von Hemavan zum Nordkap

18. Tag 5.8.23

Von Kvikkjokk zur 2. Brücke im Sarek Nationalpark

Wir verbrachten einen gemütlichen Abend zu dritt und zusammen mit Palle, den eine jede von uns während des Weges schon getroffen hatte ein ausgiebiges Frühstück. Abschiede fallen immer schwer und da machte der von Mary keine Ausnahme.  Elisa und Palle werde ich sicher mal wieder bis Abisko treffen.  Erst kurz nach 10 Uhr machte ich mich bei schönstem Sonnenschein auf den Weg. Erst mal gleich durch einen Teil von Lappland, die Region gehört zum UNESCO Welterbe.

Zum großen Teil führte der Weg durch  Wald
ellenlange Bohlenwege, wenn sie trocken sind super begehbar
endlich die erste freie Sicht
da musste ich natürlich rasten und die Aussicht bei einer Tasse Kaffee genießen
Glitzern im Sonnenlicht
Sumpfiges Gelände, alles führt Hochwasser laut den Schweden,  da es die letzten 3 Wochen so viel geregnet hat

Später kam ich noch zum Sarek Nationalpark. An einer Ecke dieses riesigen Gebietes führt der Kungsleden durch. Ansonsten gibt es keine markierten Wege

Heute merke ich deutlich das Wochenende ist. So viele Wanderer sind mir noch nie begegnet. Man ist trotzdem die meiste Zeit allein.

Selbst das Militär hatte heute Geländemarsch. In vielen einzelnen Gruppen begegneten mir lauter junge Frauen und Männer in Uniform und schwer bepackt, wobei sie nicht allzu angestrengt ausgesehen haben.

Wieder mal steht mein Zelt nahe eines wild dahin rauschenden Baches. Unter einem malerischen Blätter -und Nadeldach schreibe ich im letzten Sonnenlicht das demnächst hinter den Bergen verschwinden wird, diese Zeilen.

von Hemavan zum Nordkap

12. Tag 30.7.23

Von Adolfström nach Jäckvikk

Kein schöner, aber trockener Tag der mich durch den Nationalpark Pieljekaise führte. Zum größten Teil durch Birkenwald vorbei an mehreren Seen. Einen Aufreger hatte ich. An einer schmalen Stelle direkt am See, ohne Ausweichmöglichkeit läuft ein Husky, laut knurrend auf mich zu. Mir bricht bei solchen Gelegenheiten immer der Schweiß aus inclusive ordentlichem Herzklopfen. Eigentlich dürfen die Hunde nur an der Leine auf dem Wanderweg mitgeführt werden, ansonsten sind sie im Nationalpark grundsätzlich nicht erlaubt. Nach mehrmaligem lautem Rufen meinerseits kam dann doch mal der Besitzer aus dem Zelt gekrochen, nur um mir mitzuteilen das sein Hund „very nice“ sei. Hilft mir wenig wenn er mich nicht vorbei lässt.

Anfangs ein entspannter Weg für kurze Zeit auch mal nett
Gebirgsfluss
kurz mal blauer Himmel zu sehen

Heute bin ich das erste Mal von einer der Holzplanken gerutscht und auch hingefallen. Ein aufgeschürftes Knie und drei blaue Flecken sind die Folge. Ich bin weich neben die Planken auf dem Hintern gelandet und zum Glück war es da nicht mal nass, denn eigentlich führen die Holzplanken immer über Wasser, Sumpf oder Matsch. Also Glück im Unglück.

Kzrze Zeit verlief der Weg über eine freie Bergkuppe, sodass es auch mal ein bisschen Aussicht zu bewundern.

Die drei Bilder müsst ihr euch nebeneinander vorstellen, das war die Aussicht im Halbrund hinter mir.

Da unten liegt mein Tagesziel

Hier gibt es einen gut sortierten Supermarkt wo ich für die nächsten 5 Tage eingekauft habe. Da wird der Rucksack wieder deutlich schwerer. Auch genieße ich gleich wieder eine Dusche in einem Haus das eigentlich Zimmer vermietet, aber auch einen kleinen Zeltplatz und einige Wohnmobilstellplätze bietet für eine Nacht. So langsam trudeln auch etliche ein. Eine tolle Küche veranlasste mich frische Lebensmittel zu kaufen und richtig zu kochen. Für die nächsten Tage muss ich ja deutlich genügsamer sein, da muss so eine Möglichkeit schon genutzt werden.

Die Berichte in den nächsten 5 Tagen werden kurz ausfallen wenn überhaupt Netz zur Verfügung steht. Strom gibts erst wieder in Kvikkjokk.