von Hemavan zum Nordkap

10. Tag 28.7.23

Von der Brücke bei der Rävjallstuga zur Sjnultje

In der Früh wars ein wenig trüb und die ersten 5km durch super feuchten Wald führten steil bergauf.  Meine Beine waren scheinbar schlapp von der gestrigen bergigen Etappe und so schleppte ich mich etwas mühselig aufwärts.  Oben war die Aussicht nicht besonders,  recht eintönig und immer leicht aufwärts. An der Kante zum Abstieg dann wieder eine einmalige Aussicht.

ungefähr 10km weit reicht der Blick
Für so einen zahmen Fluss gibts in Norwegen keine Brücke
Tatsächlich keine Brücke

Heute war mit 27km eine lange Etappe angesagt die ich auch nicht abkürzen konnte.  Der Weg führte durch ein Schutzgebit für Zwerggänse und es ist nur an zwei Stellen erlaubt zu zelten.

leider habe ich den ersten Platz nicht gefunden

Ab dem Schutzgebiet wäre es eigentlich entspannt geworden.  Aber leider machten mir herannahende Gewitter echt Stress. Links und rechts hinter den Bergen donnerte es und die dunklen Wolken kamen rüber ins Tal. Ich bekam Gott sei Dank nur den Regen ab. Kaum war alles vorüber kündigte sich weit voraus und hinter mir die nächsten Unwetter an. Ich konnte mir halt nicht sicher sein was davon bei mir ankommen würde und so legte ich einen Zahn zu.

Wurde letztendlich gar nichts
schaute nicht sehr vertrauenswürdig aus, war aber stabiler als gedacht

Völlig geschafft kam ich am Ziel an. In der Nähe des Sees steht eine  Schutzhütte. Aber natürlich haben sich die dunklen Wolken alle im Laufe des Abends verzogen. Die Hütte ist Gold wert, denn in dem Seenreichen Gebiet wimmelt es von Mücken und so war kochen und essen doch noch entspannt im Häuschen möglich. Nachspeise gabs auch noch, die ersten Moltebeeren sind reif.

der Blick auf den See

Inzwischen haben sich noch vier weitere Zelter eingefunden. Für das, das ich seit zwei Tagen nur 4 Leute getroffen habe, ist also richtig was los.

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