Maximiliansweg

2. Tag 1.7.19 von Bregenz nach Lingenau

Gleich eine anstrengende Etappe.

Da ich mit Zelt meine eigene Frau bin war ich um 6.30 Uhr gehbereit. Frühstück war heute nicht drin da ich gestern keine Einkaufsmöglichkeiten mehr vorgefunden habe. Aber so ein Tag ist ja lang und da findet sich bestimmt etwas. Sehr romantisch am frühen Morgen führte mich mein Weg entlang der Bregenzer Ach bis Wolfurt. Auch dort war es noch zu früh, der Supermarkt öffnete erst eine halbe Stunde später, so lang wollte ich nicht warten. Viele Radfahrer und Jogger sind auf diesem schattigen Weg unterwegs.

Mittendrin bizarre Gesteinsformatonen die vom Wasser einem steten Wandel unterworfen sind.

Dann ging es zum ersten Mal den Berg hinauf, zur Dreiländeraussicht. Sehr schweißtreibend da die Temperatur auf die 30 Grad zuging und die nahenden Gewitter für schwülwarme Luft sorgten. Leider hat das Gasthaus am Aussichtspunkt seit Januar geschlossen, nur ein Kühlschrank mit ein paar Getränken und Manner steht in einer Ecke. Also nichzts mit einer Stärkung. Die Preise waren recht beachtlich. Weiter führte mich der Weg durch den Bregenzer Wald, so nennt sich die Gegend hier. Vor vielen Jahrhunderten war auch mal viel Wald da. Inzwischen findet man eine landwirtschaftlich geprägte Kulturlandschaft mit vielen Wiesen für die Viehzucht. Im Moment sind sie gerade alle frisch abgemäht und der heutige Tag wurde vielerorts zum Odeln genutzt. Also, auch sehr geruchsintensiv mein Weg.

Von mehreren Leuten wurde ich vor drohenden stürmischen Gewittern unterwegs gewarnt. Als sich der Himmel am Nachmittag dann bedenklich färbte habe ich für fünf Kilometer den Bus genommen. Der ÖPNV in Vorarlberg ist ein Traum. Da ist scheinbar jeder Ort angeschlossen. Demnächst findet ein Musikwochenende statt, das ist der extra Fahrplan dazu. Steht am Marktplatz und ist nicht zu übersehen.

Das ist ein Zaun 2x4m groß.

Auch für die Radfahrer gibt es einen extra Bus in den Sommermonaten.

Das hat alles Vorbildcharakter, es kommt auf den Willen der Verantwortlichen an. Natürlich werden die Busses auch gut genutzt. Die die ich gesehen habe, waren immer dreiviertel voll. Da kommt es dann auf die Bevölkerung an. Wir alle sind also gefragt.

Von geplanten 31km sind also 26km übrig geblieben die mir aber bei der Hitze auch gereicht haben. Denn da waren auch 1000 Höhenmeter dabei.

Bis jetzt bin ich noch nicht nass geworden. Die Wolken haben sich wieder verzogen. Auf dem Campingplatz der an einen Bauernhof angegliedert ist, stehe ich mit meinem Zelt eingekeilt zwischen Dauercampern die nur am Wochenende da sind. Also sehr windgeschützt, denn die Vorhersage bleibt bei stürmischem Wetter. Schaun wir mal ob es gleich einen Härtetest für mein Zelt gibt.

Außer mir steht noch ein Zelt da, ansonsten ist der Platz verwaist. Auch komisch, fünfzig Wohnwagen und niemand da.

Kurz vor Ende meiner Etappe bin ich doch noch an einem Supermarkt vorbei gekommen und so muss ich nicht länger hungern und für morgen bin ich bestens gerüstet.

Da der Platz Mückenfrei ist war das heute ein ganz gemütlicher Abend.

Maximiliansweg

1. Tag 30.6.19 von Innsbruck nach Bregenz

Natürlich nicht zu Fuß. Hier war die ÖBB gefragt. Leider mit ähnlichem Ergebnis wie die DB. Nur die Ausrede war neu. Wegen einer Störung eines ausländischen Unternehmens hat der Zug 30 Minuten Verspätung, aus denen dann 45 wurden. Mein Teil des Zuges wurde dann gar nicht mehr nach Innsbruck geschickt und ich bin mit einem anderen Zug eine Stunde später gefahren. Den Campingplatz Inhabern von Camping Mexico sei Dank für das längere Freihalten des Platzes, sodass ich auch um 18.30 Uhr noch ein freies Plätzchen vorgefunden habe, denn auch dieser Zug hatte am Ende 25 Minuten Verspätung.Endlich in Bregenz angekommen, begegnet einem die Seebühne fast über dem Bodensee schwebend. Mit einem tollen Bühnenbild, denn die Festspiele beginnen demnächst.Ja, und dann war es soweit. Zum ersten Mal habe ich mein Zelt aufgebaut und bezogen. Jede Menge Mücken waren meine Begleiter und es war gar nicht so einfach dafür zu sorgen, ihnen den Besuch meines Innenzeltes zu verwehren.Der See liegt praktisch 100 Meter entfernt und sorgte für eine romantische Stimmung. Leider etwas getrübt durch die horrende Anzahl der Mücken die nur durch ständige Bewegung im Zaum zu halten war..