von Hemavan zum Nordkap

20. Tag 7.8.23

Von Sitojaure nach Saltoulokta

In der Früh um 8 Uhr als erstes die Überfahrt über den den See Gasskajavrre. Das ist fest in der Hand einer Familie. Konkurrenz gibts nicht und da hatte die Überfahrt schon einen stolzen Preis. Sonst finde ich es meistens ganz okay, aber heute ca 33€ ist schon ordentlich.

noch ohne Regen

An der Anlegestelle verkauften sie samisches Brot, ist eine Art Fladen.

Danach gings dann endlich mit wandern los. Nach 500 Metern wurde ich von einem deutschen Mädchen aufgehalten, die mir erzählte das in der Region Kebnekaise das ist ca 50km von hier entfernt, alle Hütten gesperrt sind weil wahrscheinlich der Noro – Virus ausgebrochen ist. Die Hütten nehmen nur noch Personen mit Vorreservierten Zimmern an. Da habe ich nochmal Glück gehabt, denn das gilt auch für meine heutige Übernachtung. Ich habe es hier live erlebt, alle die aus dem Norden kamen durften nicht rein. Draußen zelten ja, aber mehr nicht.

Ich werde also bis Abisko, das sind wahrscheinlich 5-6 Tage keine Hütte mehr ansteuern. Das ist mir zu gefährlich. Zum Essen war mal wieder das gute altbekannte Desinfektionsmittel und das Abstand halten Pflicht.

Der angesagte kräftige Regen ließ nicht lange auf sich warten. Darum ein paar trübe Bilder, wenn es mal nicht schüttete.

An diesem See liegt die Hütte

Amüsant, 3 unter einem kaputten Schirm beim Essen, auf dem Stein steht der Kocher

Etliche deutsche Reisegruppen habe ich heute getroffen. Auf dieser Etappe war bis jetzt am meisten los.

Morgen soll es schon wieder trockener werden, also habe ich mir den heutigen Luxus zur rechten Zeit gegönnt.

von Hemavan zum Nordkap

19. Tag 6.8.23

Vom Sarek nach Sitojaure

Nachdem heute gleich noch ein schöner Tag angekündigt war, habe ich beschlossen eine zweite kurze Etappe mitzunehmen. Da gehts auch fast auf 1000 Meter rauf und ab morgen ist wieder Schluss mit dem Sonnenschein und dann will ich nicht unbedingt so weit hoch laufen, wenn es sich vermeiden lässt. Ich habe es nicht bereut. Spannend wurde es mit einer Bootsüberfahrt zwischendurch. Das Motorboot fährt erst um 17 Uhr, aber man kann die 3km über den See auch rudern. Für mich stand fest, das ich das auf keinen Fall mache, außer es nimmt mich jemand mit. Mittags war ich am See und gleich war auch noch ein Platz im Ruderboot frei. Eigentlich muss immer ein Boot am Anleger liegen, wenn das nicht der Fall ist, muss man vom anderen Ufer ein Boot holen um dann mit dem Boot zur finalen Fahrt starten. Leider war das bei meiner Ankunft der Fall. Ich habe gleich klar gestellt, das ich nicht rudere und notfalls auch aufs Motorboot warte. Tatsächlich waren sie trotzdem einverstanden mich mitzunehmen. Auf dem Weg stellte sich raus das ich gerade mit einem Ehepaar aus Dresden im Boot sitze. Sie waren echt super nett, denn die 3km über den See zu rudern war echt anstrengend. Die Aussichten auf den Bergen waren unbeschreiblich. Hier einfach ein paar Impressionen.

Völlig erledigt kam ich am Ziel an. Zelt aufbauen und noch kochen und essen, dann war Schluss und ich legte mich hin. Netz ist meist nur auf dem Berg verfügbar, im Tal ist da oft nichts geboten. Nachdem wieder sehr schlechtes Wetter für morgen vorhergesagt ist, gönne ich mir morgen einen Schlafplatz in einer Hütte, sogar mit Abendessen und Frühstück.

War schon mal schön zum richtigen Zeitpunkt das Wetterglück auf meiner Seite zu haben.