von Hemavan zum Nordkap

22. Tag 9.8.23

von Teusajaure bis 2km hinter der Singistugan am Tjäktjajåkka

Die Nacht war etwas unruhig. Der böige Wind ließ das Zelt oft bedenklich wanken und die Plane flatterte lautstark. Aber alle Heringe haben ihren Dienst verrichtet und so stand das Zelt in der Früh immer noch 1a da. Durch den Wind hatte sich sogar gar kein Kondenswasser gebildet und ich konnte alles trocken verpacken, das passiert selten.  Auch heute blies der Wind kräftig bis stürmisch, aber bei angenehmen Temperaturen. Manchmal war es ein Kampf vorwärts zu kommen. Dafür war heute der Tag der unvergesslichen Landschaft.  Das ich das wirklich selber sehen würde, daran habe ich nicht mehr geglaubt. Die Ausblicke die sich mir geboten haben,  kenne ich nur aus Büchern oder dem Netz. An dem Fluss Tjäktjajåkka werde ich morgen auch noch entlang wandern. Teilweise reißende Strömung, dann wieder sich ausbreitend wie ein Delta, tiefe Schluchten unglaublich vielfältig und oft sehr lautstark und links und rechts die Berge, ein Erlebnis.

Schneehuhn

Die Suche nach einem einigermaßen windstillen Platz gestaltete sich auch heute schwierig. Aber es hat dann doch geklappt und ich zelte inmitten lauter Blaubeeren, die es natürlich auch zur Nachspeise gab.

genau schauen, mitten drin steht mein kleines grünes Zuhause.

Warm angezogen sitze ich im letzten Sonnenschein vor dem Zelt, fast Mückenfrei bei diesen Aussichten.

Ein Traum ist in Erfüllung gegangen

von Hemavan zum Nordkap

21. Tag 8.8.23

Von Saltoulokta über Vakkotavare nach Teusajaure

Erst mal fing er gemütlich und entspannt mit einem ausgiebigen Frühstück zusammen mit Palle und Patrick an. Die zei machen das schwedische Grüne Band und müssen noch bis zum 3Länder Eck. Danach stand wieder mal eine Bootsüberfahrt mit anschließender Busfahrt bis nach Vakkotavare an. Es war von den gestrigen Regen so feucht, das nichts zu sehen war. Beim Umstieg in den Bus habe ich dann meinen Geldbeutel verloren. Die Kreditkarte in der Hand zum Bezahlen im Bus und der Rest nicht auffindbar. Hektische Suche zusammen mit dem Busfahrer und nach nochmaligem Überlegen nochmal im Bus gesucht und dann unterm Sitz gefunden. Scheinbar ist er mir während des Hinsetzens rausgefallen. Tränen der Erleichterung bei mir und dann sind wir auch losgefahren.

Ausblick während der Fahrt

Während der Fahrt klart es immer mehr auf. Heftiger Wind treibt die Wolken nur so vor sich her. Mittags kann ich dann endlich wieder gehen, gleich steil hinauf mit wunderschönen Aussichten auf einen riesigen Stausee.

Auch wenn es immer danach ausschaute, geregnet hat es nicht.

Wilde Wolkenformationen
kunstvoller Übergang, der Bach war ganz schön tief
Erster Blick ins Tal

Auf der Höhe blies stürmischer Wind, was das Balancieren über die Steine und Bohlen echt schwierig gestaltete.

Unten im Tal stand die nächste Überfahrt an, ich hätte sie auch mit dem Ruderboot selber bewältigen können, aber statt dessen hisste ich einen weißen Kanister als Zeichen das jemand über den See möchte. Der Bootsfahrer kommt nur wenn jemand das Zeichen gibt, trotz festgelegter Zeit.

Ufer des Teusajaure

An den Hütten darf man zur normalen Zeiten zelten. Das ist wegen der Virusgeschichte im Moment untersagt. Also gleich wieder den Ber steil rauf und nach einem einigermaßen im Windschatten liegenden Platz gesucht. Denn diesen starken Wind hält mein Zelt nicht aus. Tatsächlich habe ich auch ein kleines Plätzchen gefunden. Gerade hatte ich alles aufgebaut und sämtliche Heringe die ich dabei habe verwendet, da kommt Marie-Therese aus Frankfurt vorbei. Viele Möglichkeiten gibt es nicht und so drehe ich mein Zelt und dann haben sogar unsere beiden Zelte, dicht nebeneinander stehend, Platz. Jede von uns ist froh nicht allein in dem stürmischen Wind und den sich nun anbahnenden Regen die Nacht verbringen zu müssen.

Aussicht vom Zeltplatz