E1 von Göteborg zum Nordkap

17. Tag 14.5. Vom Röasjön zur Skackastugan am Bottensjön

Die vergangene Nacht war regnerisch und wenns schon sein muss dann ist das die beste Zeit dafür. Ich habe bis jetzt echt Glück gehabt, wenn es losgelegt hat, dann erst wie ich im Zelt oder anderweitig gut untergebracht war. In der Früh wars rum und das Zelt wurde auch fast trocken bis ich los gegangen bin. Heute war wieder ein wildes Wolkenspiel geboten. Durch den immer noch heftigen Wind fliegen sie nur so dahin.

So sah es hinter mir aus, da war das eindeutig schlechtere Wetter

Überhaupt ist es ab und zu von Vorteil wenn man auch zurück schaut, sonst verpasst man die tollsten Aussichten.

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Zurück,
das ist wieder der Vättern an dem laufe ich ja schon einige Tage entlang. Bis auf Hjo immer mit gehörigem Abstand

Heute war ein Großteil des Abschnittes nur schmale Trampelpfade, da bin ich dann nicht so schnell.  Macht ja nichts, ich habe Zeit und Muße.

Dadurch lässt sich aber manch Unscheinbares entdecken

Blühender Sauerklee,  Duftveilchen in riesiger Anzahl und die winzigen Pilze. Für die musste ich mich auf den Boden knien, da ist das Aufstehen mit dem Rucksack durchaus anstrengend.

Während der Etappe war ich für die nächste 4 Tage Proviant einkaufen,  da erhöht sich das Rucksackgewicht deutlich. Zum ersten Mal bin ich nicht an den Süßigkeiten vorbei gegangen,  eine Packung Lakritz fand den Weg zu mir. Auf die große Auswahl im Norden habe ich mich schon von zu Hause aus drauf gefreut. Das ist bei uns  im Süden unseres Landes nicht so leicht zu finden.

Auch heute habe ich mein Zelt in der Nähe eines offenen Unterstand aufgeschlagen. Ganz so abgeschieden wie sonst oft ist es hier nicht. Etliche Ferienhäuser sind am See entlang gebaut und zwei Spaziergänger sind schon vorbei gekommen.

Mitten unter Kiefern und Blaubeeren. Diese hier sind schon grün und die Früchte hängen auch schon dran

Der traditionelle Blick auf den See

E1 von Göteborg zum Nordkap

16. Tag 13.5.22 von Hjo zum Röasjön

Die Sonne lugt zwischen den Wolken hervor, zumindest ab und zu. Ein wenig später als die letzten Tage mache ich mich auf den Weg. Es ist mit 28km eine lange Etappe. Ich merke  das ich mich die letzten Tage nicht voll belasten musste, so fühle ich mich frisch und gut gewappnet für den langen Tag.  Auch eine flottere Gangart ist mir zur Gewohnheit geworden, es läuft langsam rund. Viel gibt es unterwegs nicht zu sehen.  Die Wegeführung ist zumindest in weiten Teilen abwechslungsreich das ist für die Füße entspannt.

Nach Hjo umgeben mich weite landwirtschaftlich betriebene Felder, bis jetzt ist das fast gar nicht vorgekommen
Riesige Waldflächen sind komplett mit Moos überzogen,  im Sonnenlicht einfach nur schön anzuschauen
Die Grenzmauern sind noch da, von der Besiedlung ist nichts mehr zu sehen

Nach 24km dann dieser Anblick, fast ohne Serpentinen muss ich da rauf. Es macht nicht immer Spaß

Der Blick von oben runter

Etwa mittig im Bild seht ihr ein weißes Schild und einen orange markierten Baum. Von da aus gings bergauf.

Natürlich musste ich auf der anderen Seite auch wieder runter, wenn auch nicht mehr ganz so weit.

Auch die längste Etappe hat mal ein Ende, natürlich an einem See. Wobei der Unterstand etwa 30m höher liegt. Er ist in einem nicht so besonders sauberen Zustand, da habe ich lieber mein Zelt aufgestellt das hält auch den Wind ab. Zum Sitzen und Kochen ist die offene Hütte allerdings ideal, einfach viel bequemer als alles auf dem Boden zu verrichten.

der See Röasjön
der Blick von oben

Inzwischen tröpfelt es ganz leicht, soll aber in 2h rum sein. Morgen noch bewölkt, ja und dann soll er kommen der skandinavische Sonnenschein. Bin gespannt!