Für den ganzen Tag war Regen vorausgesagt. Die erste Stunde war noch nicht dramatisch aber es wurde stetig mehr. Der Weg führte entlan des Flusses Skaitielva. Ein wilder und sehr lauter Fluss in einem tiefen, engen Tal. Die Berge links und rechts ca 1000-1500 Meter hoch, oben oft wie abgeschnitten. Da verlief während der Eiszeit der Gletscher drüber.
In der linken Hütte aus dem Jahr 1960 fanden wir Unterschlupf. Sehr klein, etwas duster und alles sehr platzsparend verräumt. Aber trocken und Ofen und Kamin funktionierten.
Wir sind an diesem Tag nur 9km weit gekommen da wir dem steigenden Fluss zuschauen konnten und wussten wir müssen über die Wasserfälle die von den Bergen kommen drüber. Der nächste Tag sollte trocken werden und so hofften wir auf einen sich normalisierenden Wasserpegel.
Heidi und ich sind heute zusammen losmarschiert, begleitet von vielen grauen Wolken die ihre Last aber bis Nachmittag bei sich behielten. Manchmal ein Sonnenstrahl. Für gemütlich im Freien sitzen war es recht kalt, aber es war schon okay. Gleich am Anfang passierten wir eine Hängebrücke.
Dann ging es in den Nationalpark. Durchsetzt mit vielen Felsen umrahmt von hohen Bergen.
Zeitweise liefen wir nur über Felsen, gut das alles trocken warDie ersten Moltebeeren sind reif
Sie schmecken so ähnlich wie Sanddorn. Gefunden haben wir auch Pfifferlinge und Steinpilze, die gab es zum Abendessen. Der ursprüngliche Plan war, bis zu dem 15km entfernten Campingplatz zu laufen und dort die vorbestellte Hütte zu beziehen, Wäsche zu waschen und mal endlich wieder zu duschen. Aber dort angekommen haben uns die hygienischen Verhältnisse nicht überzeugt. Allerdings gab es dort ein norwegisches Gericht. Erbsenpüree mit Frikadellen und vielen angebratenen Zwiebeln. Das haben wir uns gegönnt bevor wir uns nochmal auf den Weg zur nächsten ca 8km entfernten Hütte begaben. Der für Nachmittag angesagte Regen kam an war allerdings nicht so ergiebig. Dafür vielfältige Wege, wenig Sumpf, also recht abwechslungsreich.
Plötzlich standen wir vor dieser senkrechten Felswand und laut Karte mussten wir da hoch. Es führte tatsächlich ein Weg hinauf und wir haben ganz schön geschnauft bis wir oben waren.
Die Aussicht vom Essplatz. Der Wasserfall ist bestimmt 80 Meter hoch, nur damit die Dimensionen klar werden.
Landschaftlich ist Norwegen gerade unglaublich. Jedes Tal bietet neue Ausblicke.
Die nächsten 2-3 Tage werde ich keinen Empfang haben, also erst mal nichts Neues zu lesen.