Olavsweg

6. Tag

8. Juli

Von Kleistuva ging es entlang des Flusses steil bergab durch eine malerische Schlucht, immer mit dem Blick auf den Steinsfjord.

Im Tal in Sundvollen haben wir uns erstmal wieder mit Proviant eingedeckt und natürlich reichlich eingekauft. Wir haben gleich mal auf den Bänken davor Brotzeit gemacht, damit due Rücksäcke nicht zu schwer werden. Im Moment ist das mit der Wasserversorgung nicht so einfach, sodass jeder immer 2 Liter schleppt.

Danach überquerten wir den Fjord über eine Brücke, Fußgänger und Radler u ten, Autofahrer oben.

Den Fjord haben wir noch öfter gesichtet

Natürlich führt ein Pilgerweg auch an alten Kirchen vorbei, wo wir uns heute auch mal einen Stempel in unserem Pass abgeholt haben.

Dort haben wir auch die ersten Pilger auf unserem Weg getroffen. 3 Erwachsene mit etlichen Jugendlichen, waren alle noch motiviert obwohl die ein oder andere Blase schon verarztet werden musste. Die Friedhöfe hier sind immer riesig, kleine Gräber, eigentlich meist nur ein Stein und ein paar Blümchen davor. Dazwischen jede Menge Platz mit Rasen.

Natürlich sind wir heute auch wieder so richtig nass geworden, denn ein Gewitter hat uns ereilt. Wir konnten uns unter einen gemauerten Friedhofseingang unterstellen. Leider waren die nachfolgenden Wege dann extrem matschig und führten durch hüfthohes feuchtes Gras, da wurden unsere Hosen und Schuhe erst richtig nass. Aber 1h später strahlender Sonnenschein und der abendliche Stellplatz bot wieder eine traumhafte Kulisse.

Olavsweg

4. und 5. Tag                 Die Wanderung beginnt

6./7. Juli

Pünktlich um 9.00Uhr kommen wir mit der Fähre an. Genaue Grenzkontrollen folgen,  Covid Zertifikat und Ausweis werden genau geprüft, sogar den Grund will der Beamte wissen. Bei unserer Antwort das wir wandern und zelten wollen wünscht er uns besseres Wetter. Denn seit wir von Bord gegangen sind schüttet es. Darauf hin suchen wir uns ein Plätzchen in der Wartehalle um den Regenguss abzuwarten.

Nach 30 Minuten war der Spuk vorbei und wir stiefelten los. Unser Weg führte am Pilgerzentrum vorbei wo wir uns den Pilgerpass geben ließen und zu einer Tasse Kaffee/Tee eingeladen wurden . Der Pfarrer der hiesigen Pfarrei feierte seinen 60. Geburtstag und wir durften die Geburtstagstorte probieren.

Ein weiterer bereits pensionierter Pfarrer war dabei der die Gelegenheit deutsch mit uns zu sprechen begeistert ergriff. Er erzählte das er in Heidelberg Theologie studiert hatte und auch eine Zeitlang in Basel beschäftigt war. Den schweizer Dialekt hatte er immer noch drauf. Auch in Trondheim unserem Zielpunkt hatte er 15 Jahre gearbeitet.  Er war restlos begeistert von unserem Vorhaben und es war schwer weiterzukommen. Aber wir hatten noch nicht allzuviel unseres Tagespensums geschafft. Aus Oslo rauszukommen bedeutete schon noch mehr als 20km zu laufen. Obwohl es extrem viele Markierungen unsetes Wanderweges gab, haben wir uns mehr als einmal verlaufen. Es war einfach nicht immer eindeutig.

 Abends auf der Suche nach einem Zeltplatz haben wir nichts ideales gefunden. Der gewählte Platz war leider leicht abschüssig und vor allem ich habe öfters meine Schlafunterlage wieder nach oben schieben müssen, also eher unruhig das Ganze. Gerade als wir mit essen fertig waren fing es ordentlich zu regnen an, aber unser Zelt hielt uns trocken.

Am Morgen musste ich noch Wasser besorgen was einen extra Marsch von 4 km bedeutete und das Zusammenpacken dauerte auch seine Zeit , sodass wir erst um 10 Uhr losgegangen sind. Da brauchen wir definitiv mehr Routine.

Leider war der heutige Tag von Regen geprägt, deshalb gibt es nur wenige Bilder.

Bei unserer Ankunft bei einem geschlossenen Hotel erlaubte uns der Besitzer unser Zelt an einem tollen Aussichtspunkt aufzustellen und uns am Außenwasserhahn bedienen. Pünktlich hörte der Regen auf und wir konnten gemütlich aufbauen, das nasse Zelt trocknen und sogar auf dem ausrangierten Sesselbahnsitz im sitzen gemütlich essen. Wandererherz was willst du mehr.