Glücklicherweise hatte ich die Windrichtung richtig eingeschätzt und der aufkommende stürmische Wind blies über mich hinweg, er war nur zu hören. Trotzdem zog Nebel auf und ganz ungewohnt, brauchte ich heute die Regenhülle für den Rucksack und die Regenjacke. Das war auch das erste Mal bis jetzt während der ganzen Wanderung.
Ein wenig schade war das trübe Wetter, denn die Landschaft war spektakulär heute. 






Diese Ausblicke gibt es nicht umsonst, ein Abstieg war angesagt. Das ist nicht meine Stärke und in diesem Fall war ich mal wieder froh nicht vorher gewusst zu haben was mich erwarten würde. Eigentlich war es gar nicht so wild, aber mancher Ausblick ließ mulmige Gefühle aufkommen. Oben ist ein riesiger Stausee um den der Weg herum verlief. Die Wasserkraft wird zur Energiegewinnung genutzt. Wenn der Stausee zu voll wird wird Wasser abgelassen, das dann spektakulär zu Tal stürzt. Der Abstieg führt teilweise an dem Wasserfall vorbei. Zur Zeit ist davon nichts zu sehen. Der Weg ist trotzdem spektakulär.


Von Ferne denkst du, wie soll es da rum gehen

Erst wenn man kurz davor steht, sieht man das ein Durchgang freigesprengt wurde





Nichts desto Trotz, war ich froh als ich im Tal angekommen bin. Dort kam ich mit einer 81 jährigen Münchnerin ins Gespräch die schon seit vielen Jahren in Andalusien wandert und auch früher schon Teile meines bisherigen Weges absolviert hat. Aber die Etappenlängen waren ihr teilweise zu lang, da für sie nur feste Unterkünfte in Frage kamen. Ich habe mein Zelt auf einem Campingplatz aufgestellt und werde morgen einen Ruhetag einlegen und nur eine Führung durch den berühmten Caminito del Rey unternehmen. Eigentlich wäre ich lieber am Ruhetag in einem Hotel, aber die hier sind mir echt zu teuer.

Wow! Ganz toll! 😀
LikeLike