Camino del norte

12. Tag 15.4.23

von Onton nach Islares

Gestern Abend haben wir noch in netter Runde gemeinsam zu Abend gegessen. Onton ist ja nur ein kleiner Ort und so habem alle das Angebot der Herbergsbetreiber ein frisch zubereitetes warmes Essen zu genießen, angenommen. Wir Deutschen haben andere Essensgewohnheiten und bis 20.00 Uhr zu warten ist nach einem Wandertag schon eine Herausforderung. Aber dann schmeckts umso besser. Erst gab es frischen grünen Salat mit Sprossen und Tomaten und danach eine Reispfanne mit Gemüse und Nachspeise. Die Pfanne hatte gigantische Ausmaße, geschätzte 70cm Durchmesser.

Bei einem Glas Wein klang der Abend gemütlich aus und brav sind wir um 22.30 Ihr im Bett gewesen.

Mit stürmischen Wind und leichtem Nieselregen begrüßte uns der Morgen und so richtig eilig hatte es niemand. Wir starteten um neun und wurden kurze Zeit später von zwei jungen Frauen eingeholt. Gemeinsam setzten wir den Weg bis Castro Urdiales fort. Bei einem angeregten Gespräch laufen sich die Kilometer wie von selbst und natürlich war ein Café für ein spätes zweites Frühstück schnell gefunden. Danach mussten wir uns verabschieden, für die zwei endet der Urlaub und die Arbeit ruft. Ich empfinde es schon als Glück das diese Phase unseres Lebens jetzt vorbei und freie Zeit nicht der absolute Luxus ist.

Kurz vor Urdiales war die baskische Provinzgrenze erreicht und in nächster Zeit sind wir in Kantabrien unterwegs.

Am Himmel ist es zu erkennen, immer mal wieder beglückte uns leichter Nieselregen, nicht allzu stark und mein schicker Rock blieb im Rucksack. Für alle die auf ein Bild von meinem Outfit warten, ihr müsst euch gedulden denn die Regentage haben erstmal ein Ende. Passend dazu waren die Wege, meistens Straße, oft auch noch direkt neben der Autobahn, also nicht nur nass sondern auch laut.

Kurz vor dem Ende war auch noch ein Umweg dabei, weil wir mittendrin vor einem verschlossenen Tor standen und es nicht öffnen konnten. Also ein Stück zurück und eine alternative Route suchen. Aber auch das schafften wir und am Ende des Tages wartete heute ein Hotel auf uns. Die Übernachtungsmöglichkeiten auf diesem Abschnitt sind recht begrenzt.

Beim abendlichen Spaziergang konnten wir wieder mal den Surfern zuschauen
Camino del norte

11. Tag 14.4.23

von Portugalete nach Oñton

Heute hat uns der Regen das erste Mal von Anfang an begleitet. Wie eigentlich immer gehen wir gleich mal einen Espresso trinken und da gibts auch immer ein süßes Gebäck dazu. Heute lag eine kleine Bäckerei auf den Weg . Der Verkaufsraum war nur durch eine Glasscheibe von Backstube getrennt und es war schon interessant den Bäckern zuzuschauen und vor allem den Backofen zu sehen. Wir bekamen dann auch noch ein Brot als Wegzehrung mit einem Buen Camino als Abschiedsgruß geschenkt.

Nach dem Ort führte uns eine mindestens 1km lange Rad -und Fußgängerbrücke über ein gigantisches Autobahnkreuz und dann auf einer alten Bahntrasse weiter.

entspannte Steigungen

Nachdem ich im Vorfeld beschlossen hatte keine Regenhose mitzunehmen kam heute mein selbstgemachter Regenrock zum Einsatz. Nach einer Idee von Christine Thürmer, eine Extremweitwanderin, habe ich einen Müllsack dazu umfunktioniert und seitliche kurze Schlitze geschnitten. Der Rock wird dann durch den Hüftgurt vom Rucksack gehalten . Ich kann das echt empfehlen hat super funktioniert. Mein Mann hat mir allerdings zu verstehen gegeben, das er es bevorzugen würde wenn ich das Teil erst am Stadtrand anlege. Manchmal erfülle ich Wünsche, dieses Mal hatte er Glück, besonders kleidsam schaut das wahrscheinlich wirklich nicht aus. Später haben wir dann noch jemand getroffen der gleich gewusst hat woher die Idee mit dem Müllsack kam.

Schöne Ausblicke auf Meer und Küste waren auch wieder dabei.

Schaut schon stürmischer aus sls sonst
früher wurde an diesem Küstenstreifen Eisenerz abgebaut und per Schiene abtransportiert
auch eine Art seinem Pferd Bewegung zu verschaffen

In der privaten Herberge sind wir heute sieben Deutsche davon sechs Frauen.