Olavsweg

7. und 8. Tag

9./10. Juli

Nach einer erholsamen Nacht kamen wir heute schon um 8.00 Uhr los. Wir haben uns noch nicht an die langen Tage gewöhnt. Vor 24 Uhr wird es nicht dunkel und um 4 Uhr ist es schon wieder hell.

Sonnenschein was wollen wir mehr. Allerdings ändert sich hier das Wetter schnell und 2h später war es mit der Herrlichkeit vorbei. Meistens legt der Regen gleich richtig los und wir treten die Flucht nach einem Unterstellplatz an. Die Rucksäcke sind immer mit der Regenhülle eingepackt aber wir nicht. Dieses Mal fanden wir Zuflucht unter zwei riesigen Ahornbäumen am Eingang eines Bauernhofes. Da der Himmel entfernt schon wieder weißblau wurde richteten wir es uns gemütlich mit einer Knabberrunde Nüsse ein. Da kam die Hausbewohnerin mit 2 Tassen sehr guten und starken Espresso zu uns raus, leider war die Verständigung schwierig. Eigentlich können hier alles super gut Englisch, hier hat es nur mit einem Kauderwelsch aus drei Sprachen geklappt, aber auch so kommt man schon weiter und alle wissen was gemeint ist. Einfach toll wenn man so überraschend verwöhnt wird.

Weiter ging es über eine Baustelle, hier wir eine neue Überlandstrasse gebaut.

Eine extra Umleitung für die Wanderer war ausgeschildert, sehr angenehm wenn wir nicht selber nach einem Weg suchen müssen, aber leider sehr matschig.

Immer wieder Ausblicke ins weite Land

Weiter führte der Weg durch einen verwunschen wirkenden Wald mit vielen Flechten an den Bäumen.

Danach war einkaufen für 3 Tage angesagt. Hinterher kommt einem der Rucksack doppelt so schwer vor, obwohl wir schon sehr sehr genau überlegen was wir benötigen. Wir haben uns trotzdem den Luxus von frischen Nudel, Garnelen und Avocadocreme geleistet, allein das wiegt ein extra Kilo. Unser Weg führte nur noch 8km am Randsfjord entlang und dann auf einen Campingplatz wo wir uns ein Zimmer für 2 Tage gemietet haben, denn das Wetter verkündete nur Dauerregen für den nächsten Tag. Wir können einen Ruhetag gebrauchen und unsere Kleidung eine Wäsche und unbegrenzt Strom ist auch recht nützlich.

Der Fjord ist eigentlich einer der größten Binnenseen, sehr idyllisch gelegen.

Der Blick von unserem Balkon und wie unschwer zu erkennen, es schüttet wieder kaum das wir da waren. Ein erhebendes Gefühl frisch geduscht und gemütlich im Trockenen zu sitzen.

Und heute?

Ja, der Wetterbericht hat nicht gelogen und es gießt in Strömen. Das Faulenzerdasein führt dazu das wir es bedauern gestern nicht mehr eingekauft zu haben. Wir haben zuviel Zeit zu essen und der winzige Kiosk am Campingplatz bietet nur Alkohol, Chips, Eis und ein wenig Süßes, aber dazu sagen wir auch nicht nein.

Morgen geht es dann frisch erholt und gestärkt weiter.

Olavsweg

6. Tag

8. Juli

Von Kleistuva ging es entlang des Flusses steil bergab durch eine malerische Schlucht, immer mit dem Blick auf den Steinsfjord.

Im Tal in Sundvollen haben wir uns erstmal wieder mit Proviant eingedeckt und natürlich reichlich eingekauft. Wir haben gleich mal auf den Bänken davor Brotzeit gemacht, damit due Rücksäcke nicht zu schwer werden. Im Moment ist das mit der Wasserversorgung nicht so einfach, sodass jeder immer 2 Liter schleppt.

Danach überquerten wir den Fjord über eine Brücke, Fußgänger und Radler u ten, Autofahrer oben.

Den Fjord haben wir noch öfter gesichtet

Natürlich führt ein Pilgerweg auch an alten Kirchen vorbei, wo wir uns heute auch mal einen Stempel in unserem Pass abgeholt haben.

Dort haben wir auch die ersten Pilger auf unserem Weg getroffen. 3 Erwachsene mit etlichen Jugendlichen, waren alle noch motiviert obwohl die ein oder andere Blase schon verarztet werden musste. Die Friedhöfe hier sind immer riesig, kleine Gräber, eigentlich meist nur ein Stein und ein paar Blümchen davor. Dazwischen jede Menge Platz mit Rasen.

Natürlich sind wir heute auch wieder so richtig nass geworden, denn ein Gewitter hat uns ereilt. Wir konnten uns unter einen gemauerten Friedhofseingang unterstellen. Leider waren die nachfolgenden Wege dann extrem matschig und führten durch hüfthohes feuchtes Gras, da wurden unsere Hosen und Schuhe erst richtig nass. Aber 1h später strahlender Sonnenschein und der abendliche Stellplatz bot wieder eine traumhafte Kulisse.