E1 von Göteborg zum Nordkap

28. Tag 25.5.22 von Ånaboda zum Kvarndammen bei Ramshyttan

Den Ruhetag habe ich mit ausgiebigen Podcast hören, meist auf dem Bett liegend verbracht.  Die Waschmaschine war an diesem Tag wieder einsatzbereit, sodass ich alles gewaschen habe, war dringend notwendig.  Ich spüle das ein oder andere Teil schon  auch unterwegs. Seife möchte ich halt auf gar keinen Fall in der freien Natur hinterlassen. Da ich, außer der Wanderhose und der Regenbekleidung, nur Merinoteile dabei habe ist das mit dem Müffeln meist kein Problem.  Ich trenne auch strikt die Kleidung zum Schlafen von der die ich tagsüber trage. Nach dem Waschen in trockene Klamotten zu schlüpfen vermittelt ein wohlig warmes Gefühl und der Schlafsack wird nicht in Mitleidenschaft gezogen.

Gestern Nachmittag hats das Regnen angefangen und bis zum Morgen nur sporadisch mal Pause gemacht. Wettertechnisch war heute quasi ein Apriltag, außer Schnee war alles dabei. Matschpfützenslalom war wieder angesagt. In diesem Bereich laufe ich viel durch Mischwald, reine Kiefernwälder gibt es fast nicht mehr.

Der Unterschied beim Wandern zu vor dem Ruhtag ist schon auffällig.  Nicht so sehr das die körperliche Müdigkeit nicht so groß ist.  Ich finde mental bin ich viel frischer,  da war ich doch recht ausgelaugt, was mir aber erst heute aufgefallen ist.  Also werde ich jetzt auf jeden Fall immer mal wieder einen Pausentag einlegen.

Der Blick zurück reicht weit in die Ferne

Heute bin ich auf den Kilsberget gewandert, 398,4m hoch. Der war bis Mitte letzten Jahrhunderts  auf der Hochebene noch besiedelt.  Es sind etliche Schautafeln mit erklärenden Fotos aufgestellt.  Von den Häusern gibt es keine Spur mehr, ein paar alte Obstbäume,  Johannisbeerbüsche und Blumen geben Zeugnis der einstigen Besiedlung an. Ansonsten holt sich die Natur sukzessive das Terrain zurück .

Heute waren etliche Schulklassen unterwegs und es gibt doch immer mal wieder Schüler die mich fragen was ich mache. Ganz ungewohnter Lärmpegel wo ich sonst eigentlich so gut wie  nie jemanden treffe.

Wasser für die Wanderer, das ist ab und zu mal zu haben, toller Service
Mein heutiges Ziel das ich schon nachmittags erreicht habe

Ich war heute auch auf jeden Fall schneller, so können die Socken und Schuhe hoffentlich bis morgen trocknen, denn es soll heute nicht mehr regnen . Morgen schaut die Sache dann leider wieder anders aus.

E1 von Göteborg zum Nordkap

25.-27. Tag 22.5. -24.5.22vvom Lillsjön über Leken, Suttarboda nach Annaboda

Ja ihr lest richtig. Der letzte angegebene Tag liegt in der Zukunft.

Gestern war überhaupt kein Netz vorhanden an meinem Lagerplatz. Außerdem nicht wirklich viel zu berichten,  so ergibt sich eine Zusammenfassung. Vom schönsten Badesee Kilsbergens, laut Infotafel, nach Leken.  Der Weg ist so gut markiert das ich überhaupt nicht auf meine hinterlegte Karte auf meiner Navigationsapp nachschaue und so bis kurz vor Leken nicht bemerke, das sich die Route leicht verändert hat. Erst im Tal bei der Autobahn bin ich überrascht das ich in eine völlig andere Richtung gewiesen werde. Bei der darauffolgenden Recherche erfahre ich,  dass die Wegführung von 2 Etappen verändert wurde.  Dadurch kam ich überraschenderweise an der Rasthaltestelle mit Kiosk, der zusätzlich mit einem  kleinen Restaurant betrieben wird, vorbei.  So eine Gelegenheit lasse ich mir nicht entgehen.  Es war Mittagszeit und ich habe mir ein hervorragendes Pilzrisotto mit frittiertem Grünkohl gegönnt.  Freie Auswahl an der üppigen Salattheke inbegriffen.  In Schweden gehört Wasser, Kaffee und Plätzchen zum Gesamtpreis dazu.  Ziemlich voll und schwerfällig machte ich mich auf den Weg. Bei nächster Gelegenheit brauchte ich ein Verdauungsnickerchen. Danach ging es ordentlich den neuen Weg bergauf. Hier sind noch nicht viele Leute gegangen.  War alles noch ganz moosig und es war super weich, aber halt auch super anstrengend zu gehen.

Links von den Stegen, militärischens Sperrgebiet

Mein abendlicher Ausblick am See, mitten im Wald

Durch das ich immer so früh wach werde, ist es auch noch recht kühl und ich ziehe mir fast alles an was ich so dabei habe. Bis ich gefrühstückt und gepackt habe bin ich warm und die Daunenjacke wird schon mal verpackt. Heute ist nur eine kurze Etappe von 15 km geplant. Ich habe gestern beschlossen auf dem Campingplatz wieder mal eine Hütte zu mieten und einen Ruhetag einzulegen. Ich habe einfach das Gefühl das es dafür mal Zeit wird. Einen Pausentag will ich allerdings nicht im Zelt verbringen, das ist dann doch nicht so gemütlich.

Wäsche waschen ist auch angesagt, leider teilen sie mir an der Rezeption mit, dass die Waschmaschine defekt ist aber morgen hoffentlich wieder einsatzbereit, sonst wasche ich mit der Hand .

ausgedehnte Moore
Matschpfützen gibts immer noch
der Steg war was für Mutige, er hat gehalten, aber sicher war ich mir vorher nicht ob das gut geht
Mischwälder
mehrere Seen
Felswand
da führte der Weg hinauf
die Sicht von oben

Bis dahin schien auch noch die Sonne. Kurz vor Ankunft auf dem riesigen Campingplatz fing es das tröpfeln an.

Hier bin ich stolze Mieterin

eines kleinen Ferienhauses. Da lässt es sich auch zwei Nächte mit viel Podcast hören, aushalten. Also, ihr hört erst übermorgen wieder etwas von mir.

Das muss ich doch noch schreiben

DIE ERSTEN 500KM SIND GESCHAFFT