Ein trüber Tag, aber fast trocken und die letzten 5km haben mich tatsächlich an eine echte Wanderung auf schmalen Pfaden in leicht unwegsamen Gelände, erinnert.
Steinmauern aus Bruchsteinen sind in fast jedem Ort anzutreffen die Berge waren heute recht nahSo schält sich die Rinde von älteren Eukalyptusbäumen abganz unten steht jemand leicht unwegsam, manchmal gar nicht leicht zu erkennen, hat mich das tatsächlich ein wenig an skandinavische Wanderungen erinnertdiese Löcher nennen sich Bufoneshier sind die Steinchen gut zu erkennen und bestimmt 50m weg vom Meer
Durch Verkarstung im Gestein entstehen im Laufe der Zeit Aushöhlungen die bis ins Meer reichen. Bei starkem Seegang drängen sich die Wellen mit Schwung hinein und reißen kleinere Steine und Erde mit sich. Teilweise schießt das Wasser bis zu 20m hoch hinaus. In der Hinsicht war heute nichts los, das Meer war spiegelglatt. Aber die Geräusche des anrauschenden Meeres klingen schon besonders in den Hohlräumen der Felsen.
Heute war ein regnerischer Tag mit Schnürlregen wie am Alpenrand. Dementsprechend war der selbstgemachte Regenrock angesagt. Auf vielfachen Wunsch gibt es diese Mal auch ein Bild davon.
Ich möchte betonen, er funktioniert bestens
Ansonsten gibts nur zu erzählen das wir im Bewustsein des kommenden schlechten Wetters gestern schon beschlossen haben, es bei 20km zu belassen und uns ein Quartier reserviert haben. Die Erfahrung zeigt, daß das die beste Strategie ist. Öffentliche Herbergen sind auf diesem Camino seit Corona rar und die Zahl und Kapazitäten der privaten Herbergen begrenzt. So ist es sinnvoll telefonisch oder online, je nach Möglichkeit, Reservierungen vorzunehmen, um die Etappenlänge selbst bestimmen zu können. Da leidet die tägliche Freiheit, aber in diesem Fall lässt es sich nicht ändern.
Ein paar Bilder habe ich dennoch gemacht.
Die Bucht von San Vincente de la Baquera
Diese 600m lange Brücke wurde Mitte des 18. Jahrhunderts erbaut, als Ersatz für eine Brücke aus dem 16. Jhrd die zu ihrer Zeit eine der längsten warNaturschutzgebiet in Tal von Vincente
Es fällt uns auf, das hier die Kühe fast immer mit ihren Kälbern draußen sind, die auch gesäugt werden. Die werden wohl zur Fleischerzeugung gehalten. Manchmal ist sogar ein Stier dabei. Die schauen schon imposant aus.