E1 von Göteborg zum Nordkap

98. Tag 3.8 22 von der Virvasshytta zur Bolnastua

Heute morgen mit 6 Grad und grauem Himmel, stürmischem Wind noch ungemütlicher. So langsam stelle ich mir die Sinnfrage dieser Wanderung. Ich will Freude und Spaß am wandern haben, anstrengend darf es ja sein aber das was hier seit Wochen an Bedingungen herrscht…

Mit den Hütten ist das Durchhalten möglich ansonsten wäre jetzt definitiv Schluss. Jeden Tag bei den Bedingungen im Zelt schlafen, das ginge über meine Kräfte.

Auf Grund des stürmischen Windes habe ich gestern schon beschlossen, das ich eine alternative Route durch ein Tal wähle und nicht auf 1000 Metern Höhe rumsteige. Die Route ist leider mit mit vielen Kilometern auf Straßen verbunden.

Matsch
Einzelner Fels
Vom Wasser gezeichnet

Nachdem auch noch 8km davon auf Teer waren, beschweren sich tatsächlich heute Abend meine Füße. Aber auch das geht vorbei. Zum Ausgleich zu gestern schüttet es gerade was der Himmel hergibt. Es hat unterm Tag nicht viel geregnet abet halt zum nass werden hats gereicht.

Heidi und ich sind auch heute Abend in einer Hütte und schmieden gerade Pläne für einen Ausflug mit dem Zug. Schauen wir mal was draus wird. Das Wetter wird auf jeden Fall nicht besser und morgen sind noch einmal Straßen kilometer angesagt.

E1 von Göteborg zum Nordkap

97. Tag 2.8.22 von Kvitszeindalstunet zur Virvasshytta

Heute war der Tag leichter zu gehen. Die Berge und Täler nicht so steil, der Sumpf nicht so lange, wenig Matsch, nur 1h Regen und viel feste Wege. Mit 7 Grad haben wir praktisch einen Temperatursturz und gleich fühlt sich der Wind wieder eiskalt an. Die Landschaft wieder etwas verändert. Ich muss mir zwischendurch immer klar machen das das schon eindrucksvoll ist was ich sehe, das trübe und kalte Wetter lädt einfach nicht zum Verweilen und Bestaunen ein.

Das Drahtseil beginnt spät, da gehts vorher schon 4m runter, auf dem nassen Holz schon rutschig
Weite Täler sind zu durchqueren
an den Hängen entlang führt der Weg, das ist im übrigen ungefähr 10km lang

Auf halber Strecke gabs eine Notfallhütte die ich für eine windgeschützte Pause nutzen wollte. Da habe ich, es war ca 12 Uhr einen jungen Mann aus dem Schlaf gerissen und ein Hund kam auch gleich angesprungen. Da war ich schnell mit Tür zuklappen und habe gewartet bis sie sich sortiert hatten. Danach saßen wir dann hsnz gemütlich zusammen und er erzählte, dass er gerade eine Woche Urlaub hst und mit 40kg Rucksack incl Ruderboot eine Rundtour in der Gegend unternimmt. Das ist mir jetzt schon öfter aufgefallen. Die Norweger nehmen sich für draußen etwas vor und egal wie das Wetter dann ist ziehen sies durch.

Eindrucksvolle Wasserfälle

Spät abends gab es auf einmal wolkenlosen blauen Himmel, die Sonne war schon hinter den Bergen verschwunden. Da ärgere ich mich schon, den ganzen Tag trüb, grau, nass und kalt und dann das. Der norwegische Sommer fällt scheinbar aus, die Hoffnung auf einen trockneren August erfüllt sich nicht.