Camino del norte

7+8. Tag 10./11.4.23

von Deba nach Markina und weiter nach Mendata

Der Weg durchs Landesinnere gestaltet sich nicht weniger bergig. Die großen Menschenmassen sind jetzt weg und im Laufe des Tages treffen wir immer mal wieder Leute die wir schon mal auch abends in den Unterkünften gesehen haben. Auch ein paar Deutsche sind darunter.

viele Monokulturen werden gepflanzt, die Jüngsten sind Eukalyptusbäume
Da wäscht sich scheinbar Eisen aus dem Erdreich
Steil bergab gings für 1,5km, da waren wir schon froh als wir endlich in Markina unten waren
Stadtmauer
Ankunft an der Pilgerherberge. Die Rucksäcke werden schon in der Reihenfolge des Eintreffens aufgestellt bis diese öffnet

Das Prozedere ist ähnlich wie auf den Hütten in den Bergen. Als erstes Schuhe ausziehen ins Regal und Stöcke in einen Behälter stellen. Pilgerpass und Ausweis zur Anmeldung bringen. Der Pilgerausweis wird gestempelt, denn in die Herbergen dürfen nur Pilger meist auch nur Fußpilger, es gibt auch etliche Radfahrer die habenes schwerer einen günstigen Schlafplatz zu ergattern. Danach wird einem ein Bett zugewiesen und dann beeilen wir uns zu den Duschen zu gelangen, denn davon gibts meistens nicht viele und wer will schon lange warten. Dann schauen wir uns die jeweiligen Orte an und gehen essen. Gestern haben wir uns ein Pilgermenü gegönnt und danach waren wir so voll das das Blog schreiben ausfallen musste. Statt einem Glas Wein war da gleich eine Flasche dabei. Die haben wir uns dann mit sehr trinkfreudigen Iren geteilt, die waren nach ihrer Flasche noch durstig. Wie in den südlichen Ländern üblich gibt es auch erst ab 19.30 Uhr warmes Essen und so wurde es spät. Denn pünktlich um 22 Uhr wird die Herberge abgesperrt, das Licht ausgeschaltet und brav schlafen dann auch alle. Die ersten stehen tatsächlich bereits um halbsechs auf. Mit lang schlafen ist also nichts.

Die Unterkunftssuche gestaltet sich weiterhin schwierig. Viele Herbergen haben seit Corona geschlossen und so ist nicht an jedem Ort ein Schlafplatz zu haben und die Tagestour richtet sich nach den Möglichkeiten.

Boluvar, die Heimat des berühmten Simon Bolivar
Zisterzienserkloster
Leider ist das Bild etwas unscharf, aber der krabbelte echt schnell
Knabenkraut

Die letzten zwei Tage war es etwas bewölkt, trotzdem noch warm und morgen soll es dann den ersten Regen geben.

Camino del norte

6. Tag 9.4.23

von Zarautz nach Deba

Der wärmste Tag bisher. Ostersonntag, man hat das Gefühl die meisten Spanier unternehmen eine Wanderung. Ob Alt, Jung ganze Familien waren heute unterwegs. Heute war für einige Tage der letzte Tag der die Küste entlang führte.

Die Übernachtungsorte liegen fast immer auf Meereshöhe und darum heißt es immer erst mal steil bergauf gehen, das bringt den Kreislauf auf Touren. Vorher geben wir uns noch einen Espresso, Cafés gibts extrem viele mit unglaublich gutem Gebäck und Kuchen. Ein bisschen ungewohnt, es wird mit Messer und Gabel gegessen. Das hat natürlich seinen guten Grund. Das meiste ist mit richtig pappiger Glasur überzogen und so bleiben die Finger sauber.

Der alte Weg ca 600 Jahre alt, ganz bequem gehts sich da nicht
Der Blick aif Gaitera
Perfekt eingepasst, diese Haus

Heute waren viele Berge zu erklimmen und wir bekamen fast 1000 Höhenmeter zusammen, gekrönt mit phantastischen Ausblicken.

Diese ungewöhnlichen Felsenformationen nennen sich Flysch. Für Geologen ein Paradies. hatten Glück, es war Ebbe bei Flut ist nichts zu sehen.

Der erste Blick auf die Bucht von Deba

Heute übernachten wir wieder in einer Pilgerherberge mitten im Ort im Bahnhofsgebäude. Sind wir mal gespannt wieviele Züge unsere Nacht begleiten