat meine hohen, eingelaufenen Wanderschuhe mitgebracht. Da die bis jetzt benutzten schon ziemlich gelitten haben. Aber über den Tag wurden die Schuhe zu eng und meine Füße sind richtig beleidigt und haben auch noch offene Stellen bekommen. Die Schuhe kommen also gleich wieder ins Auto und vorerst wandere ich mit den Alten weiter.

Von untetwegs gibt es nur ein Foto von einer Wiese voll mit Fingerhut.

Abends haben wir festgestellt das wir uns jede Menge Zwecken eingefangen haben. Da wollen wir mal hoffen das nichts nachkommt.

Wir haben trotz Regens ein paar Bilder von der Innenstadt einzufangen versucht. Die teilt sich in Ober -und Unterstadt. Unten verläuft die Sieg, zu der sogar breite terassenartige Stufen hinabführen und zum Hinsetzen und Verweilen einladen.

Die Unterstadt wird eindeutig bevorzugt. Ansonsten prägen steile Hänge das Stadtbild in der Oberstadt und die Geschäftsleute können draußen nichts aufstellen.