E1 von Göteborg zum Nordkap

5. Tag 2.5.22 vom Langetjärn zum Abborrsjön

In der Nacht bin ich vor Kälte aufgewacht. Dann kam meine langes Merinoshirt und die lange Merinohose samt Socken zum Einsatz und schon war es wieder kuschelig warm. Nur hatte ich dann Bedenken was ich mache wenn es mal wirklich kalt wird. In der Früh beim Aufstehen hat sich das dann geklärt. Leichter Raureif lag auf der Wiese da darf mir schon mal kalt werden.

Der quasi Ruhetag mit dem Ende gegen 14.30 Uhr gestern, hat mir gut getan. Heute morgen ging gleich alles leichter und der Muskelkater hat sich auch verabschiedet. Bis jetzt war ich in naturbelassenen Wälder mit vielen Eichen, Birken und wenig Nadelbäumen unterwegs. Im Laufe des Tages wandelte dich das zu einem Nutzwald, hauptsächlich Nutzwald mit Nadelbäumen bepflanzt. Auch die ersten Siedlungen kamen in Sicht und meine erste Einkaufsmöglichkeit in Hindas. Natürlich habe ich mir gleich mal frisches Obst, Semmeln, Käse und eine Limo zum sofortigen Verzehr gegönnt. Ansonsten für die Reise Kaffeepulver, auf das Koffein in der Früh kann ich schlecht verzichten. Das ist wohl die Macht der Gewohnheit, der Kreislauf kommt einfach schneller in Schwung. Dann noch Couscous für meinen Vorrat an Soßen und das wars. Mehr will ich nicht schleppen.

Heute war es den ganzen Tag sehr windig und wenig Sonne, da war ich um meine warme Kleidung froh, ohne Jacke, Stirnband und Buff ging nichts.

Witzig fand ich die Trabstrecke, der Boden war dafür wohl nicht immer vorteilhaft.

Begegnet sind mir keine Traber nur am Pferdegestüt bin ich noch vorbeigewandert.

Interessant fand ich auch den höchsten Berg. Scheinbar schon sehr lange besiedelt . Unglaublich viele Abgrenzungen aus Steinwällen, die auch heute noch als Grenzen dienen nur halt zusätzlich mit Elektrozäunen versehen.

Leider kommt die smaragdgrüne Farbe nicht richtig rüber, lange Zeit hat mir diese Schönheit für ein Foto nicht gelassen.

Heute schlafe ich in einem Unterstand am See mitten im Wald. Der Wind bläst immer noch ordentlich und für das Zelt findet sich einfach keine einigermaßen ebene Fläche. Bin gespannt wie es wird.

Der Ausblick aus meinem Schlafplatz

Super gemütlich schauts nicht aus, aber es passt schon

E1 von Göteborg zum Nordkap

4. Tag 1.5.22 vom Stentjärnarna See zum Langetjärn

Die Nacht war für mich kurz und unruhig. Irgendwie bin ich dauernd aufgewacht obwohl alles ruhig war. Um 6 Uhr war dann endgültig Schluss und ich bin aufgestanden. Mein heutiges Frühstück besteht aus Porridge und eine Tasse Kräutertee aus selbst gesammelten Blättern. Es wächst hier auch schon Einiges.

Um 7.45 Uhr habe ich mich auf den Weg gemacht. Hauptsächlich führt die Route durch Wald. In den Tallagen sumpfig, da sind die Bohlenwege schon super. Mountainbiker sind den Spuren nach auch viele unterwegs, aber ich habe nur ein paar getroffen. Es schaut so aus, als hätte es hier auch schon längere Zeit nicht mehr geregnet, alles ist zrocken und deshalb gut begehbar. Ansonsten wäre es mit den vielen Felsen, Wurzeln und Sumpf schon deutlich anstrengender.

Aber auch so macht sich der schwerere Rucksack und die ungewohnte Bewegung mit dem ersten Muskelkater bemerkbar und ich beschließe meine Tour nach 17km an einem Badeplatz. Um diese Zeit wird er noch nicht genutzt und ich habe den kleinen Strand mit Tisch und Bank für mich allein.

Warmes Essen und Ruhe werden mich morgen wieder gestärkt loslaufen lassen

Solch eine Aussicht genieße ich heute mehrmals