Olavsweg

9. Tag

11. Juli

Eine kürzere Tagestour vom Slovika Campingplatz nach Tingelstad ohne Regen mit Kaffeepause und netten Gesprächen. Wandererherz was willst du mehr.

Gleich mal bergauf dafür mit schönen Ausblicken zurück

Weiter durch eine Kulturlandschaft fast wie bei uns zu Hause. Kühe auf den Weiden, einzelne Bauernhöfe, weite bergige Landschaften. Allerdings alles einige Nummern größer und imposanter.

Dann führte der Weg nach Granavollen. Das liegt auf einer Anhöhe mit zwei Kirchen nebeneinander, die werden die Schwesternkirchen genannt.

Da oben war richtig was los. Eine kleine Ausstellung mit Kunsthandwerkern, ein Pilgerzentrum und ein Hotel mit Cafe. Da gab es heute für uns Espresso bzw. Tee mit Waffel und selbstgemachten Schokokuss. Extrem gut. Eine nette Dame empfing uns gleich und eine angeregte Unterhaltung in einem Mischmasch aus Englisch und Deutsch begann. Sie ist ab und zu in München deshalb sprach sie auch ein wenig Deutsch.

Auch in det 2. Kirche steht eine deutsche Orgel aus Göttingen.

Danach ging es zur letzten Kirche für heute und gleichzeitig unser Schlusslichtpunkt der heutigen Etappe.

Dort kommen auch Besucher vorbei und ein Ehepaar erzählte mir dann, dass sie schon die Alpenstrasse mit dem Auto gefahren sind und in Ruhpolding ihnen jemand erzählt hat sie müssten unbedingt das Schloss auf der Insel im Chiemsee anschauen. Sie waren schwer begeistert von der Gegend.

Von unserem gewählten Zeltplatz sehen wir wieder auf den heute morgen verlassenen Randsfjord hinunter.

Olavsweg

7. und 8. Tag

9./10. Juli

Nach einer erholsamen Nacht kamen wir heute schon um 8.00 Uhr los. Wir haben uns noch nicht an die langen Tage gewöhnt. Vor 24 Uhr wird es nicht dunkel und um 4 Uhr ist es schon wieder hell.

Sonnenschein was wollen wir mehr. Allerdings ändert sich hier das Wetter schnell und 2h später war es mit der Herrlichkeit vorbei. Meistens legt der Regen gleich richtig los und wir treten die Flucht nach einem Unterstellplatz an. Die Rucksäcke sind immer mit der Regenhülle eingepackt aber wir nicht. Dieses Mal fanden wir Zuflucht unter zwei riesigen Ahornbäumen am Eingang eines Bauernhofes. Da der Himmel entfernt schon wieder weißblau wurde richteten wir es uns gemütlich mit einer Knabberrunde Nüsse ein. Da kam die Hausbewohnerin mit 2 Tassen sehr guten und starken Espresso zu uns raus, leider war die Verständigung schwierig. Eigentlich können hier alles super gut Englisch, hier hat es nur mit einem Kauderwelsch aus drei Sprachen geklappt, aber auch so kommt man schon weiter und alle wissen was gemeint ist. Einfach toll wenn man so überraschend verwöhnt wird.

Weiter ging es über eine Baustelle, hier wir eine neue Überlandstrasse gebaut.

Eine extra Umleitung für die Wanderer war ausgeschildert, sehr angenehm wenn wir nicht selber nach einem Weg suchen müssen, aber leider sehr matschig.

Immer wieder Ausblicke ins weite Land

Weiter führte der Weg durch einen verwunschen wirkenden Wald mit vielen Flechten an den Bäumen.

Danach war einkaufen für 3 Tage angesagt. Hinterher kommt einem der Rucksack doppelt so schwer vor, obwohl wir schon sehr sehr genau überlegen was wir benötigen. Wir haben uns trotzdem den Luxus von frischen Nudel, Garnelen und Avocadocreme geleistet, allein das wiegt ein extra Kilo. Unser Weg führte nur noch 8km am Randsfjord entlang und dann auf einen Campingplatz wo wir uns ein Zimmer für 2 Tage gemietet haben, denn das Wetter verkündete nur Dauerregen für den nächsten Tag. Wir können einen Ruhetag gebrauchen und unsere Kleidung eine Wäsche und unbegrenzt Strom ist auch recht nützlich.

Der Fjord ist eigentlich einer der größten Binnenseen, sehr idyllisch gelegen.

Der Blick von unserem Balkon und wie unschwer zu erkennen, es schüttet wieder kaum das wir da waren. Ein erhebendes Gefühl frisch geduscht und gemütlich im Trockenen zu sitzen.

Und heute?

Ja, der Wetterbericht hat nicht gelogen und es gießt in Strömen. Das Faulenzerdasein führt dazu das wir es bedauern gestern nicht mehr eingekauft zu haben. Wir haben zuviel Zeit zu essen und der winzige Kiosk am Campingplatz bietet nur Alkohol, Chips, Eis und ein wenig Süßes, aber dazu sagen wir auch nicht nein.

Morgen geht es dann frisch erholt und gestärkt weiter.