Europ. Fernwanderweg E1

56. Tag von Reichenbach nach Darmstadt

Der schönste und anstrengendste Teil gleich am Anfang. Es geht das Felsenmeer hinauf. Riesige abgerundete Felsblöcke, liegen wie auf einer Halde an einem steilen Hang. Wege bzw. Stufen führen hinauf. Je weiter wir hoch kommen, desto mehr umweht uns nasser Dunst. Oben beträgt die Sichtweite dann nur noch ein paar Meter. Ohne Regenjacke wären wir in kürzester Zeit durchnässt.

Dann ist der Aufstieg geschafft und es geht in stetem Auf und Ab abwärts. Leider fast nur auf Straßen und Schotter. Zu allem Überfluss setzt starker Regen ein. Deshalb geben wir in Ober Ramstad auf und nehmen für die letzten acht Kilometer den Bus nach Darmstadt.

Dort kaufe ich mir neue Schuhe, denn die bis jetzt Getragenen, sind schon arg zerschlissen. Da Alfons mit dem Auto unterwegs ist bzw. einen Geschäftstermin warnimmt, kann ich Gepäck im Auto deponieren und abwechselnd mit zwei Paar Schuhen wandern. Bis er am Samstag wieder fährt, sind die Neuen hoffentlich eingelaufen.

Abends geht es mit Zug und Bus wieder nach Reichenbach zurück. Ab morgen bin ich tagsüber wieder alleine unterwegs.

Europ. Fernwanderweg E1

55. Tag von Oberems nach Reichenbach über Oberursel

Ein neuer Plan muss her.

Frankfurt ist die Messestadt schlechthin. Heute beginnt die Achima, eine Chemiemesse die nur alle drei Jahre stattfindet . Also steigen die Preise für Unterkünfte. Soviel wollen wir einfach nicht bezahlen. Wir wandern heute bis Oberursel, da steht das Auto und fahren dann weiter bis Reichenbach. Morgen geht es dann nach Norden bis Darmstadt und mit dem Bus wieder Retoure. Somit fehlen mir die zwei Etappen durch Frankfurt. Mit dieser Lücke kann ich leben.

Aber jetzt zur Hauptsache, dem Wandern. Heute geht es zum höchsten Berg im Taunus, dem großen Feldberg 880 Meter hoch. Nicht die Welt, aber doch schon etwas und der Vorgeschmack auf die Höheren. Teilweise so richtig auf schmalen Geröll übersäten, Wurzel durchzogenen Pfaden. Oben leider auf einmal eine dicke nebelige Suppe. Null Sicht. Auch die Zeit, die wir mit der Einkehr in die obligatorische Gaststätte verbrachten, veränderte die Wetterlage nicht. Also, hier die entsprechenden Bilder.

Der Henninger Turm, nur ein Schatten.

Später auf dem nächsten Gipfel, dem Altkönig, dann diese Fernsicht, ein Hohn.

Des Wanderers Leid, eine schlechte Aussicht zur rechten Zeit.

Das Wetter hat, entgegen der Vorhersage, gehalten. Erst bei der Ankunft in Reichenbach legte das Gewitter mit voller Kraft los.

Also, alles bestens!