Camino del norte

27. Tag 30.4.23

von Gijon nach Aviles

Heute kann man die Strecke in drei Abschnitte teilen. Stadt, Land und Industriegebiet. Nachdem Gijon mit über 270 000 Einwohnern eine große Stadt ist, war klar es braucht ein paar Kilometer bis wir draußen vor den Toren der Stadt sind. Was uns aufgefallen ist, es hängt keine Wäsche vor den Fenstern. Überall haben wir verschiedenste Wäscheleinenkonstrukte die vor den Fenstern befestigt sind, gesehen. Später erfuhren wir, das ist in Gijon zur Straßenseite hin verboten und nur in Hinterhöfen erlaubt. Es ergibt, zumindest für deutsche Sehgewohnheiten, gleich ein ordentlicheres Bild.

die Allee für die Radfahrer, daneben die Hafenpromenade

Sofort hinter der Stadtgrenze dann gleich ein riesiges Stahlwerk. Rötlicher Staub überall und Lärm gleich dazu.

Danach gings über einen Berg in ein abgeschiedenes Tal. Viele Wiesen, eine schmale Straße. In den 2h die wir da durchgegangen sind, begegneten uns keine 10 Autos, Menschen auch nur ein paar mehr. Nur Naturgeräusche um einen herum, zum Wandern wunderbar. Dort leben, tja….

Danach holte uns die Zivilisation erst mit einer Autobahn und dann mit riesigen Industrieanlagen, wieder ein.

Ein Großbetrieb reihte sich an den anderen. Daneben die Straße mit dem breiten Seitenstreifen für die Radler und Pilger. Sonst geht da keiner. Daneben zu allem Überdruss noch die Schnellstraße mit dem lärmenden Verkehr. Die Radler waren auch nur sportlich mit Rennrad unterwegs. Es gibt wirklich Schöneres als kilometerlang da lang zu laufen.

Am Schluss dann wieder durch die Vorortstraßen in die Stadt, in deren Zentrum wir gar nicht kommen und für den abendlichen Bummel ist es uns zu weit.

Heute Abend haben wir endlich mal richtig gut Fisch gegessen. Alfons den Tintenfisch und ich einen Wolfsbarsch.

Ein paar Regentropfen haben uns erwischt, ansonsten angenehme Temperaturen und erst zum Ende hin erschien die Sonne.

Camino del norte

25. + 26. Tag 28._29.4.23

von Collunga über Amandi nach Gijon

Zwei sehr neblige Tage haben wir hinter uns. Deshalb gibt es fast keine Landschaftsbilder.

Mit der gestrigen Etappe waren wir schon um 14.30 Uhr fertig und quartierten und dieses Mal in einer kleinen Herberge mit 10 Schlafplätzen ein. Auch die meisten Mitbewohner waren früh da und es entspann sich ein lebhaftes Gespräch. Es waren 3 weit gewanderte Kanadier dabei und da gab es viel zu staunen über deren Geschichten. Alle waren verzweifelt auf Suche nach einem Quartier in Gijon. Es war nichts zu bezahlbaren Preisen zu kriegen und so entschieden sich einige auf den Camino primitivo zu wechseln, der 2km weiter abzweigt. Das ist ein landschaftlich reizvoller aber auch sehr bergiger und anstrengender Weg. Wir hatten den Quartiermangel schon am Tag vorher bemerkt und noch etwas gefunden, von Auswahl konnte aber keine Rede sein. Der Abend klang überaus gemütlich aus. Sergio der Hospitalero kochte für alle. Eine riesige Reispfanne von 80cm Durchmesser, frischem Salat und Nachspeise, Wein und Wasser dazu. Übernachtung, Abendessen und Frühstück, alles auf Spendenbasis was für ein Vertrauensvorschuss. Wie uns von den Kanadiern gesagt wurde ist 21 Uhr, „the Hikers midnight“ und bis um 21.30 Uhr waren alle im Bett. So war einfach keine Zeit einen Bericht zu schreiben.

Vorneweg ein Auto mit angeleintem Pferd und alle anderen folgten brav. Nur die Wanderer mussten schauen das sie nicht im Weg standen
Alfons steht fast unter der Brücke, das macht die Dimensionen deutlich vor allem auch die der Eukalyptusbäume
durch die hohe Luftfeuchtigkeit waren die Spinnennetze super zu sehen

Der heutige Tag begann mit noch dichterem Nebel.

Wir hatten mit 27km auch eine längere Etappe vor uns. Da das Frühstück um 7 Uhr angesetzt war kamen wir früh los. Wenn man darauf eingestellt ist, sind auch längere Strecken trotz mehrerer zu bewältigender Berge kein Problem. Aber normalerweise vermeiden wir mehr als 25km. Trotzdem war wir am frühen Nachmittag da. Nach einer Dusche unternahmen wir noch einen Stadtbummel bei dem sogar der Nebel verschwand. Wir konnten unerwarteterweise auch noch bei einem Halbmarathon zuschauen. Auch noch mit super guten Zeiten.

riesige Holzfässer
wilde Passionsblume
der Blick aus unserem Fenster im 3. Stock unseres Hostels
da steht nur noch die Fassade
einmal links aus dem Fenster fotografiert
und rechts