Europ. Fernwanderweg E1

58. Tag von Birkenau nach Ziegelhausen

Ich verlasse Birkenau, ein eher unscheinbarer Ort über eine lange Straße. Steil hinauf geht’s wieder einmal. Die Aussicht belohnt die Mühen.

Oben angekommen treffe ich die zwei Damen vom gestrigen Frühstück. Für sie ist heute Schluß in Heidelberg.

Viele dicht bewaldete Hänge, grüne Wiesen, wenig Ackerbau, und steile Streuobstwiesen prägen das Bild.

Da ich heute einige längere Unterhaltungen führe, begegnen wir uns noch zweimal. Ja tatsächlich begegnen mir heute unterwegs mal ein paar Menschen, ist ja eine echte Seltenheit.

Die ersten Blaubeeren sind reif, an denen kann ich auch nicht einfach vorbei gehen.

Nach der Hälfte des Weges komme ich an diesem Aussichtsturm vorbei.

12 Stockwerke zu je 16 Stufen führen hinauf. An die Sportler meiner Familie. Hier gibt’s einen Wettlauf hinauf, das ist die Siegerliste.

Mir hat die Aussicht im zehnten Stock gereicht. Die offene Gitterkonstruktion führte zu weichen Knien und ich war froh wie ich wieder festen Boden unter den Füßen hatte.

Erde und Felsen haben hier häufig eine rote Farbe.

Mit dem Ort Ziegelhausen erreiche ich den Neckar. Hier lege ich einen Tag Pause ein. Heidelberg liegt vor der Haustür und das wollen Alfons und ich noch zusammen genießen, dann bin ich wieder endgültig allein unterwegs.

So erblicke ich den Ort noch auf dem Berg.

Das ist die Aussicht aus unserem Fenster. Leider führen links und rechts neben dem Neckar breite Straßen entlang und der Geräuschpegel beherrscht das Tal. Mit einem gemütlichen Spaziergang am Fluss ist da nichts.

Europ. Fernwanderweg E1

57. Tag von Reichenbach nach Birkenau

Seit gestern bin ich im Odenwald unterwegs. Der erscheint doch wieder ein wenig anders als der Taunus. Hier begleitet einen öfter einmal ein Bach, moosbewachsene graue Felsblöcke liegen im Wald.

Ab und zu sind jetzt Streuobstwiesen zu sehen, meist werden sie auch als Pferdekoppeln genutzt. Überhaupt, hier gibt es wieder viele Pferde zu sehen. Deutlich mehr als Wanderer. Die sind auf diesem Weg immer noch eine extreme Seltenheit.

Heute morgen beim Frühstück haben wir zwei Damen getroffen, die gestern an uns vorbei marschiert sind. Die eine ist die zeitweise Begleitung für die eigentliche Wanderin, die den Weg in mehreren Etappen gehen wird.

Unterwegs begegnet einem meist niemand, Hi und da ein Mountainbiker und in Ortsnähe Hundebesitzer mit ihren Zöglingen.

Gestern Abend gab es zum Essen den ersten Apfelwein aus Äpfeln von Streuobstwiesen. Der schmeckte deutlich herber und aromatischer als das, was ich bisher so getrunken habe.

Sehr gut