Von Trostberg nach Hemavan
Es geht wieder los, dieses Mal allein und mit Zelt und hoffentlich bis zum Nordkap.
Erst einmal ist eine zweitägige Reise mit Zug und Bus nötig um in die Nähe des Ortes zu kommen, an dem ich letztes Jahr meine Wanderung zum Nordkap beendet habe. Ich habe mich entschieden im schwedischen Hemavan am Beginn des Kungsleden zu starten. Das liegt etwas südlicher als der letztjährige Schlusspunkt. Der Kungsleden ist einer der berühmtesten Wanderwege Schwedens und wenn ich schon soweit reise, dann will ich den auch ganz gehen, ein Teilstück wäre sowieso dabei gewesen.
An sich war es gar nicht so kompliziert hier her zu kommen. Mit dem Zug nach München umsteigen und dann nach Hamburg. Weiter mit dem Nachtzug nach Stockholm. Das wurde dann spannend, denn 2 Tage vorher kam schon per Mail die Nachricht, daß sich der Abfahrtsort vom dortigen Hauptbahnhof, nach Hamburg Harburg und sich die Zeit auf eine halbe Stunde später verschiebt. Zum Glück hatte ich sowieso eine längere Umstiegspause gewählt, sodass ich erst mal keinen Stress hatte. Gemütlich habe ich mich auf den Weg nach Harburg gemacht und mich dort ein wenig umgesehen und nur weil ich in der Nähe kein passendes Lokal zum Abendessen gefunden habe, habe ich mich entschlossen wieder zum Bahnhof zu gehen. Dort habe ich durch Zufall gesehen, daß eine Stunde früher als bei mir per Mail angegeben ein Nachtzug unter anderer Zugnummer nach Stockholm fuhr. Nur weil der Zug Verspätung hatte, habe ich den noch erwischt. Nach kurzer Rücksprache mit dem Schaffner erfuhr ich, dass das mein geplanter Zug war. Erst am nächsten Tag habe ich bei meinen SMS eine entsprechende Nachricht der schwedischen Bahn gesehen, die war mir irgendwie entgangen. Mit zweistündiger Verspätung sind wir mittags in Stockholm eingetroffen und es war bis zum nächsten Nachtzug nach Umeå noch 10h Zeit um Stockholm zu besichtigen. Unglaublich viele Leute waren dort unterwegs.


















Für Leute die größer als 1,75m sind, wird es schwierig. Da reicht der Platz in den 6er Abteils definitiv nicht.
Heute Morgen ging es dann noch mit dem Bus in sechs Stunden nach Hemavan und ich habe nochmal ein festes Dach auf der Fjällstation über dem Kopf, bevor ich dann morgen endlich starten kann.
Die nächsten Tage ist wechselhaftes Wetter bei 15 – 18 °C angesagt, also ganz okay.