E1 von Göteborg zum Nordkap

49./50. Tag 15./16.6.22 von Sälen zur Närfjällsstugan und weiter zur Björnholmstugan

Ja endlich bin ich im Fjäll angekommen.  Das war eines meiner Ziele und gleich der erste Ausblick war so wie ich ihn auf Bildern immer gesehen habe.  Oberhalb von 800 Metern wachsen so gut wie keine Bäume mehr. Der Beginn eines der berühmtesten schwedischen Wanderweges musste natürlich dokumentiert werden

Die Ausblicke gehen gefühlt ins Unendliche.  An die Weite und auch die Länge von Auf -und Abstiegen muss ich mich erst noch gewöhnen.  Das sind jetzt immer gleich mehrere Kilometer.  Das Gelände ist oft durchaus anspruchsvoll bis anstrengend. Schon ein Unterschied zu vorher. Die Markierung ist im Moment kein Problem. Es wird in Winter -und Sommerweg unterschie. Die Winterwege sind mit einem roten liegenden Andreaskreuz auf hohen Pfosten in kurzen Abständen. Am südlichen Kungsleden sind die Winterwege meistcauch die Sommerwege. Das macht die Orientierung leicht.

Glasklares Wasser
Kleine Blockfelder sind auch schon dabei

Leider regnet rs ab Mittag praktisch jeden Tsg. Manchmal nur kurze Schauer, heute ab 15 Uhr eigentlich immer. Man merkt das man in den Bergen ist, der Regen wird heftiger. Gut ist  das es hier alle 3-10,km Hüttegibt. Sie sind aufgeteilt in Radthützen, da ist übernachten nur im Notfall erlaubt aber such Übernachtungdhütten. Heubin ich in einer solchen.  Ich hatte Glück. Etwa eine halbe  Stunde vor mir war Arnold aus Schleswig Holstein schon eingetroffen und so war schon eingeheizt und es wurde gerade kuschelig warm. Ich war mal wieder triefend nass, aber die Ofenkonstruktion ist so gestaltet,  dasd das Ofenrohr im Nebenraum deg als Trockenraum dient nach oben führt und dort alles zum Trocknen aufgehängt werden kann. Die Schuhe, glaube ich schaffen es nicht bis morgen früh aber das ist auch kein Drama. Es ist viel Matsch in tieferen Lagen und mit dem Regen gehe ich eh immer durch die nassen Blaubeerbüsche da ist sowieso irgendwann wieder alles nass.

Js und dann hane ich moch zu vermelden die ersten

Kilometer sind geschafft
Durch diesen Enschnitt führt mein Weg
vielen Dank an Marie für diese Aufzeichnung meines bisherigen Weges

Ausführlicher wird es am Sonntag wenn ich wieder Strom zur Verfügung habe

E1 von Göteborg zum Nordkap

48. Tag 14.6.22 von der Smågankojan nach Sälen 670 m Höhe

Heute ist es schwierig zu beschreiben wo ich zelte. Ein riesiges Skigebiet, es gehört noch zu Sälen. Der Ort liegt im Tal auf 350 Meter. Der Beginn des südlichen Kungsleden beginnt am Hägfjallhotel das ist noch gut 1km und 130 Hm entfernt. Hunderte von Ferienhütten gibt es hier. Eigentlich ist es ein Feuchtgebiet. Fast alle haben riesige Holzterrassen und keinen Garten max noch der Parkplatz fürs Auto. So findet sich halt auch nicht wirklich ein Stellplatz fürs Zelt. Um diese Jahreszeit ist alles ziemlich verlassen. Wenn man aber denkt die paar Hotels die überhaupt offen haben wären günstig weil so gut wie keiner da ist, der täuscht sich. Das war mir einfach zu viel und so habe ich neben einem Wanderweg der so wie es ausschaut eh nicht begangen wird auf niedrigen Blaubeersträuchern mein Zelt aufgestellt. Wasser gibt es, das ist immer wichtig. Der Rest vom Vasaloppsleden war tatsächlich noch anstrengend mit vielen steilen Auf und Abs. Am Schluss lief man wieder auf der Originalroute die auch die Langläufer absolvieren. Nach 87km ist man am höchsten Punkt 528 Meter und 1,5km später mit 4x 90° Kurven auf 350 Meter im Tal. Das müssen die auf ihren schmalen Latten absolvieren und dann noch 1,5km Zielsprint. Dieses Jahr waren es fast 16000 Teilnehmer, das muss ein Spektakel sein.

Da musste ich erst ins Tal um dann darauf zu marschieren

Schon mal zur Vorwarnung.

Es wird jetzt wahrscheinlich nicht mehr jeden Tag einen Bericht geben. Ich komme ins Gebirge, hier heißt das Fjäll und erst am Sonntag wieder an eine Steckdose. Also muss ich mit dem Strom sparen. Für 10 Tage laufe ich jetzt entlang der schwedisch-norwegischen Grenze auf dem südl. Kungsleden (zu Deutsch: Königsweg). Natürlich musste ich auch für 10 Tage Proviant einkaufen. Das trägt sich den Berg rauf dann schon mühsamer. Aber inzwischen bin ich fit und es schafft mich nicht mehr so wie am Anfang