Europ. Fernwanderweg E1

45. Tag von Siegen nach Kirchen an der Sieg

Trübes Wetter, damit beginnt unser erster gemeinsamer Wandertag. Wir haben die recht lange und mit vielen Höhenmetern versehene Etappe geteilt, damit der Spaß für meinen Mann nicht gleich am ersten Tag vorbei ist.

Am Ende der Tour sind wir mit dem Zug nach Siegen zurück gefahren und wollten hier den Abend bei einer Open Air Veranstaltung in der Fußgängerzone ausklingen lassen. Leider setzte Regen ein und wir verkürzten den Plan.

Heute habe ich richtig Lehrgeld bezahlt. Alfons hat meine hohen, eingelaufenen Wanderschuhe mitgebracht. Da die bis jetzt benutzten schon ziemlich gelitten haben. Aber über den Tag wurden die Schuhe zu eng und meine Füße sind richtig beleidigt und haben auch noch offene Stellen bekommen. Die Schuhe kommen also gleich wieder ins Auto und vorerst wandere ich mit den Alten weiter.

Von untetwegs gibt es nur ein Foto von einer Wiese voll mit Fingerhut.

Abends haben wir festgestellt das wir uns jede Menge Zwecken eingefangen haben. Da wollen wir mal hoffen das nichts nachkommt.

Wir haben trotz Regens ein paar Bilder von der Innenstadt einzufangen versucht. Die teilt sich in Ober -und Unterstadt. Unten verläuft die Sieg, zu der sogar breite terassenartige Stufen hinabführen und zum Hinsetzen und Verweilen einladen.

Die Unterstadt wird eindeutig bevorzugt. Ansonsten prägen steile Hänge das Stadtbild in der Oberstadt und die Geschäftsleute können draußen nichts aufstellen.

Europ. Fernwanderweg E1

44. Tag von Bad Laasphe nach Siegen

Müde, schwere Beine von Anfang an. Das hatte ich auch noch nicht. Ja, auch das muss scheinbar einmal sein. So ging es also nur langsam dahin. Kein Lüftchen und sehr heiß das machte es auch nicht leichter. Eigentlich verlief der Weg recht idyllisch an einem Bach entlang.

Später durch extrem sumpfiges Gelände. Ja und dann eine tolle Begegnung mit zwei Frauen. Die zwei allein erziehenden Mütter schaufeln sich drei bis viermal im Jahr ein langes Wochenende frei und gehen wandern. Wenn der Weg länger ist, dann in mehreren Etappen. Heute war für sie der Beginn des Lahnwanderweges angesagt. Traditionell wird da bei der ersten Rast stilvoll und mit Sekt gespeist. Patricia und Kathrin aus Dortmund und Kaiserslautern (ich hoffe ich habe es mir richtig gemerkt ) luden mich gleich ein.

Sogar für mich gab es ein Kunststoffglas. Ein ausführlicher Ratsch folgte über meine Erfahrungen und unsere Wünsche und Pläne. Leider machte das laut vernehmliche Donnergrollen dem dann ein Ende. Wir waren mitten im Wald an einer kleinen Furt über den Bach und jeder hatte noch einige Kilometer bis zur Unterkunft vor sich. So verabschiedeten wir uns und ich marschierte jetzt, deutlich beschwingter, auf dem Lahnwanderweg dessen Quelle entgegen. Dort gab es natürlich ein Gasthaus das leider gerammelt voll war. Hier starten auch viele Tourenradler, denn es existiert auch ein Lahnradweg der gut frequentiert ist.

Auf Grund der Wetterlage, die ersten Tropfen fielen bereits, machte ich mich ohne Espresso auf den Weg.

Bis zum Treffpunkt mit meinem Mann waren es noch neun Kilometer. Das Positive, das Gewitter verzog sich und außer den paar Tropfen passierte nichts.

Ausgemacht war fünf Uhr an der Kirche in Deuz.

Ihr seht ich war pünktlich und musste auch nicht lange warten. Nach sechs Wochen gab es ein überglückliches Wiedersehen. Der Rest der Etappe nach Siegen legten wir im Auto zurück und ab morgen sind wir einige Tage zu zweit unterwegs.