Europ. Fernwanderweg E1

50. Tag von Montabaur nach Nassau

Heute bin ich wieder alleine unterwegs. Alfons holt das Auto und fährt es voraus nach Oberursel. Meine Etappe führt mich nach Nassau. Die meiste Zeit unterwegs dich lichte, menschenleere Buchenwälder.

Bei den Temperaturen eine Wohltat.

Noch immer sind fast keine Wanderer unterwegs, obwohl auf der Route des E1 auch der Westerwaldweg verläuft. Das ist im übrigen meistens so, das viele markierte Wege zeitweise gleichzeitig auf der gleichen Strecke verlaufen.

Ab und zu ein Ausblick über die Landschaft, viele bewaldete Berge.

Das ist der Blick zwei Kilometer vor meinem Ziel. Von Nassau nichts zu sehen. Das heißt, es wird steil bergab gehen

Das war dann auch so. Leider sind diese Wege meistens sehr schmal und rutschig und dadurch recht anstrengend zu gehen.

Die Burg zu Nassau wurde 1128 erbaut. Die Nachkommen regieren noch heute. Nämlich in den Niederlanden und Luxemburg . Wilhelm III war Regent der Niederlande und gleichzeitig auch König von Großbritannien. Ihm zu Ehren erhielt die Hauptstadt der Bahamas den Namen Nassau.

Die Firma Leifheit hat ihr ihren Sitz. Der Inhaber ist hier Ehrenbürger und begegnet einem mit zahlreichen gestifteten Skulpturen auf öffentlichen Plätzen.

Das Städtchen liegt an der Lahn und der gleichnamige Radweg wird gut genutzt.

Europ. Fernwanderweg E1

49. Tag von Dreifelden nach Montabaur

Gemütlich am See entlang bei diesiger Sicht starten wir in den Tag.

Wir begegnen wieder einmal niemandem. Wenn man so als Wanderer unterwegs ist, könnte man meinen in einem dünn besiedelten Land unterwegs zu sein.

In den Dörfern keine Einkaufsmöglichkeiten. In Vielbach einem Ort mit ca. 500 Einwohnern kommen wir gerade an, als ein Wagen einer Bäckerei hier Halt macht. Wir gönnen uns ein Stück Kuchen und werden zu einer Tasse Tee von einer Bewohnerin eingeladen. Zweimal in der Woche kommt der Bäckerwagen und einmal der vom Metzger. Ansonsten geht ohne Auto nichts, da sind mindestens zehn Kilometer zu fahren.

Wir verbringen eine gemütliche halbe Stunde bei einem Ratsch, die Freude darüber ist auf beiden Seiten groß.

Heute wandern wir entspannt bergauf bergab, nicht besonders steil dafür fast nur auf Schotter und Teer. Da meutern die Füße.

Der Blick von oben auf Montabaur.

Bei einem mongolischen Essen beschließen wir den Abend.