Landschaftlich grandios und das ist nicht übertrieben. So langsam tut es mir leid keine Camera mitgenommen zu haben, aber so ist es halt. Nach sechs Kilometern begann der Aufstieg. Leider darf man sich das nicht so wie bei einem Bergaufstieg vorstellen. Ständig ging es rauf und runter. Einmal über der der Autobahn, dann wieder entlang der Bahnstrecke. Auch durfte ich ab und zu wieder zum Fluß hinunter. Es mussten jede Menge Wasserfälle von den Bergen links und rechts überquert werden und da gab’s für die Fußgänger nicht immer extra Brücken, sondern man marschierte dann neben den Gleisen, oder eine eingehängte Metallgalerie wurde genutzt. Alles sehr einfallsreich und anstrengend zu bewältigen. Zwischendurch dachte ich schon, ich schaffe es nicht mehr. Aber nach einer Gulaschsuppe und einem Espresso ging es wieder. Bis zum Beginn des Gotthardtunnels für Autos und Bahn bei Göschenen ging das so. Ab da war es auch ein wenig ruhiger. In dem engen Tal mit all den Verkehrsteilnehmern war es zeitweise ganz schön laut. Auch der Fluß tat das Seinige dazu. Da das auch die Via Gotthardo ist waren jede Menge Informationstafeln zu Bahnbrücken und Infrastruktur aufgestellt. Echt bewundernswert die technischen und bautechnischen Ingenieursleistungen. Auch die Arbeitsbedingungen wurden geschildert, kein Spaß. Auch damals Ende 19. Jahrhunderts wurden schon lauter italienische Gastarbeiter beschäftigt.


















Göschenen erlebte seine Blütezeit während des Tunnelbaus. Jetzt dient es nur noch als Autoverladebahnhof. Alles ist recht trist und dir Häuser stehen leer.
Jetzt begann der Aufstieg nach Andermatt durch die Schlucht Schöllenen und ich bin froh das zu Fuß gemacht zu haben. Ich glaube als Autofahrer auf der Gotthard Bundestrasse sieht man gar nicht wie toll das Tal ist. Auch die Serpentinen von unten zu sehen, wie sie sich an den Berghängen entlang winden, einfach unglaublich. Auch die Dimensionen sind gigantisch. Bei dem Foto mit dem Angler könnt ihr es ermessen.










Hier wird es wohl mal einen extra Radweg die Schlucht hinauf geben. Teilweise ist er schon fertiggestellt und da war der Aufstieg steigungsmässig natürlich leicht. Der Weg verläuft dann auf den Galeriedächern der Autostrasse.


Zu diesem Zeitpunkt musste ich einen Regenguss überstehen, kurz und heftig. Danach war der Himmel wieder blau.






Die Schweizer nehmen es mit ihren Kantonen schon sehr genau und sind da auch sehr patriotisch.
Eine Umleitung für Fußgänger durch einen eigenen Tunnel gab’s auch.





O
ben in Andermatt angekommen, ein völlig anderes Bild. Die Hüttenwirtin von der Haggenegg hatte schon gesagt daß Andermatt quasi nur aus Hotels bestehen würde. Eine Kaserne gibt es auch noch, ein riesen Gleisareal. Hier ist im Winter scheint es, einiges los.



Ein Golfplatz hat da dann auch noch Platz.



























