E1 von Göteborg zum Nordkap

53./54. Tag 19./20.6.22 von Rösjöstugan über Drevfjällstugan zur Röskåsen

2 Tage ohne Regen, man mag es kaum glauben. Auf dem Fjäll weht der Wind wahrscheinlich meistens, so auch gestern. War ich vorgestern noch ganz euphorisch wieviel Spaß das Balancieren über die Blockfelder gemacht hat, war ich gestern bis Gördalen gut bedient. Irgendwie war der Wurm drin und es war ganz schön mühsam. Nachdem Gördalen im Tal liegt war auch noch der Abstieg vom Fjäll nötig. Im Ort gibt es ein Cafe/Restaurant. Richtig groß und fein hergerichtet. Niemand war da und es war eigentlich schon Mittag trotzdem war der Inhaber recht lustlos. Aber eine Pizza hat er mir dann doch gemacht. Riesengroß, zu normalen Zeiten hätte ich die mit Mühe gegessen. Die Menge ist jetzt allerdings kein Problem mehr. Ich war angenehm satt aber nicht voll. Kaffee gehört in Schweden immer dazu und kostet nichts extra. Etwas mühevoller war der Aufstieg auf der anderen Talseite dann doch mit vollem Bauch.

Die norwegischen Berge kommen in Sicht
Das erste Mal Norwegen, weit entfernt ist es nicht mehr
In Gördalen gibts eine große Schneescooter Fangemeinde, die ramponieren so Einiges

Oben bei der Drevfjällstugan habe ich noch zwei wandernde Angler getroffen. Zwei ausgefahrene Angeln in der einen Hand und in der anderen einen Stock. Hinten am Rücken ein schwerer Rucksack. Leicht geht es sich nicht durch die niedrigen Bäume mit den langen Angeln. Gemeinsam haben wir an der Hütte Brotzeit gemacht. Für sie war es der letzte Tag einer einwöchigen Wanderung und sie haben mir jede Menge Essen geschenkt das sie nicht mit heimnehmen wollten. So bin ich unter anderem zu einem Beutel Trekkingnahrung gekommen. Das Zeug ist ganz schön teuer hat aber gut geschmeckt nur satt war ich nicht.

Ich habe mir halt noch eine Suppe dazu gemacht. So langsam kenne ich mich mit den Fertiggerichten aus dem Supermarkt aus. Normalerweise gehe ich ja an diesen Regalen vorbei, aber jetzt sind sie Zeitpunkte. Leichte Nahrung die aufgepeppt, meist mit mit Nudeln, dann sättigt.

Der heutige Weg verlief zwischen 800-900 Metern Höhe, also an der Baumgrenze entlang. Meist also lockerer Bewuchs und jede Menge Sumpf. Die Schuhe wurden wieder mal nass, die Socken blieben aber trocken, das ist das Schöne an den festen Schuhen. Weil ich ihn gerade wieder höre. Ein Vogelruf begleitet mich seit ich in Schweden bin. Im Süden die ersten 4 Wochen fast ununterbrochen und auch im Fjäll, kaum sind ein paar Bäume da, hört man ihn rufen, den Kuckuck.

die tuts nicht mehr
und das ist schon eine abenteuerliche Konstruktion
so schaut sie dann im Ganzen aus, ganz leicht war die Benutzung nicht
der Sumpf, mein treuer Begleiter, manchmal regt er mich schon auf

Bei der Hütte, die eigentlich nur für Notfälle zum Übernachten dient heute mal eine schöne Wiese. Leider unfassbar viele Mücken. Ich musste meine Regenjacke anziehen, da können sie nicht mehr durchstechen. Ein Shirt schaffen sie spielend. Nachdem die Sonne es heute so gut meinte konnte ich sogar mal wieder ein paar Teile im Bach waschen und sie sind auch schon wieder getrocknet.

Kai hat mich heute netterweise darauf hingewiesen, dass die Midsommerfeier doch erst samstags ist. So habe ich meinen Aufenthalt in Grövelsjön um einen Tag verlängert. Zwei Ruhetage am Stück das ist bis jetzt einmalig, aber es wird ja durchgefeiert also kann ich das schon brauchen.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s