Europ. Fernwanderweg E1

72. Tag vom Rinken beim Feldberg nach Lenzkirch

Genau genommen habe ich auf dem Rinken übernachtet. Von dort waren es heute morgen noch 45 Minuten bis zum Feldberg Gipfel. Gesehen habe ich ihn schon vor der Haustür zumindest zum Teil.

Steil ging es aufwärts, über eine Alm. Die Kühe beäugten mich neugierig aber ich hatte keinerlei Probleme mitten durch die Herde zu gehen.

Auf dem Bild erkennt ihr schon. Der Feldberg ist oben kahl und das scheinbar schon seit Jahrhunderten.

Alpenenzian

Stürmisch ging es zu da droben. Da ich nicht weit hinauf hatte, und die Gondeln noch nicht in Betrieb, war ich noch eine Zeitlang allein. Dann allerdings war es mit der Ruhe vorbei und ich begann mit dem Abstieg.

Die Aussicht, eine 360 Grad Aufnahme

Leider war die Fernsicht nicht so toll.

Im übrigen wer es nicht weiß, der Feldberg ist mit seinen 1493 Metern der höchste Berg Deutschlands außerhalb der Alpen.

Tief eingeschnittene Tal, gesichtet beim Abstieg.

Wieder einmal ein Hochmoor auf dem Weg

Zum letzten Mal grandiose Aussichten, ich verlasse den Hochschwarzwald und vorerst ist Schluß mit den großen Höhen.

Rast mit Kuchen und Espresso am Windgfällweiher.

Das Urseetal, ein Hochmoor, entstanden am Ende der Eiszeit.

Der Regen hat mich noch erwischt. War weiter nicht dramatisch, aber Rucksackhülle und Jacke mussten sein, wenn auch nicht für lange.

Europ. Fernwanderweg E1

71. Tag von Hohlengraben bis Feldberg 1190 Meter

Das Fleckchen Land mit dem Namen Hohlengraben besteht nur aus ein paar Häusern. Es erhielt seinen Namen durch Schanzen und Gräben. Die ersten wurden im 30jährigen Krieg geschaffen und immer wieder hergerichtet wenn Bedarf war. Das letzte Mal im zweiten Weltkrieg. Heute bedeckt gnädig ein Wald die Anlagen und alles fällt nicht mehr auf.

Der Felder, das ist der mit dem Turm drauf, da komme ich heute noch hin. Schaut noch weit entfernt aus.

Die Aussicht direkt neben dem Graben.

Das Wetter ein Traum, blauer Himmel trotzdem nur bis zu 22 Grad und fast stürmischer Wind. Dann durfte ich ein unfassbares Schauspiel erleben. Ich stand auf einer Anhöhe und sah zwei roten Milanen beim Fliegen zu, als aus der Senke noch mindestens zehn weitere aufstiegen. Für mich als Beobachter wirkte es so, als spielten sie mit dem böig wirbelnden Wind. Kreuz und quer, auf und nieder vollführten sie ihre Flugkünste. Unglaublich zum Zuschauen. Nach drei, vier Minuten war alles vorbei und die Vögel wieder in alle Richtungen verschwunden. Von weitem der Blick auf Hinterzarten mit der Skisprungschanze.

Hinab ins Tal zum Titisee.

Hinauf auf den Berg. Der Weg führt über mehrere Berge bergauf zum Feldberg. Da kam ich direkt unter den Sprungschanzen durch. Schaut schon gewaltig aus, wenn man daneben steht.

Wegränder gesäumt mit Blumen begleiten mich den Berg hinauf. Traumhaft!

In meinem Gasthaus gibt es heute nur noch eine Mutter mit Tochter als Gäste und so entkomme ich dem Rummel um das deutsche Aus bei der WM. Der Wirt, ein Holländer, hofft für sich und seine Kollegen darauf, daß die Deutschen jetzt wieder mehr Zeit für die anderen Dinge des Lebens haben. Sie, als Gastwirte, leiden sehr unter der WM, so seine Aussage.