Von Lillehammer über Trondheim nach Bergen

6. Tag 1.7. Von Mageli Camping bis 4km hinter Fåvang

Die Anzahl der Bilder sagt beinahe schon alles.

Der Morgen begann schon mit Regen,  was ja eigentlich nicht dramatisch ist. Beim Frühstücken habe ich  dann meinen Löffel nicht mehr gefunden und das ist schon eine mittlere Katastrophe. Abgesehen davon das er ein Geschenk und jetzt schon mehrere 1000km mit mir unterwegs war, ist er mein einziges Besteck und mein Herz hängt irgendwie dran. Sonst habe ich nur noch ein Taschenmesser dabei .

Ich bin ja nicht viel unterwegs gewesen auf dem Campingplatz aber er war nicht mehr aufzufinden. An der  Rezeption habe ich von meinem Missgeschick berichtet und wollte fürs Frühstück leihweise einen Löffel.  Ja und das sind halt die netten herzerwärmenden Gesten die einem als Wanderer wiederfahren, ich bekam einen geschenkt.

Zusammenpacken bei Regen ohne das was naß wird, ist mir inzwischen so in Fleisch und Blut übergegangen das klappt ohne Probleme.

Nach 2h kam auch die Sonne zum Vorschein, was positiv war. Aber heute war praktisch nur Teerstraße angesagt, gefühlt fast nur bergauf. Der Vorteil in Norwegen,  es fahren nicht viele Autos, gefühlt kam alle 10 Minuten eins. Aber Spaß machts nicht wirklich.

Wenn dann eine Bank mit schöner Aussicht am Straßenrand auftaucht,  ist das Glück schon wieder eingekehrt

Nach Fårgang, dann endlich wieder ein Waldweg und Wasser zum Nachfüllen.  So habe ich mir bei erstbester Gelegenheit im Wald ein fast ebenes Plätzchen gesucht und bei beginnendem Regen alles flott aufgebaut. Etwas Muskelkater meldet sich, was am dritten  Tag auch normal ist und so sind nur 20km zusammen gekommen.

Inzwischen hats aufgehört, dafür kann ich trotzdem nicht vor die „Tür“ gehen, die Mücken haben Hunger.

Zwei Aussichten

Das wars mit den heutigen Fotos und auch wenn nicht alles rund gelaufen ist,  ich bin guter Dinge und morgen ist wieder ein neuer Tag.

Nur dem Löffel werde ich noch einige Tage nachtrauern.

Von Lillehammer über Trondheim nach Bergen

4. Tag 29.6. Endlich gehts los

Nach einem ausgiebigen Frühstück starte ich bei bewölktem Himmel, aber angenehmen Temperaturen.

Einige Kilometer noch durch den Ort am Hang entlang.

Leider bin ich heute viel auf Teerstraßen unterwegs,  ein echter Wermutstropfen. Im Laufe des Tages begegne ich etlichen Wanderern, alle aus Deutschland. Die meisten teilen sich den Olavsweg auf dtei Jahre auf,. Er ist einfach zu lang für einen Jahresurlaub.

Nochmal das Kunstmuseum,  heute konnte ich mitten auf der Straße  für das Bild stehen bleiben
Kunstvolle Konstruktionen um über den Zaun zu klettern, die hier war wenigstens stabil und wie unschwer zu erkennen ist,  bis Trondheim ist es nicht mehr so weit😉

Mein Plan für dieses Jahr ist, erst mal auf dem Olavsweg bis Trondheim zu gehen. Danach sollte ich fit genug für die Berge sein, die mich auf dem Weg zur Küste nach Bergen erwarten.

Die erste Umleitung

Bedeutet wieder ein paar Kilometer auf der Straße zu gehen. Ein bisschen öde, da trifft es sich gut das ich einen Herrn in meinem Alter aus Dresden treffe. 

Wir unterhalten uns angeregt und wieder sind ein paar Kilometer geschafft,  bevor sich unsere Wege wieder trennen.

Der ganze Baum, bis in die äußersten Spitzen ist mit diesem Gespinst überzogen, schaut fast wie eine Folie aus.

Besonders gut bekommt ihm das scheinbar nicht, der Blattaustrieb ist kaum zu sehen. 

Der Kjærlighetsfossen eine beeindruckende Geräuschkulisse
Da kam mal viel Wasser runter,  alles liegt kreuz und quer und die Böschung wurde auch mitgerissen
Ich bin immer am Hang unterwegs,  fa entschädigen wenigstens die Ausblicke für den vielen Asphalt
Der Blick von meinem Essplatz
Den perfekten Zeltplatz habe ich auch noch gefunden