E1 von Göteborg zum Nordkap

47. 13.6.22 Tag von Tennängskojan zur Smågankojan

Tatsächlich habe ich heute länger geschlafen und bin erst um kurz vor sieben aufgestanden. Mark ist eine richtig nette Quasselstrippe und so hatten wir ein unterhaltsames Frühstück zu zweit. Anfangs war ich mir überhaupt nicht sicher wie weit ich heute laufen wollte. Das Wetter hat es dann entschieden. Der Vasaloppsleden geht bis zum Ort Sälen, das wären 29km gewesen. Ich habe nach 19km bei det letzten Hütte Schluss gemacht. Die Regenwolken waren im Anmarsch. Tatsächlich waren es heute zum größten Teil Wanderpfade die zu absolvieren waren. Der Weg verläuft nicht neben der Loipe und die kontinuierlichen Kilometerangaben haben mir fast gefehlt, ich fand sie echt motivierend.

geheimnisvolle Stimmung
Flechtenmuster auf Felsen
Funktionstüchtige Mühle, sie wird nur 1x im Jahr, am Heimattag in Betrieb genommen
lange, bequem zu gehende Bohlenwege
Ydie Schneise läsdt es erkennen, hier kreuzt die Langlaufloupe
Schön schaut so ein gerodetes Stück nicht aus, die dunklen Wolken sind auch schon im Anmarsch

Die letzten 4km waren dann breite Schotterstrassen und dafür war ich tatsächlich dankbar. Da bin ich praktisch doppelt so schnell und so langsam wollte ich doch ein Dach über dem Kopf. Es gibt einen Wanderverein für den Vadaloppsleden der die Hütten betreibt und instand hält. Die Benutzung kostet knapp 5€ und als Ausländer zahlt man an der Endstation. Das läuft auf Vertrauensbasis. Scheinbar wurden dir Hütten, meist liegen Straßen nicht so weit entfernt auch schon von Autofahrern und ausländischen Gastarbeitern genutzt. Es hängen überall Hinweise das sie nur für die Wanderer da sind.

Der Ofen schaut winzig für den großen Raum aus, aber er verbreitet eine gemütliche Wärme
So hats dann geregnet, von drinnen in der warmen Stube lässt sich das entspannt beobachten
Abendstimmung
E1 von Göteborg zum Nordkap

46. Tag 12.6.22 von der Axikojan zur Tennängskojan

Heute war der Weg nicht mehr ganz so einfach, vor allem habe ich das ein oder andere Mal mit der Markierung Probleme gehabt. Teilweise war ich auf der Radstrecke unterwegs. Zum größten Teil ist der Fuß- und Radweg die gleiche Route, außer wenn es zu sumpfig ist oder der Weg entlang von Privatgrundstücken als schmaler Pfad führt. Größere Umwege musste ich deswegen nicht in Kauf nehmen.

Maschinen zur Instandhaltung
Am heutigen höchsten Punkt 498m steht eine Kirche
und es gibt eine Bergwertung, die Damen sind scheinbar noch nicht so lange dabei
der Einlauf für die Bergwertung

Das Geländer ist ungefähr 1,80m hoch, da kann man sehen wieviel Schnee hier liegen muss wenn das im Winter als Zuschauerabsperrung verwendet wird.

Hier sieht man die Rampe der Loipe. Im Winter verläuft die Route des Vasalaufs über den See der dann zugefroren ist
Den stürmischen Wind hatte ich heute meist gegen mich und an so exponierten Stellen wehte er einen fast um.
So schauen Bretterwege für Radfahrer über Sumpf aus
Die Spalten sind so breit das ich schon mal leicht mit den Schuhspitzen hängen bleibe, deshalb laufe ich da wo das Moos wächst
die Fußgänger müssen sich damit begnügen , aber immerhin müssen wir nicht durch Wasser
die Berge kommen in Sicht und der Regen auch

Der hat mich dann doch noch erwischt .

Heute schlafe ich in einer Hütte

Mark, ein 73 jähriger flämischer Belgier ist auch hier. Beide können wir nicht gut englisch, er versteht gut Deutsch spricht es aber nicht . Die Verständigung klappt trotzdem super und wir verstehen bestens. Er geht schon seit 23 Jahren jedes Jahr in Schweden wandern. Bis auf einmal auch immer allein für 2-4 Wochen.