Europ. Fernwanderweg E1

57. Tag von Reichenbach nach Birkenau

Seit gestern bin ich im Odenwald unterwegs. Der erscheint doch wieder ein wenig anders als der Taunus. Hier begleitet einen öfter einmal ein Bach, moosbewachsene graue Felsblöcke liegen im Wald.

Ab und zu sind jetzt Streuobstwiesen zu sehen, meist werden sie auch als Pferdekoppeln genutzt. Überhaupt, hier gibt es wieder viele Pferde zu sehen. Deutlich mehr als Wanderer. Die sind auf diesem Weg immer noch eine extreme Seltenheit.

Heute morgen beim Frühstück haben wir zwei Damen getroffen, die gestern an uns vorbei marschiert sind. Die eine ist die zeitweise Begleitung für die eigentliche Wanderin, die den Weg in mehreren Etappen gehen wird.

Unterwegs begegnet einem meist niemand, Hi und da ein Mountainbiker und in Ortsnähe Hundebesitzer mit ihren Zöglingen.

Gestern Abend gab es zum Essen den ersten Apfelwein aus Äpfeln von Streuobstwiesen. Der schmeckte deutlich herber und aromatischer als das, was ich bisher so getrunken habe.

Sehr gut

Europ. Fernwanderweg E1

56. Tag von Reichenbach nach Darmstadt

Der schönste und anstrengendste Teil gleich am Anfang. Es geht das Felsenmeer hinauf. Riesige abgerundete Felsblöcke, liegen wie auf einer Halde an einem steilen Hang. Wege bzw. Stufen führen hinauf. Je weiter wir hoch kommen, desto mehr umweht uns nasser Dunst. Oben beträgt die Sichtweite dann nur noch ein paar Meter. Ohne Regenjacke wären wir in kürzester Zeit durchnässt.

Dann ist der Aufstieg geschafft und es geht in stetem Auf und Ab abwärts. Leider fast nur auf Straßen und Schotter. Zu allem Überfluss setzt starker Regen ein. Deshalb geben wir in Ober Ramstad auf und nehmen für die letzten acht Kilometer den Bus nach Darmstadt.

Dort kaufe ich mir neue Schuhe, denn die bis jetzt Getragenen, sind schon arg zerschlissen. Da Alfons mit dem Auto unterwegs ist bzw. einen Geschäftstermin warnimmt, kann ich Gepäck im Auto deponieren und abwechselnd mit zwei Paar Schuhen wandern. Bis er am Samstag wieder fährt, sind die Neuen hoffentlich eingelaufen.

Abends geht es mit Zug und Bus wieder nach Reichenbach zurück. Ab morgen bin ich tagsüber wieder alleine unterwegs.