E1 von Göteborg zum Nordkap

7. Tag 4.5.22 vom Mölnesjön nach Boras, Campingplatz

So, nach dem entspannten Nachmittag gestern, heute morgen das böse Erwachen. Mein Kocher hat sich mit Rauch und Geknatter verabschiedet.

Da bin ich schon etwas enttäuscht, denn das war wahrlich kein Billigprodukt und mehr als 70x habe ich bestimmt nicht damit gekocht.

Zum Glück ist Boras eine große Stadt. Hier gibt es gar nicht weit vom Campingplatz entfernt einen gut sortierten Outdoorladen. Leider war der Kocher nicht zu reparieren und ich musste mir einen neuen zulegen der mit meinem Topf kompatibel ist. Der Vorteil von diesem, er hat einen Piezozünder und ich brauche nicht mehr mit Streichhölzer hantieren.

Heute ist der absolut unwahrscheinliche Fall eingetreten. Ich habe Kai aus Wiesbaden getroffen. Auch er ist seit einem Monat von Schwedens südlichsten Punkt auf dem E1 Richtung Nordkap unterwegs. Auch ihm ist ein Ausrüstungteil kaputt gegangen und Boras war die erste Möglichkeit um nachzukaufen. Diese Läden gibt es halt nur in größeren Städten. Also führte unser Weg für 1h gemeinsam zum Outdoorgeschäft. Für mich war dann für heute Schluss, er unternimmt längere Tagesetappen und will auch deutlich schneller sein als ich. Wer ihm auch auf seinem Weg folgen will, hier sein Reiseblog

Kaiswanderungen.jimdofree.com

Zu zweit im angeregten Gespräch vertieft, waren die 5km zum Geschäft in 1h erledigt. Ein Schnitt den ich sonst nicht laufe.

Landschaften wie aus den Büchern von Astrid Lindgren

Später war ich einkaufen, das riesige Sortiment hat mich gleich überfordert. Diese Packungsgrössen von Chips, Käse und Knäckebrot habe ich bei uns im normalen Handel noch nie gesehen.

Eine kleine Auswahl vom Knäckebrot, das Regal war bestimmt 8m lang und gut 2m hoch
Mein Ausblick vom Zelt aus, wieder am Wasser dieses Mal ein Fluss

Und dann habe ich sie genossen, meine erste Dusche seit Freitag Abend.

Das sind die kleinen Freuden des Wanderers. Die Küche bleibt auch kalt ich habe mir schon eine riesige mit Spinat und Schafskäse gefüllte warme Blätterteigtasche gegönnt und als Nachspeise gibt es jetzt noch Weintrauben und 2 Schokocroissants.

Eine normale Packung Chips habe ich dann doch noch gefunden, die hat den Weg in meinen Einkaufskorb auch noch geschafft. Ich hoffe mir wird nicht schlecht bei der Mischung.

E1 von Göteborg zum Nordkap

6. Tag 3.5.22 vom Abborrsjön zum Mölnesjön

Sozusagen von einem Ser zum anderen, aber so ist die Wasserversorgung am einfachsten sicherzustellen.

Die Nacht im Unterstand war erstaunlich entspannt, der Wind ist spät Abends fast eingeschlafen, sodass ich bekleidet mit Mütze und langärmeligen Teilen warm und bis zur Nasenspitze eingekuschelt in meinen Schlafsack friedlich geschlummert habe bis…

Ja bis mich diese zwei Gesellen mit ihrem ohrenbetäubenden Rufen um 4 Uhr geweckt haben.

Danach war nicht mehr viel mit Schlafen da der Wind sich wieder stürmisch gemeldet hat. Dafür gibt es ein paar schöne Sonnenaufgangsbilder

und dafür musste ich nicht aus meinem Schlafsack raus, sonst hätte es keine gegeben.

Denn das Aufstehen war der reine Willensakt bei der Kälte.

Ein warmer Kaffee und Porridge wärmten auf und kurz vor acht bin ich dann losgestiefelt.

Bei diesem Belag bin ich um meine festen Wanderschuhe froh

Ansonsten könnten viele Aufnahmen auch aus dem Alpenraum stammen

Eine hart verdiente Aussicht, aber sie war es natürlich wert
Meine heutige Aussicht

Um 14.30 Uhr war ich am Ziel. Da ich morgen auf einem Campingplatz nächtigen möchte, war hier der richtige Platz gefunden. Fast windstill in der Nachmittagssonne habe ich den heutigen Tag gemütlich im Sonnenschein bei Vogelgezwitscher, einer Tasse Kaffee und Müsliriegel genüsslich ausklingen lassen. Nur der Liegestuhl und der Masseur haben gefehlt, meine Schultermuskulatur mekkert ein bisschen. Aber das wird auch noch, ansonsten gehts mir erstaunlich gut.